Auch neu hier, seit vorgestern deutlich erhöhter Blutzucker bekannt

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    • Karonik schrieb:

      Autsch, jetzt bekomme ich es doch mit der Angst echt jetzt! Weil, wen ich hier so lese, fühlt es sich so an, als wenn man das irgendwo in den Griff bekommen kann, wenn man sich nach LOGI ernährt und lebt. Das würde ja bedeuten, waas du schreibst, ich müsste dann doch noch wieder was anderes suchen/ finden usw.

      Sorry, so war das nicht gemeint. Natürlich musst Du Dir nix anderes suchen, und man bekommt seinen Diabetes sehr gut in den Griff mit Logi. Nur wie bei jeder längerfristigen Krankheit, reagiert diese manchmal anders als erwartet oder bei Gesunden. Das ist nicht schlimm, man bleibt halt flexibel ;) . Ich weiß, es klingt doof, aber locker bleiben und darauf vertrauen, dass Du das hinkriegst, ist das, was Du jetzt machen kannst.
      Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel, wohlbehalten
      und in einem attraktiven und gut erhaltenen Körper anzukommen,sondern
      eher seitwärts hineinzuschlittern,
      Chardonnay in einer Hand,Erdbeeren in der anderen,
      den Körper total verbraucht und abgenutzt, und dabei jubelnd…

      "WOO HOO! Was für ein Ritt!"
    • Hallo Karonik,

      eigentlich wollte ich nur still mitlesen, aber jetzt melde ich mich doch mal. Ich glaube, es ist ziemlich normal, dass man nach der Diagnose erst einmal "neben der Spur" läuft und ziemlich verzweifelt ist. ABER: Es ist eine Diagnose, die lange Zeit in Anspruch genommen hatte, bis das Ergebnis so war, wie es heute ist (bei dir wird es wahrscheinlich auch nächste Tage so sein, es wird sich nicht um einen Irrtum handeln). Irgendwie hast du ja auch lange Zeit geschludert, auch Schuld der Ärzte, aber egal, Vergangenheitsbewältigung ist nun einmal zu spät.

      Du kannst die Sache nur noch so akzeptieren wie es ist, es ist nicht schön, aber es gibt wesentlich Schlimmeres. Es kommt wie es kommt, du wirst sicher viel Einfluß nehmen können, andererseits verläuft jede Krankheit nach ihren eigenen Gesetzen. Was wir hier sicher alle mit Diabetes versuchen, ist damit gut und ohne wenige Beeinträchtigungen zu leben und zu hoffen, dass wir die Krankheit laange im Griff halten können. Aber das ist eben sehr individuell, jeder kann viel tun, aber nicht für alle wird das Ergebnis gleich sein.

      Für dich kann jetzt nur gelten, dich auf LOGI einzulassen und (meiner Meinung nach) sehr streng, vielleicht erst einmal AUSSCHLIESSLICH mit Lebensmitteln der Stufe 1+2 und einen strengen Blick auf Obst die nächsten Wochen zu leben. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn du das nicht umgesetzt bekommst, du dich gut dabei fühlst, deine Werte sehr schnell besser werden und dir die Sache in Fleisch und Blut übergeht.

      Karonik schrieb:

      Und ehrlich, ich möchte nicht, dass sich der Rest meines, ja hoffentlich noch langen, Lebens, nur um Diabetes dreht.



      Einerseits muss es dass nicht, andererseits wird es so sein. Diese Krankheit ist nicht heilbar, somit wirst du dich immer in einer gewissen Form damit "beschäftigen" müssen. Du kannst dir aber soviel Routine erarbeiten, dass du das Gefühl bekommen kannst, dass es dich nicht mehr "beschäftigt". Ich glaube, so ähnlich wollen es dir alle sagen. DU allein hast es in der Hand, wie sehr dich diese Krankheit beeinflussen wird, wie stark und schnell du mit Langzeitfolgen der Diabetes konfrontiert wirst, usw. Aber auch hier glit: Es wird auch Fälle geben, wo stärkste Bemühungen über die Ernährung allein nicht die gwünschten Erfolge bringen und Medis unumgänglich werden. Aber ich denke, du bist Realist und solche Dinge kennt jeder nur zu gut aus vielen, vielen Krankengeschichten.

      Nun denke Postiv, es gibt hier ganz viele, die nach solch einer Diagnose wie bei dir bereits nach 3 Monaten super Erfolge zu berichten hatten und warum sollte es bei dir nicht auch so sein?? Du schaffst das! Gehe die Sache mit etwas mehr Gelassenheit an, du kannst von heute auf morgen nichts ändern. Das muss jetzt Schritt für Schritt gehen.

      Dir ganz liebe Grüße und viel Gelassenheit für die ersten Wochen. :thumbsup:
      LOGI ist primär NICHT zum Abnehmen gedacht,
      sondern zur Verbesserung der Stoffwechselsituation und Gesundheit!
      Zitat: Nicolai Worm


    • Ich danke euch allen,

      für den Tröster vom Niilpferdchen :knuddel: , alles klar, Martina- o.k., so macht das Sinn :rolleyes: ,

      ja, Wackeldackel :hutab: , klar weiß ich, dass es weitaus Schlimmeres gibt, also viel viel Schlimmeres, ist schon klar, um Himmels Willen. Wo ich geschludert haben sollte, wüsste ich jetzt nicht, weil- hej, wer geht schon von sich aus hin, wenn er denkt, es ist alles in Ordnung? Ich meine, ich war mal zum Hautarzt fragen, weil ich da so nen klitzekleinen Leberfleck hatte, der sehr dunkel war. War alles in Ordnung, aber hatte doch das Gefühl vermittelt bekommen, ich würde halt übertreiben und wegen jeden Shit nachfragen (allerdings war ich wegen Ekzem- Stellen eh dort gewesen), ich hatte doch nicht die leiseste Vermutung. Und wenn mein Hausarzt sagt, naja, machen Sie sich da keine Platte, ist alles im grünen Bereich- naja, ich bin schließlich kein Mediziner. Und möchte auch kein Hypochonder sein. Mir reicht schon, dass/ wenn ich regelmäßig nachfragen muss, wegen der ÜW in die Nuklearmedizin zur Schilddrüsenkontrolle :toocool: . Werd ich wohl auch Mittwoch gleich noch mal nachfragen. 8o

      Und klar beschäftige ich mich schon damit. Möchte aber nicht, dass diese Beschäftigung sozusagen Sinn und Inhalt meines Lebens wird :110: , verstehste, da gibt es noch so viel mehr :party: , und das geht ja alles weiter.... meine Lütte z.B. bereitet sich grad auf Jugend musiziert vor mit ihrem Cello :wseufzer: , und da freuen wir uns schon so drauf, das ist so grandios, und auch sonst sooooo Vieles :hexe: .

      LG Grit :100:
    • Karonik schrieb:

      Und klar beschäftige ich mich schon damit. Möchte aber nicht, dass diese Beschäftigung sozusagen Sinn und Inhalt meines Lebens wird


      Das wollen wir alle nicht. Im Moment mag das so sein, dass ist sicher normal. Aber es wird von Woche zu Woche einfacher und "normaler". Vertraue hier auf die tröstenden Wort, hier sind so viele Mitstreiter, die alle auch ähnliche Gedanken hatten wie du und heute recht entspannt mit der Erkrankung umgehen können, das gilt auch für mich und wird in einigen Wochen auch für dich gelten. Vertraue darauf.

      Ganz liebe Grüße
      LOGI ist primär NICHT zum Abnehmen gedacht,
      sondern zur Verbesserung der Stoffwechselsituation und Gesundheit!
      Zitat: Nicolai Worm


    • Hallo Grit

      Zunächst mal, die Bezeichnung LOGI hat nichts mit Logik oder logischem Verhalten zu tun. Das ist einfach nur eine Abkürzung.

      Ich zitiere mal von der Hauptseite unseres Gastgebers: "LOGI steht für "Low Glycemic and Insulinemic", auf deutsch "niedriger Blutzucker- und Insulinspiegel". Charakteristisch für die Ernährung nach der LOGI-Methode ist eine niedrige Blutzuckerwirkung. Wer sich nach dieser Methode ernährt, vermeidet starke Blutzuckerschwankungen und -spitzen, und auch der Insulinspiegel im Blut bleibt relativ niedrig."

      Dieses Forum ist nur eine Unterseite. Also stöber auch mal etwas auf der Hauptseite herum.

      Du schriebst, Du möchtest nicht, dass sich in Deinem Leben nun Alles um Diabetes dreht. Diabetes an sich macht nicht krank, es tut auch nicht weh. Krank machen hohe Blutzuckerspiegel und -schwankungen, wie sie langfristig bei Diabetes und kohlenhydratreicher Ernährung auftreten. (Erblindung, Fußamputationen, Hauterkrankungen usw). Spätestens dann wirst Du Dich damit schmerzhaft und eingehend befassen müssen.

      Also solltest Du Dich jetzt bemühen, um Alles Wissenswerte über Diabetes und den Zusammenhang mit der Ernährung zu lernen. Das Zurückblicken wie man mit 17 war, ändert nichts daran. Ein dauerhaft annähernd normaler Blutzuckerspiegel, wie ihn Viele hier dank LOGI erreicht haben, verhindert alle diese Folgeerkrankungen.

      Als besonders hilfreich empfand sowohl ich, aber auch viele Andere, die Möglichkeit den eigenen Blutzucker selbst zu bestimmen. Nichts ist so hilfreich und überzeugend, als selbst sofort zu sehen, welche Nahrungsmittel den Blutzucker extrem ansteigen zu lassen und welche nicht. Ganz egal was Andere (auch Ärzte, Ernährungsberater usw) sagen - Nahrungsmittel die den Blutzucker extrem nach oben treiben, sollten von Deiner persönlichen Speisekarte gestrichen sein. Aber keine Angst, es bleibt noch genug Essbares übrig und hungern musst Du auch nicht. Irgendwann hast Du das so verinnerlicht, dass Du gar nicht mehr daran denkst.

      Also keine Panik, das wird schon. ;)
      Es liegt in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln.

      Freundliche Grüße ... Diethard.
    • Danke, Diethard,

      bin jetzt aber doch mal gespannt auf Mittwoch und werde das unbedingt mit dem Meßgerät ansprechen. Hm, ich häng auch nicht dem nach, wie ich mit 17 war... extrem schüchtern? Da will ich eh nicht mehr zurück... :hexe:

      Jetzt geht´s erst mal Radfahren, mit Familiy.

      LG Grit
    • MEINE GANZ PERSÖNLICHE ERFAHRUNG BZW. MEINUNG UND ZITATAUSWAHL

      Moin Grit,

      Deine ersten Schocks hast Du ja nun schon hinter Dir. Und wie ich Dich verstehe, würdest Du lieber heute als morgen so anfangen, wie Du in Zukunft jeden Tag mit Deinem Diabetes leben wirst, wenn Du nur genug Info hättest. Und es soll sich nicht jeden Tag alles um Deinen Diabetes drehen.

      Der Ansatz reizt mich - also lossss ;)

      TEIL 1
      Vielleicht denkst Du mal zurück an Deine ersten Fahrstunden. Hast Du dir da wirklich vorstellen können, dass das Autofahren Dir mal so selbstverständlich wie heute und praktisch vollautomatisch von der Hand geht?

      Zunächst ein paar Grundgrundlagen:
      In der Zeit, in der der Blutzucker höher als gesund ist, fehlt genau die Menge Insulin, die ihn gesund verlaufen lassen würde. Zu den 2 gebräuchlichen Blutzucker-Messeinheiten hier grad mal Info: 1 mmol/l = 18 mg/dl. In Eurer Ecke war ursprünglich mmol/l zuhause, bei uns und in weiten Teilen der übrigen Welt mg/dl.
      Und hier hast Du eine anschauliche Darstellung der diversen diagnostischen Grenzwerte. A1c ist der HBA1c Wert, der in Prozent angibt, wie viele der roten Blutkörperchen dauerhaft verzuckert sind, und FBG ist der Nüchtern-BZ.

      Hauptgrund dafür, dass überhaupt Insulin fehlen kann, sind die Insulin produzierenden Beta-Zellen im Pankreas, die abhanden gekommen sind und abhanden kommen. Dass die beim Typ1 abhanden kommen, ist klar, weil dessen diabetisch fehlgesteuertes Immunsystem die abfrisst. Warum uns Typ2 die auch abhanden kommen, und zwar mit Start auch schon lange vor den ersten Blutzucker-Auffälligkeiten, ist ebenso unbekannt, wie beim Typ1 mögliche Auslöser für die Fehlfunktion des Immunsystems.

      Der Hauptgrund dafür, dass zu den Gründen des Absterbens der Beta-Zellen so wenig bekannt ist, ist wohl der Umstand, dass man den Anfang allenfalls rein zufällig mitkriegen würde, und das liegt an der Art und Weise, wie diese Zellen funktionieren. Die machen den ganzen Tag nichts anderes als Insulin, und das speichern sie. Und wenn jetzt ein gesunder Mensch einen Eimer Zuckerwasser trinkt, schütten die passend sooo viel Insulin aus ihren Speichern aus, dass dessen BZ zu keiner Zeit über 140mg/dl ansteigt. Aufmerksam auf eine Fehlfunktion werden wir bzw. unsere Ärzte aber erst, wenn die gespeicherte Insulinmenge nur noch so gering ist, dass unser BZ schon nach einem Glas Cola (einem kleinen Bruchteil vom Eimer) deutlich über 140 ansteigt. Denn meistens erst dann steigt langsam auch unser Nüchtern-BZ an und fällt dem Arzt bei der Blutuntersuchung auf, und meistens erst noch ne Nummer weiter beginnt auch der Langzeitwert HBA1c anzusteigen.
      Wie das Potenzial für den Eimer Zuckerwasser sich über Wochen (Typ1) bis Jahre (Typ2) so verkleinert, dass es nicht einmal mehr für ein Glas reicht, fällt praktisch nicht auf, und so ist man halt beim Auffallen zeitlich so weit vom Anfang entfernt, dass man den praktisch nicht mehr rekonstruieren kann.

      Uns mit Diabetes fehlt es also Insulin, und wir haben nun ALLE grundsätzlich 2 Möglichkeiten, dieses Fehlen auszugleichen:
      1. Wir können direkt ersetzen, was uns an Insulin fehlt, also immer gleich passend spritzen.
      2. Wir können unseren Bedarf an Insulin verringern und nur den Rest ersetzen, der dann noch fehlt.

      Typ1 muss praktisch von Anfang an die 1. Möglichkeit nutzen und kann mit der 2. nur entsprechend weniger spritzen, wenn er denn mag.
      Typ2 hat bei seiner Diagnose meistens noch eine erhebliche Menge an funktionierenden Beta-Zellen, und erstaunlich häufig gelingt es mit der 2. Möglichkeit, den Insulin-Bedarf sogar wenigstens für einige Wochen bis Monate und manchmal sogar Jahre so weit zu senken, dass der Beta-Rest noch für den nahe- bis gesunden BZ-Verlauf reicht und offenbar nicht mehr so schnell weiter abstirbt - und vielleicht sogar überhaupt nicht mehr. Aber ob überhaupt kein weiteres Absterben wenigstens manchmal möglich ist, das kann heute praktisch noch niemand sagen. Dafür ist die Erfahrung aus Einzelfällen mit maximal vielleicht 10, in ganz wenigen vielleicht schon bis zu 20 Jahren, noch viel zu kurz. Und dagegen spricht die einfache Logik, dass das Absterben ja mal mit ganz normalem BZ angefangen hat.

      Was macht unseren Insulin-Bedarf? Klar, wesentlich Glukose, gaaanz nachrangig und für uns Typ2 recht unerheblich direkt auch Eiweiß und Fett.
      Wofür braucht unser Organismus die Glukose? Als Treibstoff für alle Zellen. Für die allemeisten und auch für die allermeisten im Gehirn könnte er genauso gut auch anderen Treibstoff nutzen, aber die Info dazu steht auf einem anderen Blatt. Gesund führt das Blut immer so viel Glukose mit, dass sich alle Zellen immer davon nehmen können, was sie brauchen. Und damit das Rausnehmen funktioniert, führt das Blut auch immer die passende Menge Insulin mit, denn das macht den Übergang der Glukose in die Zellen erst möglich.

      Woher kommt die Glukose?
      Zu etwa drei Vierteln aus den Kohlenhydraten, die wir uns einverleiben. Und zwar egal, ob Haushaltszucker oder Bio-Kartoffel. Alle Stärke-KHs werden im Verdauungsprozess zu Einfach-=Traubenzucker=Glukose zerlegt, und auch der beste Biochemiker kann aus der Glukose im Blut nicht mehr analysieren, ob die aus nem Dextrotäfelchen oder nem Vollkornbrötchen stammt.
      WICHTIG: nur etwa zwei Viertel, also die Hälfte der täglich verbrauchten Glukose, kommt direkt durch die Futterluke. Das dritte Viertel ist da zwar auch mal durch gekommen, aber nicht gleich verbraucht, sondern vor allem in der Leber gespeichert worden. Die Leber speichert Glukose, wenn welche gegessen und nicht gebraucht wird, und sie gibt welche aus, wenn grad keine gegessen und welche gebraucht wird. Dieses Leberspiel ist besonders Insulin-intensiv, denn die Glukose braucht Insulin für's Gespeichertwerden, und sie braucht bei der Speicherausgabe noch einmal genau so viel Insulin dafür, dass die Zielzellen sie gebrauchen können.
      Und die Glukose kommt zu etwa einem Viertel aus Eiweiß, aus dem Leber und Nieren beständig per Gluconeogenese Glukose produzieren. Gemein daran bei Typ2: Diese Produktion kann locker vervielfacht werden und wird das auch tatsächlich, und zwar entgegen jeder Vernunft umso mehr mit steigendem Blutzucker! >>> Teil 2
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • TEIL 2
      Diese Skizze zeigt, mit dem Essen - LOGI - können wir unseren Insulin-Bedarf um (so lange Glukose als Energielieferant genutzt wird!) etwa ein Drittel verringern.
      UND dann können wir LOGIsch noch dafür sorgen, dass unser wenigeres Insulin optimal wirkt. Und zwar ist immer in der Stunde nach dem Essen, wenn der Blutzucker zu seiner Spitze ansteigt, das meiste Insulin in Umlauf, und dessen Wirkung können wir verstärken, indem wir bewegungsintensive Arbeiten in diese Zeit legen. Und wenn grad keine solche Arbeit da und irgendwie Zeit ist, halt 20 Minuten spazierengehen. In manchen Diabetes-Kliniken ist der kurze Spaziergang nach jedem Essen, auch nach jedem Snäck, schon Programm.

      UND dann können Betroffene wie Du noch für eine sehr viel bessere Insulin-Wirkung sorgen, indem sie ihren Blutzucker aus den viel zu hohen Regionen auf die gesunde Höhe absenken. Denn bei BZs die meiste Zeit des Tages über 10mmol/l braucht der Organismus zum Verstoffwechseln eines Gramms Glukose schnell mal doppelt so viel Insulin, wie bei BZs die meiste Zeit des Tages um 5mmol/l. Nicht zu vergessen das Insulin, das für die Glukose aus der bei hohen BZs übereifrigen Gluconeogenese gebraucht wird.

      Die standardmäßig normale Behandlung hat den HBA1c-Wert unter 6,5 zum Ziel. Proaktive Betroffene wie ich bevorzugen den völlig gesunden HBA1c mit nahezu gesundem BZ-Verlauf.
      Die standardmäßig normale Behandlung fängt mit Essen&Bewegung an und nimmt dann nach einer Art Stufenplan immer ein Medi bzw. die höhere Dosierung dazu bzw. tauscht gegen stärker wirkendes aus, wenn das Behandlungsziel im Quartal nicht erreicht worden ist.
      Einer kleinen aber wachsenden Zahl von Fachmedizinern kostet dieses Vorgehen zu viele weitere Beta-Zellen, denn die neigen bei vielen Stunden über 140mg/dl am Tag zum vermehrten Absterben, weil sich die Glukose in der Höhe vergiftend auf sie auswirkt. Die konsequenteren unter diesen Medizinern verordnen sofort Insulin, von dem die Betroffenen mit dem Absenken des viel zu hohen BZ-Verlaufs immer weniger brauchen, und manche schließlich sogar gar keins mehr, wenigstens für einige Zeit. Andere ziehen dann, wenn nur noch sehr kleine Insulindosen notwendig sind, andere Medis vor, obwohl das bislang noch immer vorübergehend war und schließlich etwa 8-10 Jahre nach der Diagnose die meisten ihren BZ doch nur noch mit Insulin im wenigstens einigermaßen gesunden Bereich halten können.

      Persönlich ziehe ich Insulin allen übrigen Medis vor. Denn Insulin ist ja in dem Sinne kein Medikament. Es ist der Stoff, der jeweils fehlt, und den können wir uns mit etwas Anleitung und Übung erstaunlich passgenau verabreichen lernen. Das kann so in Fleisch und Blut über gehen, dass es im praktischen Alltag überhaupt nicht mehr auf- oder gar zur Last fällt. Damit gibt es praktisch keine Nebenwirkungen, wenn wir einmal von der Gewichtszunahme (mit zu vielen KHs) und der Unterzuckerung (mit zuviel Insulin) absehen. Alle übrigen Medis wirken auf verschiedenste Weise auf die verschiedenen Regelprozesse unseres Stoffwechsels und sind in ihrer weit überwiegenden Mehrzahl noch keine 20 Jahre im Geschäft, wobei sich der Gebrauch pro Person ja mit dem fortschreitenden Abnibbeln der Betas bei BZs im Leitlinien-Zielrahmen bislang (größtenteils ohne LOGI) eher auf 8-10 Jahre beschränkt. Dann folgt eh Insulin.

      Persönlich habe ich mich mit meinem Diabetes als meinen Lebenspartner so arrangiert, dass wir praktisch gesund miteinander auskommen. Denn mit unserem zuverlässig gesunden Blutzucker vermeiden wir seit inzwischen über 10 Jahren jedes nennenswerte Risiko von irgendwelchen Folgeerkrankungen. Das halte ich für ein gesundes Ziel und empfehle es gerne weiter :)

      Für den praktischen Anfang hat sich diese Anleitung schon seit vielen Jahren weltweit vielfach bewährt.

      Daumendrück, Jürgen

      Wichtig: Wenn der BZ praktisch über Jahre so hoch gewachsen ist und man ihn dann deutlich Richtung gesund absenkt, ändert sich die Optik im Auge. Das hat nichts mit schlechter Sehen zu tun oder gar einem diabetischen Augenschaden, sondern mit dem wenigeren Zucker in den Flüssigkeiten im Auge ändert sich deren Brechungswinkel. Zum Teil stellt sich die Muskulatur darauf nach einiger Zeit ein, so dass man wie vorher sieht. Und zum Teil brauchen die Betroffenen nach Abschluss der Umstellung, also nach einem viertel bis halben Jahr, eine (neue) Brille.
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Karonik schrieb:

      werde das unbedingt mit dem Meßgerät ansprechen

      Hallo Grit
      Ja, mach das mal. Im Übrigen gibt es Blutzuckermeßgeräte auch häufig für umsonst in vielen Apotheken. Der Hauptverdienst liegt dann bei den teuren Meßstreifen, die man nur einmal verwenden kann. (Geräteabhängig 12-30 Euro/50Stck.) Einem Gerät für umsonst stehen dann teure Nachfolgekosten gegenüber. Auch im freien Handel (Internet) gibt es BZ-Meßgeräte, dann kann man vorher gucken was die Streifen kosten. Auch gibt es nichtelektronische Streifen, Jürgen kann Dir bestimmt mehr zu diesen sagen. Wenn Du die Wahl hast, nimm ein plasmakalibriertes Gerät mit der Anzeige in mg/dl. (Milligramm/Deziliter) Das haben viele und man muß nicht jedesmal umrechnen.

      Karonik schrieb:

      Hm, ich häng auch nicht dem nach, wie ich mit 17 war... extrem schüchtern? Da will ich eh nicht mehr zurück... :hexe:

      Nee, ich meinte eher das sorglose rundherumfuttern und trotzdem schlank, beweglich und gesund bleiben. ;)

      Ach noch was. LOGI richtet sich gegen das metabolische Syndrom, dem gleichzeitige Auftreten von Übergewicht, hohem Blutdruck und Diabetes. Das hängt oft zusammen.
      Es liegt in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln.

      Freundliche Grüße ... Diethard.
    • Wow, danke Jürgen,

      du hast das ganz doll großartig erklärt, ich glaube, ich habe verstanden.

      Hast du das jetzt alles selbst aufgeschrieben (entschuldige die doofe Frage, aber da steckt ja auch ganz viel Arbeit drin... :101: )?

      Jedenfalls vielen, vielen Dank, du hast das jetzt wirklich inhaltlich so akribisch und geduldig (ja, klar, bei Geschriebenem kann man eh nicht reinquatschen :pfeifen: ), dass ich jetzt überhaupt erst mal so richtig die Grundlage, also die genauen Zusammenhänge verstanden habe/ die Entstehung und auch das Ding mit den Werten, warum da manche über ihre Z- Werte im dreistelligen Bereich mit ner 1 vorn sprechen, andere im 2- stelligen mit der 1 vorn oder so (oder lieg ich jetzt falsch). Jedenfalls glaube ich jetzt, das verstanden zu haben :thankyou: ! Liegt die unterschiedliche Maßangabe also an dem Gebiet, wo man wohnt? Was bedeutet "in Eurer Ecke", was ist den die "andere Ecke". Ist mit "unsere Ecke" hier der Osten, ehemals DDR, gemeint?

      Und danke für die Anleitung, fertig ausgedruckt!

      Naja, ich denke, ich mache ja aber erst mal nix falsch, wenn ich jetzt doch schon mal nach meinem besten Wissen versuche, KH zu reduzieren, auch wenn wir hier die allerallerbeste Bio- Kartoffel direkt hinterm Fenster wachsen haben, unser selbst gebackenes Brot megalecker ist. Aber die eigenen Bohnen und Gurken sind ja dagegen auch nicht schlecht, Himbeeren hab ich mir heute auch erlaubt- die sind aus dem Garten der Eltern/ Beerenobst soll ja das weniger KH- haltige sein... LOGI- Brot- Rezept hab ich auch schon gefunden, wird nur meine Family nicht mitmachen, mein Mann hasst Leinsamen... sagt, die pieken im Körper :tomate: . Wenn ich also jetzt schon mal das Zeug reduziere, mache ich doch nix falsch??? Und auch nicht mit dem Bewegen... Das nach dem Mittag zu tun, dürfte aber reichlich schwierig sein, weil- ich muss ja auch noch arbeiten... naja, vielleicht da komplett auf Gemüse umsteigen/ keine KH, da geht schon noch was.

      Auch das mit dem Insulin erscheint mir jetzt, nach deiner Erklärung, logisch. Habe auch die extremen Nebenwirkungen gelesen, die die anderen Medis mit sich bringen, auch nicht von der Hand zu weisen... Aber über Insulin las ich hier im Forum auch in manchen Threads, dass das dolle zu Gewichts- Zunahme führen kann. Oder liegt das sonst vielmehr daran, dass (wie z.B. meine Tante: vor dem Kaffee wird Insulin gespritzt, damit die schöne Sahnetorte gegessen werden kann) manch einer das Insulin nutzt, um unbegrenzt essen zu können, was immer er will? Also, keine "natürliche" "Nebenwirkung". Ich will ja nur halt immer verstehen, was los ist und warum das so ist/ Konsequenzen...

      Also auch auf absehbare Zeit nicht mehr mit den Kollegen zum "normalen" Kantinen- Mittag gehen... Für morgen meine Mitnahme- Bohnen sind schon gekocht und stehen im Kühlschrank parat, dazu dann noch was Richtung Kochschinken oder so. Mal schauen. Ich möchte halt versuchen, das umzusetzen, was mir jetzt so schon mal klar geworden ist. Und mein Doc hatte mir das ja am Telefon auch schon gesagt, KH- arm...

      Schade, dass ich um die Messerei nicht herumkomme... aber wenn ich das mache, um die Verbindung herauszubekommen, bei welchem Nahrungsmittel der BZ ansteigt, dann find ich das schon o.k., also dann ist das ja "zielorientiert" und nicht leer (z.B. hatte meine Mutti bei sich immer gemessen und mir dann erzählt, welche schrecklichen Werte sie grad wann und dann gehabt hatte, fand ich etwas nervend und wusste halt nicht, was ich mit dieser Info anfangen sollte. Daher meine Abneigung gegen diese Messerei :P ).

      LG nd Riesendank noch mal, Grit :100:
    • Ach so, @Jürgen P.S.: Das mit dem Sehen bei mir, das ist erst seit so 2- 4 Monaten, ich hoffe ganz doll, dass es dann wirklich besser wird... so lang kann ich noch nicht mal die Pyramide (besonders das oebere Stückchen) hier richtig gut erkennen und die Teile "outen"... der Arzthelfer letzten Mittwoch allerdings hatte mein Sehvermögen geprüft und meinte, das wäre perfekt alles... watt soll´s, in 3 Tagen bin ich schlauer!
    • Hallo und danke Diethard :100: ,

      ja wegen Gerät, das wäre schon gut zu wissen, hoffentlich schaff ich das nebenbei alles noch, ist ja nicht mehr so lange hin, ist eigentlich noch was an Fragen, die ich nicht vergessen sollte, dem Doc zu stellen? Ich möchte ja dann auch gern ne Kopie meiner Werte haben, auf alle Fälle...

      Diethard schrieb:

      Nee, ich meinte eher das sorglose rundherumfuttern und trotzdem schlank, beweglich und gesund bleiben. ;)
      Hm, also das war bei mir so, dass die mich halt als "untergewichtig" eingestuft hatten seinerzeit, also ich konnte mir immer anhören, die hätten Angst gehabt, ich würde verhungern oder meine Ärmchen würden durchbrechen und sowas. Mein von Kind an stark übergewichtiger Bruder (der wiegt jetzt weit über
      100 kg) wurde auch immer gelobt, weil er so schön aß und als Baby auch
      immer "so schöne Ringelche" hatte... (der bekam bereits mit knapp über 20 erste Blutdruck- Medis). Dann war ich mit 12 Jahren bei 1,58 Größe nur 35 kg schwer (wie meine Große kürzlich auch), und das wurde dann schon als besonders bedenklich eingestuft- sprich, ich MUSSTE halt abends 2 Stullen essen und morgens mindestens 1 Brötchen, dann wurde auch überall ganz besonders viel Butter beigemischt (bei uns wohnte unsere Oma, die hatte ja den ganzen Mangel und so nach dem Krieg erlebt...), und irgendwie bekamen sie mich dann auf ein "normales" Gewicht. Sprich, mit zarten 17 J. 59,5 kg bei 1,63 Größe, nicht wirklich übergewichtig, aber mit 17 doch etwas viel.

      Habe aber dann, als es zum Studium ging, angefangen, konsequent Sport zu machen, also abends joggen, Judo (ich konnte nur immer nicht kämpfen 8) , aber die Liegestütze und das Training, das mochte ich sehr), na und Schwimmen war immer schon meine Welt. Dadurch, dass ich auch noch das Essen dort nicht vertrug, war ich dann plötzlich auf 58 kg, dann auf 56 kg runter, nach meiner ersten Schwangerschaft mit 21 auf 54 kg (ich nahm immer ab in jeder Schwangerschaft), nach dem Jahr Stillen nur 52 kg runter, das war mir aber dann doch zu arg.

      Aber wirklich unbeschwert/ konnte essen, was ich wollte/ sorgloses Herumfuttern, war es wirlich nur dann, wenn ich regelmäßig Sport machte :108: , also auch nicht "einfach nur" mit 17 :rosabrille: ! Aber dann ging es tatsächlich :hexe: , und ich fühlte mich auch gut!

      Also, wie gesagt, war eigentlich bei mir immer schon (bis auf die Kindheit) bewegungsabhängig, denke aber vieles was einfach auch "hausgemacht", zu Hause waren immer auch die Gäste gern gesehen, die bei Tisch ordentlich reinlangten :applaus: , fand ich dann später auch immer komisch :wseufzer: , als ich begann, das einordnen zu können...

      So, genug gelabert, jedenfalls heute mit der Family 50 min. Fahrrad gefahren, und das hat richtig Spaß gemacht, und war auch für die beiden Mädels klasse, und mein Mann war auch begeistert. Machen wir jetzt regelmäßig, über die Dörfer gibt es hier ja Wege zum Fahren!

      LG Grit
    • Ganz sicher machst Du nix falsch, wenn Du versuchst, umzusetzen, was Dir klar ist. Du musst aber nichts überstürzen und kannst Dir überlegen, wie es für Dich am einfachsten ist und auch das eine oder andere erst mal ausprobieren. Je klarer Dir ist, warum und wie Du etwas ändern möchtest, um so einfacher die Umsetzung, vor allem bei den langfristigen Dingen.

      Das mit dem Messen und dem Insulin hast Du sehr schön beschrieben ;) . Man kann das so machen wie Deine Tante und Deine Mutter, muss es aber nicht.



      Was mich interessiert, was will Dein Arzt denn noch für Tests machen? Und schreib Dir alle Fragen, die Du hast auf, dann vergisst Du auch nix.Nix doofer als vor der Tür zu merken, dass Du die wichtigsten Fragen nicht gestellt hast.
      Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel, wohlbehalten
      und in einem attraktiven und gut erhaltenen Körper anzukommen,sondern
      eher seitwärts hineinzuschlittern,
      Chardonnay in einer Hand,Erdbeeren in der anderen,
      den Körper total verbraucht und abgenutzt, und dabei jubelnd…

      "WOO HOO! Was für ein Ritt!"
    • Fragen an deinen Doc:

      1. Du möchtest ein BZ-Messgerät und ein Rezept für die ersten 50 Teststreifen, gerne auch für mehr.
      2. Genaue Werte erfragen, am besten eine Kopie vom Laborbericht erbitten.
      3. Frage nach einer Diabetikerschulung mit der Zusatzfrage: gibts die auch für LOGI?.

      LG Rainer
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Oh dankeschön, Ihr seid wirklich großartig :101: !!!


      Danke für die Fragen, Rainer, werd ich mir merken/ ausdrucken, an so eine Schulung hab ich gar nicht gedacht. Hoffe, das gibt es bei uns und nicht nur in Rostock oder Schwerin oder so, wir sind hier bei sowas noch etwas unterentwickelt (laut ollem Bismarck geht in MV die Welt 80 Jahre später unter, wenn es mal soweit sein sollte). Aber soweit ich weiß, hatte der Doc sich da auch mal fortbilden lassen in Diabetik- Sachen.


      Ja, Martina, so einen Weg möchte ich auch nicht wirklich gehen, da fühle ich mich eigentlich noch vel zu jung, und auf Sahnetorte steh ich eh nicht :97: , da schon eher Brokkoli- Auflauf schick mit Käse überbacken, passt eh viel besser zu mir und meinem Geschmack :tomate: .

      M.artina schrieb:

      Was mich interessiert, was will Dein Arzt denn noch für Tests machen? Und schreib Dir alle Fragen, die Du hast auf, dann vergisst Du auch nix.Nix doofer als vor der Tür zu merken, dass Du die wichtigsten Fragen nicht gestellt hast.
      Naja, wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann einfach zur Absicherung noch mal dieselben Tests, weil ihm das so unglaubwürdig vorkam und er den Wert daher bestätigen möchte. Ich werd mir auch beide Laborberichte geben lassen. Eigentlich hatte er angerufen, damit er mich damit Mittwoch zur "Durchsicht" nicht so schockt (by the way bat er um Kontroll- Blutprobe)... ob er damit aber den Schock verringert hat, tja, weiß ich nicht wirklich, wohl eher nicht. Aber immerhin hab ich jetzt halt einen Plan, wie es weitergehen kann, naja, und hier auch so tolle Unterstützung, also hatte es ja doch was :111: !

      Danke noch mal, riesigen! LG Grit
    • Vllt. begutachtet er auch deine Füße und probiert mit der Stimmgabel, wie fit deine Nerven da unten sind.
      Augenarzttermin würde ich dennoch in Betracht ziehen, um die Netzhaut zu beobachten.

      Ich finde es übrigens prima, mit welchem Elan du deinen neuen "Freund" kennen lernst und du ihm deinen Weg zeigst.

      LG carlos02
      Liebe Grüße :89:

      carlosinchen
      DM Diagnose am 28.11.12 Metf 2 x 1000 + seit 12/14 Januvia , 15.03.17 Leberfasten - HbA1c 5,2 am 15.12.17 erst 1 Janumet, ab 14.01.18 nix, seit 8.6.2018 Januvia 50

      Die Diagnose steht: aus dem Prä- wurde ein Diabetes
    • Danke, Carlos,

      hoffe, das bringt auch was, aber ich fühle mich schon sicherer und glaube ganz fest daran :100: !

      carlos02 schrieb:

      Vllt. begutachtet er auch deine Füße und probiert mit der Stimmgabel, wie fit deine Nerven da unten sind.

      Wow, wieso das denn jetzt? Ernsthaft? Kein Joke? Das heißt also, Füße schön waschen und saubere Snoopy- Socken anziehen *lach* :hexe: (mach ich eh immer, also sauber und mit Snoopy).

      Hab manchmal Taubheitsgefühl in den letzten 2 Fingern der rechten Hand, hat das auch was damit zu tun???

      Naja, eigentlich wollte er ja hauptsächlich den/ die Test/ s auswerten und die Reihenuntersuchung vornehmen. Ja, zum Auganarzt wollte ich eh noch, sowieso, würde aber jetzt noch bissel abwarten wollen, nach dem, was ich hier gelesen habe, da fahr ich dann aber wieder nach Rostock, und das ist ne Dreiviertelstunde mit dem Auto... dafür ein ganz toller, hier bei uns im Ort kannste leider knicken. Da bin ich immer total gern hin, weil, da gibt es das allerweltbeste Eis um die Ecke, direkt aus frischem Obst und so *seufz*/ kann ich mir jetzt ja knicken...


      LG Grit
    • Karonik schrieb:

      Hab manchmal Taubheitsgefühl in den letzten 2 Fingern der rechten Hand, hat das auch was damit zu tun???
      Wahrscheinlich nicht, aber ich würde es auf jeden Fall erwähnen. Das klingt eher nach Schulter oder Halswirbelsäule.

      Karonik schrieb:

      Wow, wieso das denn jetzt? Ernsthaft? Kein Joke? Das heißt also, Füße schön waschen und saubere Snoopy- Socken anziehen *lach* (mach ich eh immer, also sauber und mit Snoopy).

      Beim schlecht eingestellten Blutzcker kommt es zu Schäden an den kleinsten Butgefäßen und Nerven. Die ersten Zeichen findet man an den Füßen, die Patienten haben dann Gefühlsstörungen und Wundheilungsstörungen. Hier im Forum gibt es einen Bericht dazu "5vor12" oder so ähnlich. Um solche Schäden festzustellen bzw. auszuschließen, werden die Füße mit einer Stimmgabel untersucht und auf Verletzungen und Veränderungen angeschaut.

      Der Augenarzt sollte jetzt 1x im Jahr Routine werden. Auch hier geht es um die kleinen Blutgefäße und den Sehnerv. Und damit solltest Du auch nicht warten, bis der BZ gut eingestellt ist.

      Wenn Dein Hausarzt kein Diabetologe ist, würde ich mir einen suchen. Da musst Du sicher nicht jedes Quartal hin, wenn der sehr weit weg ist, aber der schätzt manches Symptom eben doch anders ein als der Hausarzt.

      LG Martina



      Karonik schrieb:

      Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel, wohlbehalten
      und in einem attraktiven und gut erhaltenen Körper anzukommen,sondern
      eher seitwärts hineinzuschlittern,
      Chardonnay in einer Hand,Erdbeeren in der anderen,
      den Körper total verbraucht und abgenutzt, und dabei jubelnd…

      "WOO HOO! Was für ein Ritt!"