LOGI, Flexicarb und Leberfasten - Das Ernährungsforum von Nicolai Worm

Normale Version: Gesüßte Getränke und Übergewicht
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Heute erschienen:

American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 84, No. 2, 274-288, August 2006

Intake of sugar-sweetened beverages and weight gain: a systematic review

Vasanti S Malik, Matthias B Schulze and Frank B Hu

From the Department of Nutrition, Harvard School of Public Health, Boston, MA (VSM and FBH); the Department of Epidemiology, German Institute of Human Nutrition Potsdam-Rehbruecke, Nuthetal, Germany (MBS); and the Channing Laboratory, Department of Medicine, Brigham and Women's Hospital and Harvard Medical School, Boston, MA (FBH)

Consumption of sugar-sweetened beverages (SSBs), particularly carbonated soft drinks, may be a key contributor to the epidemic of overweight and obesity, by virtue of these beverages' high added sugar content, low satiety, and incomplete compensation for total energy. Whether an association exists between SSB intake and weight gain is unclear. We searched English-language MEDLINE publications from 1966 through May 2005 for cross-sectional, prospective cohort, and experimental studies of the relation between SSBs and the risk of weight gain (ie, overweight, obesity, or both). Thirty publications (15 cross-sectional, 10 prospective, and 5 experimental) were selected on the basis of relevance and quality of design and methods. Findings from large cross-sectional studies, in conjunction with those from well-powered prospective cohort studies with long periods of follow-up, show a positive association between greater intakes of SSBs and weight gain and obesity in both children and adults. Findings from short-term feeding trials in adults also support an induction of positive energy balance and weight gain by intake of sugar-sweetened sodas, but these trials are few. A school-based intervention found significantly less soft-drink consumption and prevalence of obese and overweight children in the intervention group than in control subjects after 12 mo, and a recent 25-week randomized controlled trial in adolescents found further evidence linking SSB intake to body weight. The weight of epidemiologic and experimental evidence indicates that a greater consumption of SSBs is associated with weight gain and obesity. Although more research is needed, sufficient evidence exists for public health strategies to discourage consumption of sugary drinks as part of a healthy lifestyle.

Übersetzung von Marlyse. Danke!

Der Genuss von zuckergesüßten Getränken, insbesondere Limonaden, könnte eine Schlüsselfunktion haben bei der epidemischen Ausbreitung von Übergewicht und Fettsucht, aufgrund des hohen Gehaltes an Zucker bei diesen Getränken, einerseits ein niedriges Sättigungspotential besitzen andererseits aber nur unzureichenden in Bezug auf Gesamtenergieversorgung kompensiert werden. Es ist unklar, ob ein Zusammenhang zwischen Genuss von zuckergesüßten Getränken und Gewichtszunahme besteht.
Wir haben die MEDLINE Publikationen von 1966 bis Mai 2005 studiert in Hinsicht auf Querschnittsstudien, Längsschnittbeobachtungsstudien und experimentelle Studien über den Zusammenhang zwischen dem Genuss von zuckerhaltigen Getränken und dem Risiko von Gewichtszunahme (d.h. Obergewicht, Adipositas oder beides).

30 Publikationen wurden selektiert aufgrund ihrer Relevanz und der Qualität hinsichtlich Aufbau und Methoden. Die Ergebnisse von größeren Querschnittsstudien, in Verbindung mit den Ergebnissen aus Längsschnittbeobachtungsstudien zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Genuss von zuckergesüßten Getränken und Gewichtszunahme und Obesitas, sowohl bei Kindern als bei Erwachsenen.

Die Ergebnisse aus kurzzeitigen Tests bei Erwachsenen deuten auch auf einen Einfluss auf die positive Energiebilanz und Gewichtszunahme durch Aufnahme von zuckergesüßten Limonaden, aber es sind wenige Tests vorhanden.

Eine Interventionsstudie über 12 Monate Dauer an Schulen hat erwiesen, dass deutlich weniger obese und schwergewichtige Kinder in der Testgruppe mit weniger Soft Drinks als in der Kontrollgruppe zu finden waren, und eine kürzlich veröffentlichte Studie über 25 Wochen nach dem Zufallsprinzip hat bei Heranwachsenden weitere Beweise gefunden, die den Verbrauch von zuckergesüßten Getränken mit Körpergewicht in Verbindung bringen.

Das Gewicht der epidemiologischen sowie experimentellen Beweise weist darauf hin, dass mehr Verzehr von zuckergesüßten Getränken mit Obesitas und Gewichstzunahme in Zusammenhang steht. Obwohl noch mehr Untersuchungen notwendig sind, sind genug Beweise vorhanden, um eine Stragegie im Gesundheitswesen zu befürworten, die den Verzicht auf zuckergesüßte Getränke als Teil einer gesunden Lebensweise fördert.