Diabetes und IR ein Problem des Fettstoffwechsels?

    • Diabetes und IR ein Problem des Fettstoffwechsels?

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      Ich bin eben über diesen Artikel gestolpert und würde gerne mal eure Meinungen dazu hören.

      Klar, abnehmen und Bewegung ist immer der Idealfall. Aber das kann und will halt nicht jeder. Aber diese Aussage bzgl. der Ursache fand ich interessant.

      aesirsports.de/2017/07/haben-t…mit-dem-fettstoffwechsel/
      Liebe Grüße, Maren :100:

      Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat darin zu wohnen. (Theresia von Avila)

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      Hallo Maren,

      warum interessierst du dich für diese These. Könnte sie, falls sie stimmen würde, eine andere Behandlung sinnvoller machen?

      Ich denke nicht, dass an den Überlegungen viel dran ist. Die Beobachtung der Unterschiede im Respirationsquotienten lassen sich sehr gut anders erklären und passen dann mit dem zusammen, was allgemein als Grundlage bekannt ist:
      - Die Anwsenheit von Glukose und Insulin im Blut bremst den Fettstoffwechsel. Das liegt daran, dass es für den Körper effektiver ist, zunächst die ankommende Glukose vollständig zu verarbeiten, um den aufwändigen Prozess zur Umwandlung und Speicherung als Fett nach Möglichzu vemeiden.
      - Wenn die Glukose auf Grund der IR nicht schnell genug verarbeitet werden kann, wird der Fettstoffwechsel bei insulinresistenten Menschen stärker ausgebremst als bei nicht insulinresistenten, womit sich der Unterschied erklärt.

      Diese Erklärung passt auch viel besser zu dem, was wir bei LOGIscher und noch ausgeprägter bei LCHF-Ernährung beobachten können. Bei Reduzierung der KH zeigen sich keinerlei Probleme mit dem Fettstoffwechsel. Der Körper kann auch bei Leuten mit IR seine Energie ohne die geringsten Probleme über den Fettstoffwechsel bereitstellen. Mit einfacher Verringerung der KH-Menge und der damit verbundenen Menge an Glukose und Insulin im Blut kann der Fettstoffwechsel wieder angekurbelt werden.

      Beste Grüße, Rainer
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 - ohne Medis
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      Traditionell wird der Typ2 immer als zu wenig Verbrauchs-Krankheit dargestellt: Der Organismus verbraucht zu wenig Glukose, und deswegen bleibt davon immer mehr im Blut. Auch deswegen, weil das Insulin im Organismus nicht mehr richtig wirken kann, obwohl immer mehr davon in Umlauf ist. Den verlinkten Beitrag sehe ich in dieser Tradition.

      ABER mit der Leberentfettung haben wir gelernt, dass nicht die Glukose das Problem macht, die der Organismus nicht abnimmt, also nicht der zuwenige Verbrauch, sondern die zuviele Ausgabe, also die Glukose, die die Leber immer noch weiter zusätzlich zu der nicht abgenommenen rausschiebt, fehlgesteuert infolge der Verfettung. Mit der Entfettung gibt die Leber ganz artig immer nur noch so viel Glukose raus, wie der Organismus aus Blutkreislauf entnimmt.

      Und zum Insulin haben wir mit der Leberentfettung gelernt, dass dazu auch die Pankreasentfettung gehört und dass damit dann auch wieder sehr viel weniger und immer genau so viel Insulin ausgegeben wird, dass alle Zellen des Organismus bei gesundem BZ immer genau so viel Glukose aufnehmen können, wie sie jeweils gerade brauchen :)
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
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      flexicarber schrieb:

      Auf Aesirsports gibt es eine ganze Reihe interessanter Beiträge dazu. Zum Thema IR ist auch dieser hier recht lesenswert:
      aesirsports.de/2014/11/insulin…teht-und-dahinter-steckt/
      Der Artikel gibt eine gute und, soweit ich es beurteilen kann, auch eine korrekte Erklärung der biochemischen Vorgänge. Die Schlussfolgerungen, die daraus getroffen werden, sind allerdings hahnebüchend. Wer willl, kann den Artikel ja bis zum Ende lesen, aber bitte dabei den gesunden Menschenverstand und die bestehenden Erfahrungen nicht abschalten. Hier wird uns wieder das altbekannte Märchen von "metabolischer Inflexibilität" und die Behauptung, dass aus physiologischer IR auch zwangsläufig eine pathologische IR entsehen muss, in einer gut aufgemachten Verpackung präsentiert.

      @Maren,
      die hahnebüchenden Schlussfolgerungen in diesem Artikel bestärken mich in meiner Beurteilung des von dir verlinkten Artikels - es kann nicht viel dahinter stecken.
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 - ohne Medis

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