An die Insuliner unter uns

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    • Das ist die rationale! Die Erwartung ist, dass mit pumpe das dawn syndrom beherrschbar wird.
      Das ist auch die indikation, aufgrund derer der antrag gestellt werden wird.
      Wenn ich von den ca 250 (plus x)mg/ dl morgens um 6:30 mittags runtergekommen bin, hab ich tagsüber mit Pen kein Problem mehr....
      Mit Pumpe habe ich durch die Möglichkeit die Basalrate anzupassen hoffentlich nicht mehr 10 von 24 Stunden einen BZ über 140 mg/dl!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Melrettich ()

    • Wenn ich mich da nach meinem und Lesegerät und Libre App richte, schlafe ich 12 von 14 Nächten im Unterzucker und 6 von den unterzuckerten untter 40mg/dl, also einfach nur lo. Mit dem Pieks im Lesegerät kontrolliert bei lo in aller Regel wenigstens 60-80 und im zahlenmäßig ausgewiesenen lo auch häufiger gepiekst 120 und mehr. Selbstverständlich immer bei grafisch schön abgebildet längerem waagerechtem Verlauf - nicht nur Richtungspfeil!
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Melrettich schrieb:

      und wieder vergleichen wir Einzelschicksale und Äpfel mit Birnen
      Nein, ich vergleiche nicht Dich mit mir, sondern weise nur auf die mögliche Streubreite/Varianz/Variabilität der Libre-Scans hin, die in meinen Protokollen von plus 40mg/dl bis minus 60mg/dl gegenüber dem Fingerpieks am Libre-Lesegerät variiert.
      Und NEIN, ich verschlafe keine Hypos. Nicht zuletzt, weil die parallel mit der Libre App betriebene Glimp App, die ich regelmäßig mit den gepieksten Werten abgleiche, die bietet nämlich wie jedes normale CGM die Möglichkeit, mit nur plusminus 10mg/dl meinen völlig normalen Nacht-BZ-Verlauf mit seinen ganz normalen Schwankungen darstellt.

      Die Abbott-Hotline hat mir auf entsprechende Vorhaltungen schon mal erklärt, dass Abweichungen um bis zu plusminus 40mg/dl nicht therapierelvant seien. In den gut anderthalb Jahren, die ich das System bisher nutze, habe ich nur 2 oder 3 Sensoren erlebt, die über ihre ganzen 14 Tage relativ konstante Abweichungen in nur eine Richtung hatten und um 10-30mg/dl weniger anzeigten, als der Pieks. Die übrigen sind bei mir bisher meistens mit 20-40mg/dl mehr als der Pieks einen Tag nach dem Setzen gestartet hatten meistens ab 2. Tag für 1-2 Tage brauchbare Übereinstimmung, und haben dann halt mehr oder weniger schnell zunehmend weniger als der Pieks angezeigt, die letzten 5-6 Tage meistens um 40mg/dl.

      Ohne Glimp-App hätte ich wahrscheinlich längst keinen Spaß mehr am Libre. Denn wenn mir das bei gepiekst 80 nur noch waagerecht lo anzeigt, wo ich gerade in der Gegend bis an meine persönliche Wohlfühlgrenze um 60 den Kurvenverlauf gut gebrauchen könnte, ist die Libre Anzeige für mich wertlos.

      Sagt mit keinem Wort, dass das bei Dir auch so sein muss und passt in der Ausführlichkeit wohl auch nicht hierher, aber ich hab mich halt durch Deinen Obstkorb dazu hinreißen lassen ;)
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    • nette schrieb:

      Woher bekommt die Pumpe die Info, wieviel sie geben muss.
      Die Pumpe bekommt ihre Befehle von der Person, die sie trägt. Vorteil gegenüber Basis-Bolus:
      1. Basis wird nicht einmal für viele Stunden abgegeben, sondern mit dem kurzwirksamen Insulin für den Bolus in kleinen Tröpfchen in Minutenschritten. Die Ausgabe läuft vollautomatisch nach dem Programm, das man dafür einstellt. Und da kann man auch einstellen, dass in den ersten Nachstunden weniger ausgegeben wird und in den Morgenstungen dann entsprechend dem Mehrbedarf mit dem Dawn-Phänomen und ggf auch zunehmend mehr.
      2. Man kann den Bolus zum Essen völlig diskret mit dem Knöpfchendruck in der Tasche abgeben. Macht sich vor allem beim Essen in Gesellschaft super.

      Nachteil: alles Insulin muss für die Setzzeit der Kanüle durch das selbe Loch und in das selbe Gewebe und macht neben der zunehmend geringeren Aufnahmefähigkeit der Stelle das Splitten vom Bolus unmöglich, wenn man dafür nicht auch n och einen Pen dabei hat und eine größere KH-Menge ausgleichen will. Aber die größere KH-Menge kommt bei uns hier ja eh nicht vor ;)

      Es gibt inzwischen unter dem Stichwort “Closed Loop” auch die Kombi aus Pumpe und CGM im Handel, die sich selbst steuert, meistens jedenfalls. So wie die Autos, bei denen man trotz aller anderslautenden Werbeaussagen aber immer noch die Hände am Lenkrad halten und in komplizierteren Situationen direkt eingreifen muss. Aber Autos und Pumpensysteme sind da und werden ganz bestimmt immer besser :)
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    • Klar, wo sich n Winztropfen Insulin mehr oder weniger alle paar Minuten für's Basal abrufen lässt, kann man die Funktion auch für den Bolus nutzen. Ist die selbe Technik aus dem selben Topf, und die lässt sich inzwischen sicher auch schon per Smartphone steuern und ... sachma, wieso hab ich dass Gefühl, dass Du hier so schreibst, als wenn ich Dir auf die Zehen getreten hätte - und womit?
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    • Katti schrieb:

      Dein Dawn Phänomen wird mit der Pumpe sicher (!) gelöst werden!
      Das denke und hoffe ich auch für Dich!

      Kleiner Exkurs am Rande: Mein GöGa ist ein Typ2, ihm reichen im Moment Velmetia (Metformin + Sitagliptin). Aber die Einsicht fehlte ihm irgendwie. Nun habe ich ja meinen neuen Kollegen, einen späten Typ1, dem ich schon mehrere Löcher in den Bauch gefragt habe. Er ist mir gegenüber vom ersten Tag an offen damit umgegangen. So fiel mir auch gleich der regelmäßige Scan am Oberarm auf, fragte ihn: klar, der Libre. Dann habe ich mich wieder informiert, festgestellt: den Libre gibt's auch so, ohne Verordnung. Dachte mir, das wärs doch für den GöGa! Doch der GöGa war zögerlich, blutig messen hat er noch nie versucht, trotz geschenktem Gerät (*koppschüttel*) und so ein Dauermessteil, vielleicht tut das doch weh oder ... oder. Was macht liebendes Weib? Bestellt ein Starterset Libre für den GöGa und gleich noch eins für sich selbst! Und siehe da, wenn frau sich das Teil ankleben kann, dann lässt sich GöGa das Teil auch ankleben. Ehrlich: das war mir das Geld wert!
      Ergebnis: der BZ vom GöGa hat sich erheblich gebessert, ich kann jetzt nämlich nachgucken, wann der hochging :hust: , das diszipliniert. Ich wollte schon immer mal wissen, wie das so bei mir ist. Ich bin jetzt beruhigt, nur der Libre war manchmal fürchterlich beunruhigt, warnte mich vor zu niedrigem BZ-Wert, so ab 70 abwärts. Ich fühle mich aber auch mit BZ 40 noch sauwohl, und da frage ich mich, wie korrekt der Messwert nun wirklich war.
      Einen Tag ungestört in Muße zu verleben, heißt einen Tag ein Unsterblicher sein. (China)
    • Mein Libre hatte mal 14 Tage lang nur niedrige Werte mit ständig UZ gemessen. Blutig mit Zeitabstand war aber alles im grünen Bereich. Manchmal ist ein Kuckuckskind dazwischen. Bei Hitze sind die Werte auch niedriger. Sorry Mel fürs :offtopic: , bin ja kein Insuliner.
      Liebe Grüße :89:

      carlosinchen
      DM Diagnose am 28.11.12 Metf 2 x 1000 + seit 12/14 Januvia , 15.03.17 Leberfasten - HbA1c 5,2 am 15.12.17 erst 1 Janumet, ab 14.01.18 nix, seit 8.6.2018 Januvia 50

      Die Diagnose steht: aus dem Prä- wurde ein Diabetes
    • Guten Morgen-
      kleines update:
      der Antrag auf eine Pumpe ist gestellt und ich habe letzte Woche ein Schreiben erhalten, dass ich die BZ Dokumentation der letzten drei Monate mit Basal/Bolus und allen Mahlzeiten einreichen soll. Außerdem soll ich dokumentieren welche "Maßnahmen, ich bei bei besonderen Ereignissen wie zB Sport oder Krankheit ergriffen habe" :S
      Mir ist schon klar, was die wollen, aber die Formulierung finde ich strange. Sport als "besonderes Ereignis".
      Von einer Krankenkasse, die UNSUMMEN für Prävention ausgibt und nachdem eine Studie festgestellt hat, dass sich nur 10% der Deutschen regelmäßig bewegen...
      nun gut- ich kann also sagen, dass es in meinem Leben dreimal pro Woche ein besonderes Ereignis gibt :D

      Ansonsten Leberfaste ich grade. Tag 5. geht erstaunlich gut. Anlass war mein Dirndl, das ich in zwei Wochen in Salzburg tragen möchte, und das echt seeehr eng sitzt. jetzt gehts schon besser (schwindender Oberbauch halt) und auch mein NBZ bewegt sich langsam nach unten.
      Passte grade gut zusammen mit meiner Kochunlust.
      Ich find Hepafast immer noch gut sättigend und immer noch zu süß. Gestern abend gabs statt dem Shake abends einen Hüttenkäse und einen Bund scharfer Radieschen. Ich werde das noch ein paar Tage so weiter machen, bis die Dose leer ist. Für Monsieur koche ich für jeweils zwei Tage, passt auch.
    • Ich hatte damals, bei der Beantragung der Schwerbeschädigung, auch ungläubig per Telefon nachgefragt. Die wollten auch die tagtägliche Dokumentation der BZ-Führung über 3 Monate haben. Allerdings fehlten die "Außergewöhnlichkeiten"...

      nette, drückt die Daumen für die Dirndl-Passform :thumbup:
    • Nachdem Nette Ihre ganz persönliche Dankbarkeit in Ihrem Strang schon geäussert hat, reihe ich mich ein.

      Ich bin heute besonders dankbar in einem Land mit einer medizinischen Versorgung zu leben, die es mir ermöglicht eine Insulinpumpe, inklusive allem Verbrauchsmaterial und einer 12 stündigen Schulung einfach so mit meinem Kassenbeitrag abzudecken.

      Ihr merkt es schon: Sie ist da und "dran".
      Seit Montag 1.10.10:00. Und es ist super und anstrengend zugleich, ich bin bis Freitag AU geschrieben und habe schon 7 Stunden Schulung hinter mir.
      Das Handling der Pumpe an sich ist einfach, das Aufziehen des Insulins in die passende Ampulle ein bisschen frickelig und meine Schulungsunterlagen sind mit Insulin getauft, aber es ist TOLL.
      So viele Möglichkeiten! :herz:
      gleichzeitig macht mir die Umstellung irgendwie auch zu schaffen. ich hab auf einmal null Routine mehr, muss vieles neu ausprobieren, denke den ganzen Tag drüber nach und bin abends fix und alle.
      der Frau, die mit mir in der Schulung ist, gehts genauso, obwohl sie seit 39 (!) Jahren Insulin spritzt.
      Monsieur ist eine gute Stütze und ich brauche ihn grade sehr.
      und das beste: Momentan brauche ich die Hälfte des Insulin das ich zuvor brauchte. Fragt nicht warum, bzw erwartet keine Antwort. Ich verstehs nicht und schau einfach mit Erstaunen hin
    • Mel, das ist einfach wunderbar! Gratuliere! Du bis grad in einer ungewohnten "Rolle", die Lernende - und ich hab den Eindruck, dass alles ganz spannend für dich ist... die Routine wird kommen!
      Und ich finde es schön, dass du vor allem die Möglichkeiten :herz: siehst und genießen wirst - das frickelige geht vorbei...
      Und dann: neue Freiheiten! :100:
      Rena
      Ich bin ich. Die einen kennen mich. Die anderen können mich (Konrad Adenauer)
    • Gratuliere zum offenbar gelingenden Neustart :)

      Ein Grund für kleineres Insulin-Budget liegt sicher darin, dass nur immer das Insulin in Deinen Körper gelangt, das für Deinen jeweils aktuellen BZ gebraucht wird. Da ist nix für längere Zeit im Organismus gespeichert, was garantiert nicht verlustfrei geht, und da überlagern sich auch nicht 2 verschiedene Wirkkurven, was mit Sicherheit auch zeitweise auf unnötigen Mehrverbrauch hinausläuft. Und schließlich kann auch sein, dass Du wieder achtsamer mit Deinem Input umgehst und allein dadurch die eine oder andere IE einsparst.

      Bei Deiner Dankbarkeit fällt mir wieder die junge Dame auf Hawaii ein, die ich vor vielen Jahren auf alt.support.diabetes, dem Vorläufer von Foren dieser Art, kennen lernen durfte. Sie war gerade 17 und hatte ihren T1 nagelneu. Sie hat sich von den Oldies in der Gruppe super anleiten lassen (und von solchen Anleitungen hab ich damals auch immens profitiert). Die haben ihr dann auch zur Pumpe geraten. Das hat sie mit dem Hinweis abgewiesen, dass ihr Insulin und ihre Teststreifen ihre Eltern schon ein Vermögen kosten würden und so eine Pumpe praktisch unerschwinglich wäre.
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.