Aktuelle Studien, Berichte u. Meinungen zu LOGI & LC

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    • Maren64 schrieb:

      Danke. Und das bei fast identischer KH Aufnahme und ohne Fasten. Bemerkenswert ...
      Wobei, ich gerade mal gerechnet habe, 30% - das wären bei mir locker 3 g/kg. Das auf Dauer? Für mich kein Problem - aber was wäre mit Personen mit Vorschädigung oder ähnlichem? Für die dann eher nicht empfehlenswert, oder?
      Liebe Grüße, Maren :100:

      Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat darin zu wohnen. (Theresia von Avila)

    • Maren64 schrieb:

      aber was wäre mit Personen mit Vorschädigung oder ähnlichem?
      Müsste/sollte sicher noch intensiver als mit 37 Personen untersucht werden, doch erst mal:
      Negative Effekte auf die Nierenfunktion oder den Zuckerstoffwechsel beobachteten wir nicht",
      Quelle: siehe Link

      Wobei ich nicht gefunden habe, über welchen Zeitraum die Studie ging.
      Wiederum, wenn Fettleber gebessert und Insulinresistenz gebessert, ist Diabetes besser händelbar.

      Nun suchen wir jemanden, der eine längere und größere Studie bezahlt, oder? :whistling:
      DM2 festgestellt 14.3.14, Metformin 1000 2x tgl.,
      HbA1: 14.3.14 - 12,3 % / 27.3.14 - 11,5 % / 9.7.14 - 6,8 % / 15.1.15 - 6,9 % / 16.7.15 - 6,0 %/9 Wochen nach Nieren-OP: 12.9.16 6,3 %

      166 groß, 64 kg seit 09/14
    • Studien liefern Daten, und zwar auf der Grundlage von vergleichsweise wenigen (selbst mit zehntausend TeilnehmerInnen) Beispielen für vergleichsweise mehr oder weniger aber in jedem Falle außerordentlich rigides Alltagsverhalten über eine mehr oder weniger lange Zeit.
      Zudem kann immer nur allenfalls marginal berücksichtigt werden, wie verschieden die TeilnehmerInnen an solchen Studien sind.

      Jede teilnehmende Person kostet Arbeits- und Verwaltungsaufwand. Und solche Personen wollen erst einmal gefunden werden, denn sie müssen sich ja für die Dauer der Studie in ihrem Alltagsverhalten auf den Vorgaberahmen der Studie einschränken, also praktisch die Studienmenge an teuer konstruierten Einzelfällen darstellen.

      Dabei gibt es z.B. an essensmäßigem Verhalten in aller Welt nichts, was es nicht längst gibt, und bei aller Verschiedenheit einigermaßen zuverlässig immer vielhundert- bis vieltausendfach recht ähnlich.
      Und Big Data wie Google hat längst die Algorithmen zum Sammeln und Auswerten und gezielten Aufbereiten von Daten, die uns sowohl beim Erforschen wie auch beim alltäglichen Umgehen mit unserem Diabetes sehr gezielt helfen könnten - wenn wir mit Diabetes so etwas wie einen Google-Companion-Diabetes fortlaufend mit unseren Alltagsdaten füttern würden.

      Wer dann eine bestimmte Konstellation von Voraussetzungen untersuchen wollte, brauchte nur den entsprechenden Filter zu setzen und könnte sich aus Millionen von aktuellen Diabetes-Leben in Sekundenbruchteilen das/die entsprechende/n Ergebnis/se anzeigen lassen. Und zwar nicht aus irgend einer rigide konstruierten und zeitlich begrenzten Studienwelt, sondern aus dem gelebten Alltags-Zusammenhang.
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • BorderSunny schrieb:

      Reini74 schrieb:

      heilpraxisnet.de/naturheilprax…ebensdauer-20160930204361

      "High Carb und Low Protein verlängern das Leben"....zumindest von Mäusen ;)
      Hier mal etwas von Dr. Strunz zu dem Thema strunz.com/de/news/ein-tausendsassa.html
      Ich fand Strunz früher völlig doof, dann fand er zu LC und dann fand ich ihn so mittel.

      Aber diesen Artikel jetzt: Nee! Der ist genauer betrachtet auch nicht seriöser:

      Er schreibt selbst, dass es bislang nur den Abstract cell.com/action/showMethods?pii=S1550-4131(16)30445-4
      gibt und bezieht sich allein darauf:

      Er zeigt auf, dass auch
      • beim Fasten
      • beim Überfressen (overfeeding)
      • bei ketogener Diät
      • bei kohlenhydratlastigen Diäten
      FGF21 erhöht ist und schließt dann daraus, dass die ketogene Diät genauso hätte empfohlen werden können/sollen.
      Dabei unterschlägt er aber, dass bereits oben in der Zusammenfassung und auch unten im Text ganz klar steht, dass die Kombination aus low protein und high carb die stärkste Erhöhung ausmacht.
      (Man muss sich das mal vorstellen, wie er ausgerastet wäre, wäre es umgekehrt gewesen und die Journaille hätte das so gleichgesetzt wir er jetzt, oh...!)

      Und was mich jetzt besonders wundert:
      Er schreibt:
      "Ausdrücklich auch erhöht ist sowohl bei der Insulinresistenz (also bei übergewichtigen Diabetikern) wie auch bei erhöhter Insulinsensivität (also beim Gegenteil)."

      Das wäre wirklich ein gutes Gegenargument aber: das steht nirgends im Abstract! Woher hat er das??


      (Übrigens auch die Studie, dass FGF21 bei Mäusen die Knochen schädigt, ist nicht gerade überzeugend. Dort ging es um das Entwickeln eines Medikaments und wahrscheinlich in hohen Dosen zugeführtes FGF21, nicht vom Körper selbst in natürlichen Dosen hergestelltes...)




      Nach langem langem Suchen habe ich aber jetzt doch noch etwas Fundiertes gefunden! :D Ein Glück, denn Strunz allein hätte mich jetzt ganz schön in der Bredouille gelassen...

      blog.paleosophie.de/2016/10/30…te-das-leben-verlaengern/


      Juchuuuu! :)

      Fazit: FGF21 ist eine Reaktion auf mitochondrialen Stress. Und wann ist er am höchsten? Bei high carb mit low protein! Tada!
      Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit. (Voltaire)
    • Apropos neue Erfahrungen:

      Mache grad wieder einmal einen neuen Selbstversuch: Vier Stücke Obst am Tag, ne Scheibe Vollkornbrot, gar ne Kartoffel, … und das alles im selben Insulin-Budget und im selben BZ-Bereich, wie die letzten 3 Jahre mit LCHF)* - nur die 2. Woche inhaltsmäßig praktisch umgedreht, also eher HCLF.
      Ja, ich habe Dr. Barnard’s Buch zum Zurückdrehen vom Typ2 gelesen, aber was da zur Erklärung des Phänomens steht, hab ich sehr ähnlich auch schon zu LCHF gelesen und auch zur Erklärung von der bemerkenswerten Wirksamkeit von bariatrischen OPs und deren unblutigem VLCD/Leberfasten-Nachbau.

      )*Und weniger als die Hälfte von dem all die Jahre davor mit LOGI - wobei das ja sooo einfach auch vielleicht nicht zutrifft, weil ich all die Jahre einen 25% schweren Jürgen gefüttert hatte.
      Damit sind wir auch schon mitten im Kern der Herausforderung aller solcher Beurteilungen und vor allem ja auch Studien: Einzelfälle, die wir in der Beobachtung und Deutung auf einzelne Parameter reduzieren, von denen wir annehmen, dass sie für das Phänomen, das wir gerade untersuchen/beurteilen wollen, am wichtigsten sind. Alle anderen Parameter, die in vielen Lebensalltagen vielleicht auch zu genau dem Phänomen führen, bleiben mehr oder weniger unerkannt. Ebenso wie die Vielfalt an Lebensalltag überhaupt und was darin mehrheitlich gesund und normal ist und welche Kombinationen eher häufiger mit auffälligen Beobachtungen/Ergebnissen zusammentreffen.

      Big Data halte ich für das geborene Mittel zum Sammeln und Auswerten und Aufbereiten möglichst vieler solcher Alltagsdaten, die sich daraus eben im alltäglichen Lebenszusammenhang unter jedem Aspekt viel und aussagekräftiger untersuchen lassen, als die heute gewissermaßen unter isolierten Laborbedingungen gewonnenen Einzeldaten, s. auch hier im Fred #2.163 und dann xbird
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    • @ Reini

      Bei der Studie aus Harvard haben nicht Menschen gesättigte Fettsäuren durch ungesättigte oder Kohlenhydrate im richtigen Leben ausgetauscht, sondern der Austausch fand in einem Rechenmodell im Computer statt!!! Völlig irre, diese Epidemiologen – die tun so, als ob man einzelne Nährstoffe im richtigen Leben 1:1 austauschen könne. Ich glaube, die meisten Menschen essen - so wie ich auch - Nahrungsmittel und nicht Nährstoffe und dort sind Hunderte andere Substanzen in der Matrix enthalten, die mögliche negative Einflüsse aus einem Nährstoff durch gegenläufige Reaktionen kompensieren können. Wenn man die Ergebnisse aus der Harvard-Studie erst nehmen wollte, müsste man sofort den Konsum von Milch und Milchprodukten einstellen, denn das Milchfett enthält am meisten von den verdächtigten Fettsäuren. Blöderweise ist ein hoher Verzehr von Milch und Milchprodukten eher mit einem gesenkten Risiko für Herz- und Hirninfarkt versehen.

      Die Schlussfolgerung Margarine zu essen ist vor dem Hintergrund interessant, als 4 der 8 Autoren von Uniliver (Margarinehersteller Nr.1) bezahlt oder angestellt sind, wie man den "Conflicts of Interest" entnehmen kann. Und der oben verlinkte Artikel stammt von der Agentur Edelman, die weltweit PR für Unilever im Margarinebereich tätigen!

      :rtfm:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nicolai Worm ()

    • @ Tanja,

      das ist ja "nur" Grundlagenforschung. Daruaus kann man noch gar keine Schlüsse für die Praxis ziehen. Interessant wird es für Menschen, wenn daraus ein essbares Ernährungskonzept gemacht wird, das sich in einer randomisiert-kontrollierten Studie mit dem Endpunkt Krebs bzw. Krebssterblichkeit statistisch signifikant von der üblichen "Normal-Ernährung" unterscheidet. Davon sind die Forscher nun noch Hunderte Meilen entfernt.
      :)
    • Nicolai Worm schrieb:

      Interessant wird es für Menschen, wenn daraus ein essbares Ernährungskonzept gemacht wird, das sich in einer randomisiert-kontrollierten Studie mit dem Endpunkt Krebs bzw. Krebssterblichkeit statistisch signifikant von der üblichen "Normal-Ernährung" unterscheidet. Davon sind die Forscher nun noch Hunderte Meilen entfernt.
      So eine Studie ist praktisch undenkbar und zudem nicht wirklich notwendig. Denn schon mit einem nur leicht erweiterten xbird-Konzept (Startup, Techniker Krankenkasse) lassen sich alle notwendigen Daten innerhalb weniger Jahre aus dem realen alltäglichen Leben von Millionen Menschen zu sehr viel zutreffenderen Erkenntnissen aufbereiten, als alle noch so tollen Studien zusammen bisher geliefert haben.
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.