Insuliner-Erfahrungen z.B. mit besonders kleinem Schmalhans/SchmalLOGI

    • Insuliner-Erfahrungen z.B. mit besonders kleinem Schmalhans/SchmalLOGI

      Moinmoin,

      ich mach mal diesen Thread für Mitläufer wie mich auf: Kein Hepafaster, aber seit Montag Nachmittag wg irgendwas grippalem mit Fieber auf ausgesprochen schmaler Kost. Di-Mi keinen Bissen runter gekriegt und seitdem nur etwa 20% meiner bislang üblichen Tagesmengen. Do war die kleine Menge noch der ganz normale Wiederanfang nach so einer Krankheits-Unterbrechung, aber schon Fr hätte ich ohne den Leberfastenfloh auf meinem Moni)* recht automatisch auf meine normalen Mengen aufgefüllt. Seit Fr also vorsätzlich weiter besonders kleiner Schmalhans/SchmalLOGI ;)

      Und seit ich heute gegen Mittag von meinen seit dem vergangenen Mo ersten gut 10 km Ausflug wie dieser in dem kleinen Video putzmunter wieder zurück bin, fühle ich es an der Zeit für eine erste kleine Bilanz:

      1. Ich brauche weniger Insulin. Klar, kein Wunder. Wer nur noch 20% isst, braucht grobe Richtung auch nur noch 20% Bolus-Insulin. Aber Mo-Di-Mi hatte ich trotzdem mehr gebraucht, wenigstens relativ. Denn in allen solchen Futterkarenzzeiten musste ich immer bei gleichbleibenden Basal-Dosen morgens sowieso und über den Tag auftretende kleinere BZ-Spitzen mit mehr oder weniger kleinen
      Bolus-Dosen ausgleichen. - Ok, seit Do brauche ich die täglich erste dieser Dosen aktuell definitiv nicht mehr :)

      2. Der BZ funzt den 3. Tag wie geschmiert im völlig gesunden Bereich. Dabei bin ich im gesunden Bereich ja seit mehr als 10 Jahren zuhause, aber meistens in den oberen 2 Dritteln. Und seit Do immer mehr mit sonem Gefühl wie bei den magnetischen Linien im Zeichenprogramm: Man braucht das einzupassende Objekt nur in die Nähe zu bringen, und dann flutscht es wie von selbst in seine Position. Und so flutscht mein BZ-Verlauf immer mehr wie von selbst nun in die unteren 2 Drittel vom gesunden Verlauf :)

      3. Nen Rolli-Ausflug wie heute hab ich in den vergangenen 2 Jahren schon einige hundert Male gemacht und genossen und war danach selbstverständlich und, wie nicht nur ich gemeint hab, rechtschaffen müde. Dann war halt ne halbe Stunde Schlafen angesagt. Und jetzt haben wir schon fortgeschrittenen Nachmittag, und ich hab auch schon 2mal ne viertel Stunde Fridolin (zur Erhaltung meiner Fahrgestell-Restfunktion) hinter mir und bin ohne meinen bislang üblichen Mittagschlaf immer noch kein bisschen müde, sondern vielmehr immer noch putzmunter :)

      Zusammengefasst:

      Meine ersten eigenen Erfahrungen mit besonders kleinem Schmalhans/SchmalLOGI frei nach Leberfasten nach Dr. Worm eröffnen mir nach über 20 Jahren mit Diabetes und über 10 Jahren als Insuliner eine so interessante Be-Handlungsmöglichkeit, dass ich die die nächste Woche selbstverständlich weiter erkunden werde :)

      Bisdann, Jürgen

      )*Wegen dieser Anstoß-Wirkung denke ich, dass solche Erfahrungen auch (zunächst?) ohne Hepafast hier her passen. Ansonsten bitte einfach an passenderen Platz verschieben :)
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Ich habe mir auch schon überlegt, da es hier bei mir vermutlich problematisch ist an Hepafast ranzukommen - die Kurse in der Nähe beginnen jeweils zu einem Zeitpunkt, wo es bei mir absolut nicht geht, mit normalem Eiweißpulver (lowcarb),Vitamintabletten sowie Zufuhr der von Dr. Worm erwähnten "Hilfsstoffe" wie Haferkleie, Taurin und L-Carnitin, etc. in den Ferien ein paar Fastentage einzulegen. Da ich nur Prädiabetes habe und keine Medikamente nehme, dürfte der Versuch nicht allzu problematisch werden.
      Sollte mir dies gelingen, werde ich mich wieder melden.
      LG Ritzgi
      Wo Worte selten, haben sie Gewicht! William Shakespeare
    • Liebe Ritzgi,

      ich habe gerade deine Nachricht gesehen.

      Ritzgi schrieb:

      Ich habe mir auch schon überlegt, da es hier bei mir vermutlich problematisch ist an Hepafast ranzukommen - die Kurse in der Nähe beginnen jeweils zu einem Zeitpunkt, wo es bei mir absolut nicht geht, mit normalem Eiweißpulver (lowcarb),Vitamintabletten sowie Zufuhr der von Dr. Worm erwähnten "Hilfsstoffe" wie Haferkleie, Taurin und L-Carnitin, etc. in den Ferien ein paar Fastentage einzulegen. Da ich nur Prädiabetes habe und keine Medikamente nehme, dürfte der Versuch nicht allzu problematisch werden.
      Es ist toll, dass du so motiviert bist und auch komplizierte Wege in Kauf nehmen magst, um das "Leberfasten" durchzuführen :thumbsup:
      Leider denke ich, ist es hier eben wie so oft : Die Summe ist mehr als ihre Einzelteile! Ebenso erscheint es mir sehr wichtig, dass das Leberfasten ärztlich betreut werden sollte. So bist du, selbst wenn du noch keine Medikamente nehmen musst, immer auf der sicheren Seite - die Erfinder haben sich da schon was bei gedacht ;)
      Ich würde dir daher raten, mal bei Bodymed direkt nachzufragen - vielleicht gibt es doch eine andere Lösung abgesehen von der Marke "Eigenbau". Sind bei den Bodymed Zentren in deiner Nähe die Uhrzeiten ein Problem? Vielleicht kann da ja auch ein Alternativkurs angeboten werden, wenn es noch mehr Personen so wie dir geht! Also ruhig auch mal da direkt nachfragen!
      Ich bin sehr zuversichtlich, dass für dich eine passende Lösung gefunden werden kann und wünsche dir dann eine gute Zeit während dem Leberfasten :D

      Liebe Grüße,
      Melanie
    • Lieber Jürgen,
      ich freu mich wie die Wutz für dich und natürlich wünsche auch ich dir nur das allerbeste und hoffe für dich, dass diese schöne Tendenz sich noch ein bißchen beibehält. Ich drück dir feste die Daumen. Wäre echt schön, wenn du weiter profitieren könntest. Halt uns auf dem Laufenden.

      Ritzgi, schön, dass du ein Center mit flexibler Möglichkeit gefunden hast, auch dir alles Gute.
      Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.
    • Kakaomandel schrieb:

      zumal Du Dich so lange gegen die Anerkennung eines diabetsverbessernden Effektes durch das Fasten gewehrt hast :D

      So wie ich ihn verstanden habe hat er das ja gar nicht nicht. Er hat lediglich gemeint, dass man das nicht als echte und vollständige Heilung bezeichnen kann, denn dieser Begriff schwirrte hier dauernd herum. Es ist eine weitere Methode um mit Diabetes gesünder zu leben, so eine Art Superlogi. Fortan wird ja jetzt auch von Remission und nicht von Heilung gesprochen. Diese Meinung teile ich.
      Es liegt in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln.

      Freundliche Grüße ... Diethard.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Diethard ()

    • Moinmoin,

      danke für Eure guten Wünsche!

      @Rainer
      Ich hab nach dem unfreiwilligen kranken Vorlauf mit dem Wenigessen ganz spontan gewissermaßen mit fliegendem Start weitergemacht=angefangen. Die Seuche ist überstanden, und jetzt geht der Versuch weiter.
      Mit meiner diabetologisch recht gesunden ICT mit mehr oder weniger LOGI hatte ich mich längst für meine noch ausstehenden Jahre eingerichtet. Und diese für mich völlig befriedigende Perspektive wär bei diesem Versuch worst case ;)

      Mit FLI und sonstigen Werten vom Ausgangs-Status kann ich nicht dienen. Mein Maßstab ist, wie viel weniger an Insulin ich schließlich pro BE und FPE für mein gesundes BZ-Ergebnis brauchen werde.

      @Kakaomandel
      Du hast recht: ich hab bisher geglaubt, dass sich der Insulinbedarf mit Wenigeressen nur in dem Maße verringert, in dem weniger BEs gegessen werden. Dass sich damit auch der Insulin-Bedarf pro BE verringern und die physiologische BZ-Automatik teilweise bis manchmal vielleicht sogar ganz wieder herstellen lassen könnte, hatte ich bislang nicht als realistisch auf dem Schirm und als phantastisch bestritten.

      Jetzt probier ich's also aus. In der Art übrigens schon zum zweiten mal. Beim ersten hatte ich bis dahin vertreten, dass wir Betroffene unseren BE-Faktor überhaupt nicht verringern können. Schließlich hab ich der beständigen Prockelei eines Freundes (übrigens Typ1) nachgegeben und mit seiner Anleitung meinen BZ-Verlauf von HBA1c 7und auf um 5 abgesenkt. Und siehe da, mein BE-Faktor wurde damit um etwa die Hälfte kleiner, brauchte also nur noch etwa halb so viel Insulin pro BE.
      Tolles Ergebnis, hab ich gerne beibehalten und natürlich seitdem auch so weitergesagt. Und wenn das mit dem besonders kleinem Schmalhans/SchmalLOGI jetzt bei mir wiederum zu ner dauerhaften Verringerung meines Insulin-Bedarfs um die Hälfte führen würde, würde ich auch das toll finden und beibehalten und fortan weitersagen :)

      Mich treibt kein Ziel, das ich erreichen müsste, sondern mich zieht die Neugier, was ich auf diese Weise erreichen kann?

      Bisdann, Jürgen
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Moinmoin,

      warum ist mir eigentlich so ein deutlich günstigerer Verlauf nicht schon früher als nützlich aufgefallen? Schließlich bin ich 66, und mein ganzes Leben lang hab ich weniger bis nichts gegessen, wenn ich so wie Anfang der vergangenen Woche krank war, manchmal auch ne ganze Woche? Und sicher auch noch mehrere Male während meiner letzten gut 20 Jahre mit Typ2? Ja bestimmt auch während der letzten gut 10 Jahre mit Insulin?

      Die Antwort ist verblüffend einfach: Ich hab da keine nutzbare Möglichkeit erwartet und mich in der Folge einfach auf die Wiederherstellung meines Statusvonvorher eingerichtet. Also die gleichen Futtermengen und die gleichen BZ-Verläufe wie vorher.
      Stattdessen diesmal die Erwartung, dass sich auch diesmal nichts wirklich grundsätzlich verändern würde. Aber mit etwas Geduld und mentalem Platz für die Möglichkeit, dass sich mit meinem besonders kleinen Schmalhans/SchmalLOGI bei ausreichender Verlängerung auch bei mir das maßgebliche Triotop aus Leber, Pankreas und Hypothalamus in seinem BZ- und Insulin-Steuerverhalten noch ein kleines messbares bisschen Richtung Normalisierung zurück neigen könnte. Wie schon geschrieben, ideal vielleicht für die Halbierung meiner notwendigen Insulin-Mengen.

      Und so langsam bin ich von der noch möglichen Neigung wirklich beeindruckt: Offenbar brauche ich seit vorgestern erheblich weniger Basal-Insulin. Mit dem, was ich von gestern sehe, aktuell etwa 50% weniger und mit noch immer sinkender Tendenz. Übrigens mit Nüchtern-BZs deutlich unter 90! - Aber erst mal abwarten, nicht gleich feiern, kann bislang ja immer noch RZ (Rainer Zufall) sein oder Placebo Effekt ;)

      Bisdann, Jürgen
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    • @ Mel: Viel Erfolg beim Fasten!

      @ Jürgen: Ich hab dich hoffentlich richtig verstanden, dass du im Moment noch immer sehr geringe Mengen isst? Wäre ein Insulinbedarfsenkender Effekt nicht erst feststellbar nachdem du wieder auf die normale Logi-Kost umgestiegen bist? Dass während des Fastens bzw. der Schmalkost der Insulinbedarf sinkt und sich die Blutwerte (ich fass das mal so allgemein) verbessern erscheint mir logisch infolge der Sonderernährung. Ich bin gespannt auf den Effekt am Ende der Fastenphase, also dem tatsächlichen Zurückschraubeeffekt. Wenn ich dich richtig verstanden habe, bist du aber genau darauf auch gespannt.

      Also weiter so und du ahnst vielleicht, warum dieser Versuch mich gerade besonders interressiert, vielleicht wäre das mal eine mögliche Alternative die auch für mich durchführbar wäre. Auch ich würde gern meinem Triotop auf die Sprünge helfen, ohne wieder in eine tiefe Absturzphase meiner Essstörung zu fallen.

      Ich bin sehr gespannt auf die langfristig zu beobachtenden Ergebnisse und finde die Möglichkeit hier im Forum Menschen mit ihren Entwicklungen zu erfahren einfach genial hilfreich.

      gespannte nette
    • Vielleicht würde ja zu eurem Thema dieses Buch passen: amazon.de/The-Fast-Diet-Interm…-1&keywords=the+fast+diet
      Ich habe das ganz zufällig entdeckt und zuerst gedacht: wie blöd! Hab dann aber ein bisschen drin gelesen (Blick ins Buch) und fand es ganz interessant. Seit gut vier Wochen mache ich das mittlerweile und lese nebenbei das Leberfasten-Buch. Mittlerweile habe ich mir ein BZ-Messgerät besorgt und habe meinen Blutzucker gemessen in verschiedenen Situationen (am Fastentag, NBZ nach Fastentag, nach VIEL Schokolade, nach logischen Mahlzeiten). Ich habe festgestellt, dass mein NBZ bei logischer Ernährung unter 100 bleibt, nach vielen KH´s jedoch über 100 ist. Am Anfang habe ich mit dem Fasten deutlich "abgenommen", mittlerweile geht es langsamer, aber die Tendenz geht ganz klar nach unten. Der Vorteil an diesen Fastentagen (z. B. Montags und Donnerstags) ist, dass man am nächsten Tag ja wieder ganz normal essen kann (möglichst logi natürlich ;) ) und dass dadurch der Körper nicht in den Hungermodus umstellt.
    • Moin Mel,

      Hoffnung ist gut. Aber hast Du nicht irgendwas besseres als Typ2? Anyway, hoffentlich richtet der sich dann auch nach ner entfetteten Leber ;)

      Daumendrück, Jürgen
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Moin Nette,

      lass uns mal ein bisschen mit Hausnummern spielen:

      1. Wenn normal eine BE mit 4 IEs insuliniert werden will und normal 5 BEs gegessen werden, werden dafür zusammen 20 IEs fällig. Klar, nur 4 IEs, wenn nur 1 BE gegessen wird. Diese Verringerung ist die ganz normale Einsparung mit jeder Art von LC.
      ANDERS, wenn nur 1 BE gegessen wird und dafür statt der 4 nur noch 2 IEs gebraucht werden. Dann hat sich die Insulin-Empfindlichkeit um den Faktor 2 verbessert, oder?

      2. Wenn normal für 24 Stunden 30 IEs Basal-Insulin fällig werden, kann das mit Nicht- bzw. Wenigessen schon mal schwanken. Aber der Basal-Bedarf ist ja weitgehend unabhängig vom Essen, und dass statt der 30 IEs nach etwas über ner Woche plötzlich mit sehr Wenigessen 10 IEs reichen, ist bislang noch nicht sooo häufig berichtet worden.
      Also ne Verbesserung der Insulin-Empfindlichkeit um den Faktor 3, oder?

      Ok, dieser Verbesserungs-Prozess läuft immer noch, und als erstes interessiert mich natürlich, wie weit noch mit meinen etwa 20% von meiner bis zum vorigen Mo üblichen alltäglichen Futtermenge?
      Und wenn das so mögliche Optimum erreicht ist, werde ich mich ans Rausfinden machen, wie viel von meinen alten täglichen 100% es denn wohl trägt, und wie ich damit dann auskomme?

      Bin auch einfach baff und weiter gespannt, Jürgen
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Lieber Jürgen,

      danke für deine Erklärung. Da ich ja noch immer nach festem Plan spritze und noch bei keiner ICT Schulung war ist mir das Errechnen des Insulinbedarfs noch immer ein Rätsel. Das Prinzip deines Experiments hab ich aber jetzt verstanden und finde es auch sehr faszinierend.

      20% des normalen Tagesbedarfs ist aber wirklich verdammt "schmal"! ;( Bist du dabei noch normal körperlich und seelisch fit? (Ich meine Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüche und Schwächeattacken.)

      Bin gespannt was dein Optimum sein wird und noch mehr auf die Ergebnisse bei 100% Ernährung.

      Pass gut auf dich auf!

      nette