An die Insuliner unter uns

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    • Katti schrieb:

      3 Kg Zunahme nach Insulinstart ist leider normal.

      Ja leider :(

      Finde aber Dein Gewicht ok und das Insulin-Verhältnis auch, das DAWN ist natürlich nicht schön.

      Weiß nicht, wieviel Zeit Du so hast, vielleicht kannst Du neben der Ausdauer noch ein bisschen Krafttraining einbauen. Konkret YOGA (Hanteln machen mir keinen Spaß). Kannst Du auch irgendwann gut zuhause machen. Das hat bei mir nicht direkt eine Gewichtsabnahme gebracht, aber der Speck auf dem Bauch hat sich dann eindeutig da hinbewegt wo es besser ausieht und ich noch genug Platz habe... die Arme sehen jetzt auch gut aus und mehr Muskelmasse braucht eben auch mehr Energie.
      Gruß
      K.
      Viele Grüße

      Kakaomandel
    • Gut. Wenn du unsicher bist, Wecker um 2:00 stellen. Solange er über 80 ist, bist auf der sicheren Seite. 2er Schritte oder 4er höher würde ich die Schritten nicht machen.

      Sonst gehts mir wieder und ich habs jetzt an Karneval aiuch geschafft (moderat 8) ) Alkohol zu trinken ohne in irgendeine Richtung abzuschmieren, basal ein bisschen weniger gespritzt und das Brötchen zur Bratwurst gegessen.
      Sehr schön! :)

      Klingt doch gut, was du machst!
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • @Katti:herz:
      Dann kann ich ja gleich beruhigt zum Veedelszoch gehen, das geht sogar LOGIsch!
      Im letzten Jahr gabs ,in Metzgertüten verpackt , auch Blutwurst mit Senf. Geworfen.Vom Wagen der Metzgerinnung. Und Riesenmöhren. Von den Grünen.:walklike:
      okay an 2/3, 1/3 muss man noch arbeiten...
    • Moin Mel,

      wir Typ2-Insuliner haben ein besonderes Mast-Potenzial dadurch, dass unsere restlichen Beta-Zellen immer dann, wenn sie unter Druck geraten, einen hohen Anteil an intaktem Proinsulin ausgeben (in Kattis Buch S 187). Das hat zwar nur den zehnten Teil der Senkwirkung von ordentlich in C-Peptid und Insulin getrenntem, fällt also BZ-mäßig praktisch kaum auf, sorgt aber eifrig für Pipeline-Verkalkung und Gewichtszunahme.

      Dagegen hilft wirksam nur, wenn wir unsere restlichen Betas so viele von 24 Stunden wie möglich entlasten und unseren BZ deutlich unter 100mg/dl halten.
      Weil mit dem BZ meistens auch die fehlgesteuert zu hohe Glukose-Ausgabe der Leber zurück geht, könntest Du wahrscheinlich bei gleichbleibender BE-Menge mit deutlich weniger Insulin auskommen.

      Und Levemir bildet mit seinem Verlauf einen ausgeprägten Wirkhügel. Je mehr von der Kuppe Du davon auf Deinen Morgenanstieg gelegt kriegst, also Spritzen mit dem Zubettgehen, desto weniger Dosiserhöhung könnte notwendig werden, zumal dann der Wirkauslauf passend in Richtung Mittag fallen würde, wo die meisten von uns ihren geringsten Tagesbedarf an Insulin haben.

      Munteres Ausprobieren, Jürgen
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Lieber Jürgen, danke für Deine Antwort. was wäre denn Deine praktische Konsequenz um den BZ weiter abzusenken, wenn nicht das Basalinsulin zu erhöhen?
      Das Wirkmaximum von Levemir ist doch ca sechs Stunden nach Injektion, ich spritze zwischen 22:00 und 23:00 um die DAWN Spitze abzudecken.
      Wo seihst Du denn noch Optimierungspotential?
    • Ahoi

      mein Diadoc würde mich zu einem Nacht-BZ-Profil verdonnern um zu schauen wann der Anstieg beginnt und dann versuchen den sachten Wirkgipfel vom Levemir dorthin zu schieben. Den hohen Nüchtern-BZ könnte man versuchen durch Aufsteh-Insulin (Insulin auf der Bettkante ohne Essen = Morgengupf) zu senken und dann weiß ich noch von Kollegen, welche zusätzlich Metformin nehmen um die morgendliche Zuckerausgabe der Leber zu verhindern bzw. zu verringern.

      Wenn Du auf Eiweiß extrem reagierst würde ich das Abends reduzieren oder mir dafür zeitverzögert Novorapid spritzen oder eventuell Actrapid, weil es ja um einiges länger wirkt. Du wirst auf jeden Fall mal intensiv mit Deinem Diab reden müssen.

      Zu beneiden bist Du ja mit Deinem Insulinmanagement nicht - kann nur besser werden.....na ja, meins macht im Moment auch Party, auch wenn mein hba1c ganz schön darüber hinwegtäuscht.

      Gruß Jella
      Das Chaos sei willkommen,

      denn die Ordnung hat versagt.

      Karl Kraus


      4. Quartal Hba1c 5,7 mit Insulin > na geht doch :-) ... trotzdem Memo an mich: Du hast DM ...... nur so als Warnung
    • Moin Mel,

      um eine wenigstens vorübergehende Erhöhung der Levemir-Dosis entsprechend Kattis Rat wirst Du wohl nicht rum kommen.

      Generell würde ich's an Deiner Stelle grob in 2 Schritten angehen:
      1. Absenken der BZ-Kurve zwischen den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen auf 90-110mg/dl. Das würde ich mir als Ziel für die nächsten 14 Tage setzen.
      2. Absenken der BZ-Kurve zwischen den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen auf 80-100mg/dl mit Tendenz zu meistens 80. Das würde ich mir mit Ziel zum 01.07.2012 in den Planer schreiben.

      Das Spiel wird aber nur zum Teil vom Levemir bestimmt. So sinkt der Morgen-BZ häufig nach und nach, wenn die 1-Stunden-Spitzen nach den Mahlzeiten weniger hoch ansteigen.

      Jella hat Dir vorhin schon ein paar weitere Ideen für den Morgen geliefert. Um vielleicht noch etwas gezielter ansetzen zu können, wäre ne Beschreibung Deines üblichen Alltagsmorgens hilfreich.

      Bisdann, Jürgen
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • @ jella
      Das Nachtprofil habe ich bereits hinter mir, daher das Levemir zwischen 22:00 und 23:00. Metformin nehme ich auch, 1000mg morgens und zum Zubettgehen. Den Morgengupf gibts dann vor und zusätzlich zum Frühstücks -Insulin?
      Addieren sich die beiden Gaben dann nicht wenn, sich die Wirkzeiten überschneiden?
      Und wer ist denn die Schönheit auf Deinem Avatar?
      @Jürgen
      ich stehe gegen 7:00 auf, messe/ spritze, frühstücke 250 g Quark mit Himbeeren und Mandeln (oder einem anderen Obst mit niedriger GL) dusche und arbeite in der Regel bis gegen 11:00/ 11:30 am Schreibtisch. Wenn zeitlich passt schiebe ich nach dem Frühstück 45 min Wii ein und dusche danach.
      Anschliessend fahre ich zum Kunden, meist eine Fahrt von 60-120 min. Dort angekommen esse ich einen Salat und was es an Eiweiss gibt. Wenn die Kantine bescheiden oder die Zeit knapp ist, nehme ich Käse/ Schinken und Gemüse mit und esse das unterwegs. Manchmal ist es aber auch erst möglich erst nach dem ersten Kunden gegen 14:30 zu essen.
      Ob ich Sport gemacht habe oder nicht ändert an meinem BZ vor dem Mittagessen nix, lediglich wie lange mein Frühstück her ist hat einen Einfluss.
      Seltener muss ich erst am Nachmittag los und esse dann mittags zuhause.
      Noch Fragen, Kienzle? 8)
    • Edit:
      ich bin mir bewusst, dass mein BZ NOCH nicht optimal eingestellt ist und bin gespannt auf den nächsten hbA1C. Gleichzeitig finde ichdie Veränderungen der letzten 3 Wochen unter Insulin schon erstaunlich, ich habe unter denselben Dosen basal und Bolus den BZ erheblich senken senken können durch was auch immer, Sport, kaum noch Zwischenmahlzeiten, whatever und bin denke ich auf einem ganz Guten Weg.
    • Moin Mel,

      als ich vor 20 Jahren meine ersten Ess- und Mess-Erfahrungen machte, konnte ich einen jüngeren Typ1-Nachbarn bewundern, der spritzen musste. Der hatte die Vorgabe, bei hohem Nüchternwert morgens vor dem Frühstück seinen BZ erst einmal runter in den Zielbereich zu spritzen, bevor er für das Frühstück spritzen und eine halbe Stunde später schließlich essen durfte.

      Bisdann, Jürgen
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    • @ Jürgen
      Der hatte die Vorgabe, bei hohem Nüchternwert morgens vor dem Frühstück seinen BZ erst einmal runter in den Zielbereich zu spritzen, bevor er für das Frühstück spritzen und eine halbe Stunde später schließlich essen durfte.

      Die Vorgabe damals war den Spritz-Ess-Abstand einzuhalten. Aber i.d.R lauteten die Empfehlungen: Mehr spritzen und warten (je höher der BZ, desto länger der SEA) aber nicht 2-mal spritzen. Das war noch nie Empfehlung zu den Mahlzeiten.

      Vor 20 Jahren gab es noch keine schnellen Analog-Insuline wie das, welches Mel benutzt. ;) Sie versucht ja besser rauszukommen, um eben nicht diesen Aufstand in der Früh machen zu müssen. Wenn man arbeitet und früh anfangen muss ist ein hoher Wert bestimmt nicht auf Dauer ein Grund den Wecker früher zu stellen. Männer, die nachts raus müssen können gerne den "Prostata-Bolus" nehmen, der gut funktioniert aber für Berufstätige die früh anfangen ist das nicht wirklich lebenswert. :S

      @ Jella, der Morgengupf ist doch eher wenn man ohne Frühstück nach dem Aufstehen hoch steigt. Eben nicht Dawn-Phänomen, sodnern erst nach dem Aufstehen. Ist er schon hoch nüchtern ist es doch eine reine Korrektur oder nicht ;)

      Grüße
      Katti
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • Und wirklich relevant ist doch der SEA, wenn ein hoher Anstieg durch KH zu erwarten ist, oder?
      ich habe morgens eine BE mit dem Fruhstück und einem Milchkaffee, mein BZ steigt damit kaum an, ich brauche die 16 BE um runterzukommen, hab ich den Eindruck.
      ich werde heute mal 40 Levemir zur Nacht probieren!
    • @ Katti,

      ich hatte geschrieben, der hatte die Vorgabe. Kein Hinweis darauf, dass das damals vielleicht üblich war, obwohl ich es aus den alten Erzählungen älterer 1er häufiger kenne. Und ich hatte geschrieben, dass er erst ne halbe Stunde nach dem Bolus essen durfte - SEA? Der Mann war übrigens damals Anfang 20, also lange vorm Prostata-Bolus, musste hier um 7 in ner Möbelbude anfangen, für das Insulin-Spiel um kurz vor 5 aufstehen und sich die Frühstücks-Stulle zwischen den Brettern an der Säge reinschieben. Musste er auch nicht jeden Tag machen, sondern immer nur ein paar Tage, wenn der Dok wieder mal seine Einstellung überprüft haben wollte.

      Und hier mal ein bisschen Gupf

      @ Mel
      SEA ist der Vorlauf, den man dem Insulin gibt, wenn seine Wirkung deutlich langsamer als die der verspachtelten KHs einsetzt. So setzt bei mir mit Apidra (Kurzzeitanalog wie Novorapid) morgens zum Frühstück die messbare Wirkung erst 40-50 Minuten nach dem Spritzen ein und läuft dann so langsam an, dass es passt, wenn ich dann esse. Also hab ich da einen SEA von etwa 40-50 Minuten.

      Früher hab ich mir vorher noch einen Gupf geleistet. Irgendwann hab ich dann Gupf und Bolus zusammengefasst und in der Folge entdeckt, dass mir mit nur dem Bolus auf der Bettkante 20-30 Minuten SEA reichen und damit genau die Zeit, die ich für eine erste Morgentoilette und für das Decken des Frühstückstisches und einen ersten Blick in die Zeitung brauche :)

      Munteres Ausprobieren, Jürgen
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    • @Jürgen
      Ist es dann nicht eigentlich ein "Gupf", wenn ich aufstehe-messe-spritze? Das Novorapid ist ja ein kurzwirksames Insulin und setzt schon früher als das Apidra nämlich nach 10-20 Min ein.
      Nach dieser Zeit habe ich mir den Quark zusammengerührt und den Kaffee fertig, sollte also einen optimalen SEA haben, oder? Und ich HABE doch keine schnellanflutenden KH zum Frühstück, dank LOGI.
      ich kapier echt nicht, wie ich das optimieren sollte!
      Erst spritzen als Gupf und später frühstücken und noch mal spritzen? Wozu?
      Um bei 120 zu frühstucken?Das scheint mir NBZ-Kosmetik zu sein.
      Vielleicht versteh ich das auch einfach nicht ?(
    • @ Jürgen
      nein, wir diskutieren nicht wieder... ;)
      1. du hast von 2-mal spritzen geschrieben
      Der hatte die Vorgabe, bei hohem Nüchternwert morgens vor dem Frühstück seinen BZ erst einmal runter in den Zielbereich zu spritzen, bevor er für das Frühstück spritzen und eine halbe Stunde später schließlich essen durfte.

      2. Dein Link bezeichnet als Morgengupf genau das, was ich Jella schrieb.
      Aber Mel versucht ja den Nüchternwert besser hinzubekommen und hat ein Problem mit dem Dawn-Phänomen und nicht mit dem Aufsteh-Phänomen.
      3. Der von mir bezeichnete Prostata-Bolus ist ein Weg morgentliche Nüchternwerte zu beeinflussen. Ich nahm an, dass du mit deinem Beispiel des jungen Mannes Mel dahin gehend beraten wolltest früher zu spritzen. Der hatt nix mit dem Typ-1-er zu tun. Der wird heute sicher eher eine Pumpe nehmen als sich sowas "anzutun"

      Ich denke, den SEA einzusetzen bringt mehr um den postprandialen Wert zu beeinflussen. Mehr Sinn macht es aber zuerst den Nüchternwert gut zu kriegen. Meinst nicht ;)

      Nu sage ich nicht mehr dazu.

      Schönen Abend
      Katti
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • @ Mel
      Schau, dass du deinen BZ nüchtern besser hinkriegst. Du hast noch ordentlich Spielraum mit dem Levemir.

      Ein SEA macht Sinn, wenn du nach dem Frühstück zu weit steigst. Aber wenn du schon hoch reingehst ist ja klar, dass er weiter steigt ;)
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!