Sanofi, die Diabeteswerte und die DAK

    • Warum verlinkst du uns den üblen Artikel mit solchen "Diabetesspezialisten" wie Sawicki und Uebel? Es ist vollkommen verständlich, dass sich kein Diabetologe an der Verurteilung von Sanofi für diese Aktion beteiligt hat.

      Natürlich ist das für Sanofi auch eine Werbeaktion, aber muss sie allein deshalb gleich schlecht sein? Gehörst vielleicht auch zu denjenigen, die Dr. Worm vorwerfen, dass er mit seinen Büchern nur Geld verdienen will? Ich denke eher, dass wir dankbar sein sollten, dass er uns seine Erkenntnisse auf diese Weise mitteilt. Sanofi muss man ja für seine Werbeaktion nicht gleich dankbar sein, aber zu verurteilen braucht man sie deswegen noch lange nicht.

      Die über 70-jährigen sind übrigens nicht die Zielgruppe der Aktion, der größte Teil der Argumente läuft deshalb voll ins Leere. Und dann noch der schöne Satz: "Wichtig zu wissen: Auch bei Gesunden steigt der Wert im Alter leicht an." Damit soll der Eindruck erweckt wird, als würde das HbA1c im Alter bei Stoffwechselgesunden über 7 ansteigen können, was natürlich Blödsinn ist.

      Der Artikel ist nichts weiter als übler Sensationsjournalismus, der hier im Diabetesteil des LOGI-Forums fehl am Platz ist. Ich kann nur jeden auffordern zu versuchen, mindestens den Zielkorridor für das HbA1c von 6,5 ... 7,5% zu erreichen. Die angeführten Studien gegen niedrigere BZ-Werte haben, wenn man sie richtig interpretiert, nur gezeigt, dass eine starke Senkung allein mit Medikamenten nicht gut ist. Im Mittelpunkt sollte eine geeignete Ernährung - Logi ist für Diabetiker sehr gut geeignet - und regelmäßige Bewegung stehen. Die Medikamente kommen erst danach in dem Maß dazu, wie sie für eine weitere BZ-Normalisierung benötigt werden.
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 - ohne Medis

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rainer ()

    • Ich finde es grundsätzlich richtig, sich mit Infos jeder Art zu beschäftigen. Da ja bekannt ist, dass man unsere Cholesterinwerte auch gern weiter drückt, um mehr Menschen an die Tablettenabhängigkeit zu bekommen, war ich erstaunt, dass das im Diabetessektor auch versucht wird.
      Mir war das neu und auf mehr war mein Interesse gar nicht gerichtet.
      Ich selbst bin zum Glück auch nicht betroffen, trotzdem fand ich es wichtig zu erfahren und mit zu teilen.
      Wie hoch oder tief der persönliche Wert letztlich liegen soll, muss jeder mit seinem Arzt herausfinden.
    • Was ist so schlimm an dem Artikel? Außer der Aussage des HbA1c von 9%, finde ich den gar nicht so verkehrt geschrieben. Mittlerweile weiß man, dass diese pauschale Aussage: Je niedriger, desto besser nicht unbedingt gut ist. Ich hänge mal ein Chart an, dass ich sehr gerne benutze um zu erklären, warum man sich nicht nur auf einen Wert fixieren sollte. Das steht auch schön in dem Artikel: Keine Laborwerte behandeln sondern Menschen.

      Es ist in der Tat nicht mehr so, dass nur auf die Werte und das Alter geschaut wird, sondern zudem auf die Erkrankungsdauer, Hypo-Risiko, Komorbidität und vorliegende vaskuläre Probleme.
      Im EKG kann man "schön" sehen, wie Hypos das Herz beeinflussen, daher macht es keinen Sinn den BZ zu streng einzustellen wenn dafür die Gefahr des Unterzuckers erhöht ist!
      Ist es so, dass ohne große Variabilität des BZ ein niedriges HbA1c erreicht werden kann, wird sicher niemand aufgehalten das zu tun. Es ist wirklich manchmal besser ein HbA1c zwischen 6,5-7% zu haben als mit Gewalt eine niedrigeres anstreben zu wollen. Immer den Menschen und seine "Bedingungen" ansehen und nicht Zahlen.

      Werde das Bild bald wieder rausnehmen, weil ich zwar weiss von wem es ist, ich es nutzen darf, aber es soll nur zur Erklärung dienen, da das hier ja sicher keine Debatte über das HbA1c geben wird.
      Be the change you want to see in the world!
      Mahatma Gandhi

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