extremer Durst bei geringer KH-Zufuhr

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • extremer Durst bei geringer KH-Zufuhr

      Hallo in die Runde,

      ich stelle meine Frage hier nochmal in einem neuen Thread:

      Bei sehr strengem LOGI - also nur Stufe 1 und 2, wenig Obst - bekomme ich stets nach wenigen Tagen extremen Durst. Manchmal habe ich in der Vergangenheit dann tatsächlich festgestellt, dass ich in Ketose war, habe diesen Zustand aber nie länger als 2 Tage durchgehalten. Der Durst tritt aber auch auf, wenn ich (noch) nicht in Ketose bin, zumindest wenn man glaubt, was die Ketostix aussagen.
      Ist ja auch egal, ob nun Ketose oder nicht - der Durst ist schier unerträglich, ich kann gar nicht so viel trinken, wie ich Durst habe. Es kommt tatsächlich vor, dass ich nach dem Trinken von einem großen Glas Wasser noch genauso viel Durst habe wie vorher. Dazu gesellt sich dann auch eine gewisse Schlappheit (der Weg mit Fahrrad nach Hause zieht sich dann endlos und ist eine ziemliche Quälerei) und evtl. Kopfschmerzen. Mehr Salz hilft ein bisschen. Aber wirklich gut geht es mir erst, wenn ich mal einen Tag wieder mehr KH einbaue.
      Mich interessiert einfach, was dahinter steckt, und ob sich das Durstgefühl einpendeln würde, wenn ich mal ein paar Tage länger durchhalten würde? Geht/ging das anderen auch so?

      LG

      Nora
    • Nora, wie hoch ist denn die Trinkmenge täglich? Stufe 1 hat ja viele Ballaststoffe, die mit Wasser aufquellen, vielleicht ist es dann insgesamt doch zu wenig getrunken...
      LG Nicole
      „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“ Friedrich der Große im Juni 1740
      Für mehr Toleranz. Für Respekt und Achtung im Umgang miteinander.
      Nicole :89:
    • Zur Zeit bin ich nach einiger Zeit "nur" LOGIscher Ernährung wieder in richtig Ketose, aber so etwas habe ich weder jetzt noch in den gut 2 Jahren, die ich vorher schon ketogen gelebt habe, festgestellt. Auch nicht zu Beginn der Ketose.

      Starker Durst könnte allerdings auch ein Zeichen von Diabetes sein - ist dein Blutzucker in Ordnung?

      Oft fehlt durch das Weglassen von Brot etc. Salz, wie du bereits bemerkt hast, könnte das auch ein Grund für deine Unpässlichkeiten sein.
      Liebe Grüße
      Ruth :)

      Vitamin-D Status sowie Aufsättigung und Dosierung siehe mein Profil


    • Hallo Nora,

      der folgender Zusammenhang, der aber nicht auf deine Beobachtungen passt. besteht zwischen Ketose und dem Wasserhaushalt:
      Wenn man in Ketose kommt, dann leeren sich die Glycogenspeicher der Muskelzellen. Da mit einem Teil Glycogen ca. 3 Teile Wasser gebunden sind, wird man vermehrt Wasser lassen. Das ist auch der Grund dafür, dass man zu Beginn der Ketose schnell mal 1...1,5 Kilo verlieren kann. Allerdings gibt es dabei keinen Grund für größeren Durst. Wenn man dann aus der Ketose fliegt und die Glycogenspeicher wieder aufgefüllt werden, dann hat man einen größeren Wasserbedarf und bestimmt auch mehr Durst.

      Vielleicht beobachtest du deinen starken Durst unter diesem Gesichtspunkt noch mal genau, eventuell passt es ja doch. Über vermehrten Durst in der Ketose, so wie du es beschreibst, habe ich noch nichts gehört.

      Beste Grüße, Rainer
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 - ohne Medis
    • Diet angel beschreibt in ihrem Blog den übermäßigen Durst als Teil des Wechsels in die Ketose:
      Unter den Punkten

      Salz macht fit - e)
      und
      Wasser, Wasser, Wasser - g)
      kannst Du das nachlesen (ich kann Dir die beiden Absätze leider nicht mit c&p hier einfügen ... :( )

      Ich verstehe das so, daß, wenn Du die Ketose nicht länger als ein paar Tage durchhältst, wie Du selber schreibst, Dein Körper demnach jedes Mal beim Wechsel in die K. wieder durch die vermehrte Wasserausscheidung das Signal bekommt , DURST :1: haben zu müssen :wseufzer:
      "Wrinkles should merely indicate where smiles have been"

      Mark Twain

      Quasselfaden 2017
      zu den LOGI-Treffen
      :party: :party:
    • Ich bin ein absoluter Wenigtrinker, aber vor und in der Ketose habe ich auch sehr viel mehr Durst und trinke locker die doppelte Menge wie sonst.
      Lieben Gruß von stümmi


      Nicht das beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das durchhalten
      (die heilige Katharina von Sienna)


      Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln
    • Low schrieb:


      @Nora67
      mich würde auch interessieren wieviel du trinkst.
      mich auch, wobei das fehlende Salz durchaus eiene Ursache sein könnte.
      Salze halten den Zellinnendruck in Balance und wenn man zu wenig Salz in sich hat, kann der Körper das Wasser nicht halten.

      Wobei dieser Gedanke

      Ruth schrieb:

      Starker Durst könnte allerdings auch ein Zeichen von Diabetes sein - ist dein Blutzucker in Ordnung?
      zumindest erwogen werden sollte.
      DM2 festgestellt 14.3.14, Metformin 1000 2x tgl.,
      HbA1: 14.3.14 - 12,3 % / 27.3.14 - 11,5 % / 9.7.14 - 6,8 % / 15.1.15 - 6,9 % / 16.7.15 - 6,0 %/9 Wochen nach Nieren-OP: 12.9.16 6,3 %

      166 groß, 64 kg seit 09/14
    • Danke für eure antworten.

      Ich trinke normalerweise um die 2 Liter täglich und merke auch recht deutlich, wenn es mal zu wenig war. Ich bekomme dann Kopfschmerzen und fühle mich schlapp und müde. Ich würde behaupten, dass ich mich ganz gut auf mein durstgefühl verlassen kann und nur selten zu wenig trinke.

      WEgen Diabetes: Beim letzten checkup Anfang des Jahres war der nüchternzucker in Ordnung. Darüber hinaus gab es keine Veranlassung für weiteres nachforschen. Und dann müsste ich doch immer durst haben, unabhängig vom Essen , oder?

      @Rainer: ich vermute, dass die Folgen der Entwässerung bei Leerung der glycogenspeicher genau anders herum sind, als du sie beschreibst. Der Körper schreit nach dem verlorengegangenen Wasser, kann das zugeführte aber nicht speichern.
      Was @arri dazu gefunden hat, passt ganz gut zu dieser meiner Vermutung . Ich hatte schon in dieser Richtung überlegt, aber nichts dazu gefunden . (@arri: wie machst du das nur immer? :) ) Ich werde mir den Link mal genauer anschauen. Und beim nächsten mal beim großen Durst auf die salzzufuhr achten, vielleicht hilft das ja.

      @stümmi: ich schätze, ich komme dann auch auf die doppelte Menge. Ich finde es aber nervig, 4 oder 5 Liter trinken zu müssen, und dann ist der durst ja nicht weg :( .

      Also, wenn es wieder so weit ist, nehme ich auf jedes meiner vielen Gläser Wasser oder Tee eine Preise Salz. Bin gespannt, ob das hilft.

      LG

      Nora
    • Nachtrag:
      Es könnte tatsächlich am Salz liegen. Ich würze mein Essen eigentlich normal, weiß aber, dass ich für einen mir angenehmen Geschmack deutlich weniger Salz brauche als andere Leute. (Meine Kinder salzen die von mir gekochte Kartoffelsuppe immer nach.) Dazu kommt, dass ich ziemlich viel rohes Gemüse einfach so esse, mit Ei oder Käse oder... Da ist dann zwar an der EW-Beilage Salz dran, aber eben nicht am Gemüse. Ich dachte ja eigentlich, das Gemüse selbst müsste genug Mineralien enthalten, es scheint aber nicht zu reichen, um den Verlust durch das "Entwässern" auszugleichen.
      Heute bin ich wieder mit Durst aufgewacht - nach 2 Tagen "ordentlichem" LOGI und Sport am gestrigen Nachmittag war es wohl wieder so weit, auch die Waage zeigte 1 kg weniger. WErde also heute meine Getränke mit Salz "würzen" und bin gespannt.

      LG

      Nora
    • Margi schrieb:

      Liebe Nora,

      ich mache wie du viel Sport und nehme jeden Tag eine Brausetablette Magnesium, seitdem hat sich mein Durstgefühl eingependelt und auch nächtliche Wadenkrämpfe haben aufgehört.
      Magnesium nehme ich schon eine ganze Weile täglich. Damit haben die (seltenen) Krämpfe aufgehört und vor allem ist das unendlich nervige Lidzucken besser geworden. Auf den Durst scheint es jedoch nicht so viel Einfluss zu haben.
    • Nora67 schrieb:

      WErde also heute meine Getränke mit Salz "würzen" und bin gespannt.
      Nicht nur heute, sondern jeden Tag ein paar Krümchen mehr Salz.
      Evtl. sind deine Speicher erschöpft und du musst sie wieder auffüllen.

      Wenn man weiß, dass u. a. im Brot viele zu viel Salz drin ist (es gab da zahlreiche Berichte im Fernsehen), dann weiß man, dass man anfangs anderes Essen etwas mehr nachsalzen kann.

      Und Natrium /aus dem Salz) kann Magnesium nicht so recht wirken, da muss das Verhältnis der beiden zueinander stimmen.
      DM2 festgestellt 14.3.14, Metformin 1000 2x tgl.,
      HbA1: 14.3.14 - 12,3 % / 27.3.14 - 11,5 % / 9.7.14 - 6,8 % / 15.1.15 - 6,9 % / 16.7.15 - 6,0 %/9 Wochen nach Nieren-OP: 12.9.16 6,3 %

      166 groß, 64 kg seit 09/14
    • Vor allem wenn man sonst allgemein sparsam mit dem Salz war, kann das schon sein.
      Auch das Kalium/Natrium-Verhältnis muss stimmen.
      Wie das genau beim Menschen sein muss, weiß ich nicht, doch ich weiß es aus der Katzenernährung. 8)
      DM2 festgestellt 14.3.14, Metformin 1000 2x tgl.,
      HbA1: 14.3.14 - 12,3 % / 27.3.14 - 11,5 % / 9.7.14 - 6,8 % / 15.1.15 - 6,9 % / 16.7.15 - 6,0 %/9 Wochen nach Nieren-OP: 12.9.16 6,3 %

      166 groß, 64 kg seit 09/14
    • Zur Kochsalzzufuhr habe ich noch folgendes gefunden: klick mich

      Und ich habe auch jahrelang geglaubt, dass Kochsalz nur in minimalen Mengen gesund ist :( .

      Gestern habe ich nicht in jedem Glas Wasser Salz aufgelöst, aber doch in einigen, und der Durst war im Tagesverlauf eher normal. Nach dem Sport allerdings hatte ich leichte Kopfschmerzen - im Studio hatte ich reichlich 1 l Wasser getrunken. Nach 2 Gläsern Wasser zu Hause mit je einer Prise Salz ging es mir besser :) .

      Was ich allerdings im Gegensatz zu meiner Kindheit heute ganz und gar widerlich finde: Salz direkt vom Finger lecken. Habe ich als Kind oft bei meiner Oma gemacht, der Salznapf stand immer offen in der Küche.

      LG

      Nora