Trotz Kaloriendefizit Übergewicht und Fettleber

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    • Trotz Kaloriendefizit Übergewicht und Fettleber

      Ich habe eine Frage hier im Forum, die trotz Lesen von einschlägiger Literatur nicht vollkommen zu lösen ist. Mein Übergewichtsproblem begann eigentlich erst in der Schwangerschaft, davor war ich bei ca. 50kg und 1,56m Größe immer im normalen Bereich unterwegs. Leider wie so oft, wurde mir nach den Geburten und mehreren Kilos zuviel zwar eine Fettleber diagnostiziert, aber keinerlei Hinweis, dass das zu behandeln sei. Nun bin ich aufgrund des Übergewichtes schon seit Jahren eher unterkalorisch (1220-1400 kcal) unterwegs, daher die Frage, warum hat sich die Fettleber (aktuell wieder über eine Ernährungsmedizinerin bestätigt) nicht zurückgebildet. Auch mein Übergewicht ist immer weiter nach oben geklettert. Wie greift die Leber in diesem Stoffwechsel ein? Sehr seltsam ist auch, dass mein Stoffwechsel trotz LowCarb-Ernährung voll auf Kohlenhydratverbrennung läuft (durch Atemgas- und Biamessung gemessen). Im Prinzip geht die Ärztin und die Ernährungsberatung davon aus, dass die Leber die Glukoneogenese aus allem zusätzlichen Eiweiß und den wenigen Kohlenhydraten betreibt, was auch einer effektiven Abnahme im Wege steht. Wie kann man die Leber (neben dem intermittierenden Fasten) dazu anregen, die Glukoneogenese nicht so sehr zu befeuern?
    • Ach so, nein den Nüchtern-Insulin-Spiegel kenne ich nicht. Die Ärztin hielt das auch voerst nicht für nötig. Erst, wenn das intermittierende Fasten nicht greifen sollte, vermute ich wird das noch getestet. Blutzuckerwerte hatte ich selbst mit einem Gerät zu Hause gemessen. Daher fiel mir schon der erhöhte Nüchternblutzucker auf.
    • ja, habe ich gelesen. Die Ernährungsberaterin sagte zu mir aber, ich soll auf jeden Fall mindestens meinen Grundumsatz essen. Weniger würde mir den Stoffwechsel schädigen. Der läuft bei mir sogar noch recht gut. Im Moment wird die Fettleber mit dem intermittierenden Fasten ( jeden 2 Tag lasse ich das Abendessen ausfallen) behandelt, in Abstimmung mit einer Ernährungsmedizinerin. Sollte dies bei mir nicht greifen, wollen sie auch die Hepafast-Kur mit mir machen. Aber zur Zeit gibt das Gewicht ja schon nach. Mein Problem ist ja zur Zeit, dass die Leber alles zu Zucker umbaut. Damit komme ich nicht in die Fettverbrennungsphase. Meine Ernährungsberaterin hat große Augen gemacht, als sie Ergebnisse der Stoffwechseltest bei mir gesehen hat. Sie sagt, sowas hat sie auch noch selten gesehen. Meine Diät-Erfahrung geht auch im Grunde nur auf Ätkins und dann LowCarbHighFat zurück, niemals unter Kalorienreduktion. Im Gegenteil, ich musste immer darauf achten genug zu essen. Dieser fehlende Hunger und die ständige Müdigkeit wurden von der Ärztin ganz klar der Fettleber zugeordnet. Herr Worm beschreibt ja in diesem Buch auch, die Fehlleitung der Leber bei einer Verfettung.
    • Rund 1900 kcal an Gesamtumsatz und ich sollte mindestens 1500 kcal essen. Meist liege ich aber noch darunter. Und wenn ich stark darunter liege, nehme ich nichts mehr ab, da die Leber in den Notfallmodus geht und aus allem was sie bekommt, Zucker herstellt. Sie baut im Gegenteil noch zusätzlich Eiweiß aus der Muskulatur ab, anstatt an das Fett zu gehen.
    • Deswegen mein Gedanke, mal nach dem Insulinspiegel zu sehen.

      Solange Insulin im Blut Oberhand gegenüber dem Gegenspieler Glukagon hat, kann, so wurde ich informiert, kein Fett aus den Zellen mobilisiert werden.

      Achtung. Ich bin keine Ärztin, das ist alles angelesenes Laienwissen.
    • Turtle70 schrieb:

      Nüchtern Blutzucker war immer etwas erhöht, über 100 ng/ml (richtige Einheit?). Langzeitzucker aber laut Ernährungsmedizinerin im absolut gesunden Bereich bei 5,3. Insulinresistenz ist hier schon ein Thema.

      Melrettich schrieb:

      Hallo Turtle, du bis einfach nicht unterkalorisch genug unterwegs um die Leber zum Abbau der Fettdepots zu animieren.
      Beim Leberfasten mit Hepafast gibt es 800-1000 kcal.
      Die old School Hafertage sind liegen sogar lediglich bei 650 kcal.
      Hast Du Menschenstopfleber gelesen?
      So habe ich auch angefangen. Gute HBA1C-Werte und minimal erhöhte Nüchternwerte. Das war vor 3 Jahren.

      Auch ich habe erhöhte Gluconeogenese, jedoch nur eine geringe Leberverfettung. Ich bin genetisch auf Typ 2 typisiert. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass hier Melrettich absolut recht hat. Mit etwas IF wirst du deine Fettleber nicht in den Griff bekommen, wenn schon eine Insulinresistenz besteht. Und das wird auf jeden Fall bei dir der Fall sein. Da bleibt nur konsequentes Leberfasten. Auch ich schaffe es nicht, so zu essen, dass ich meine IR in den Griff bekomme. In meinem Fall ist es so oder so fraglich, ob sich die Mühe lohnen würde im Hinblick auf Verbesserung. Aber dem Verlauf hinauszögern könnte ich meinen Typ 2 auf jeden Fall, denke ich. Leider bin ich eine unverbesserliche Fressmaschine. Ich weiss das, trotzdem würde ich nie aufgeben.


      Hba1c Feb. 15 = 5,2 / Aug. 15 = 5,9 /Okt. 15 = 5,4

      LOGI-Diabetes-Abnehmen
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      Ich verliere ab und zu Gewicht - aber es findet mich immer wieder seltener
    • ich halte mich im Moment mal an die Ratschläge der Ernährungsmedizinerin und warte den nächsten Termin ab. Im Moment tut mir das IF sehr gut und fällt mir auch ziemlich leicht. Ein Kontrollproblem habe ich bei Essen eher nicht, eher einen Kontrollzwang. Da muss ich mich ab und zu bremsen nicht zu streng mit mir zu sein. Sollte es wirklich nicht klappen, würde ich die 14-tägige Fastenkur machen, aber zunächst versuche ich das ganze mal auf die "einfache" Weise zu erreichen.
    • Zunächst steht die Zusammenarbeit mit dem Ernährungsteam für mich im Vordergrund. Sonst hätte ich es ja gar nicht erst anfangen müssen. Diese Praxis therapiert nach dem System von Dr. Worm. Ich gehe jetzt mit Sicherheit nicht direkt hin und bezweifele die Aussage der Ärztin. Da ich seit Jahren das Gewicht nicht in den Griff bekomme, ist auch die Tatsache dass ich abnehme ein Hinweis für mich, dass es sich in die richtige Richtung bewegt. Nächster Termin ist am 11.05. Bis dahin warte ich trotz allem noch ab und fange nicht an, mich ohne Absprache selbst zu therapieren.
    • ivy schrieb:

      wehe wenn ich sowas getippt haette
      tja @ivy manche sind halt gleicher.

      ivy schrieb:

      Turtle, wieviel Vertrauen hast Du zu diesem "Ernaehrungsteam" - was ist das eigentlich?
      was haben die bisher an Erfolgen aufzuweisen? bei Dir?
      das geht mir seit dem ersten Lesen im Kopf herum, doch es ist halt so, jeder muss nach seiner Fasson selig werden. 8)
      Hauptsache, es geht nicht schief.
      DM2 festgestellt 14.3.14, Metformin 1000 2x tgl.,
      HbA1: 14.3.14 - 12,3 % / 27.3.14 - 11,5 % / 9.7.14 - 6,8 % / 15.1.15 - 6,9 % / 16.7.15 - 6,0 %/9 Wochen nach Nieren-OP: 12.9.16 6,3 %

      166 groß, 64 kg seit 09/14