Insulineinstellung bei Diabetes in der SS mit logischer Ernährung

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    • Insulineinstellung bei Diabetes in der SS mit logischer Ernährung

      Aktuell befinde ich mich in der 10. SSW.
      Bereits vor der SS lagen bei mir Probleme mit dem Blutzucker vor, die ich jedoch mit Logi und Bewegung soweit im Griff hatte, dass keine medikamentöse Behandlung oder Insulin verordnet wurden. Hauptsächlich bestanden die Probleme in Blutzuckerspitzen nach dem Essen, weshalb Logi ja so wirksam war.
      Mit Beginn der Schwangerschaft wurden dann auch die Nüchternwerte schlechter, was gerade in Hinblick auf Grenzwerte in der Schwangerschaft (unter 90) schlecht war.
      Ich spritze nun 8. I.E. Protaphane um 22:00 Uhr vorm Einschlafen und bin dann morgens nun unter 90.
      Tagsüber sinken die Werte jedoch nicht unter 90, es sei denn, ich esse über 6 h nichts. Dann steige ich jedoch selbst bei kh-armem Essen wie Tomaten mit Quark bis knapp unter den Grenzwert von 130.
      Dies habe ich bei meiner Diabetesberaterin angesprochen. Ich hätte gerne Protaphane zweimal gespritzt, um so im wesentlichen den ganzen Tag abzudecken. Sie wiederum fand, dass es wichtiger sei, dass ich mehr KH esse. Deshalb bekam ich ein Insulin, dass ich 15 Minuten vor dem Essen spritzen soll: Lilly Huminsulin Normal (Kwikpen). Ich solle mal mit 2 I.E. vor den Hauptmahlzeiten beginnen.

      Heute morgen liegt der NZ 86 und ich gehe guter Dinge mit meinen 2 I.E. an mein "riskantes" Frühstück
      7:30: 300 ml Buttermilch, 125g Erdbeeren und einen halben Becher Quark.
      8.30: Hocherfreut nehme ich die 105 zur Kenntnis und denke "Es klappt."
      12:00: Etwas zittrig messe ich für mich ungewohnte 62. Nicht wirklich schlimm, aber eben unangenehm und ich wusste ja auch nicht, ob das noch weitergeht. Hab schnell einen Apfel gegessen.
      13:00: 125
      14:00: 108
      15:00: 63, nur der Neugierde halber vorm geplanten Laufen gehen gemessen, eine gute Portion Gemüsesuppe gegessen, kein Bock mehr auf Laufen und gefrustet
      15:55: 93

      So, ein paar Dinge/Fehler von mir verstehe ich, einiges aber auch nicht.
      Ideen und Fragen, die sich ergeben:
      1. Frühstück ohne Insulin und Risiko (also wie bisher gehabt), selbst wenn ich dann bis Mittag über 90 bin
      2. Spritzen erst zum Mittagessen, dann eine gute Portion essen
      3. Falls der BZ zu sehr sinkt, was essen, aber was normales und nicht extra einen Apfel
      4. Abends dann je nach Voressenszucker entscheiden, ob sich weiteres Spritzen lohnt
      5. Heute definitiv kein Bock mehr auf Berg und Tal, also nachher nur noch einen Quark, keine Spritze und ich bin bedient
      6. Verständnis-Frage: Den ersten niedrigen Wert kann ich mir ja noch irgendwie erklären, wobei 2 I.E. ja echt nicht viel ist, aber den nach dem Apfel versteh ich echt nicht, habe ja da nicht davor gespritzt, sondern ihn nur gegessen, weil der BZ für mich ungewohnt niedrig war. Neige von mir aus nach bisherigen Erfahrungen nicht zu überschießenden Insulinreaktionen und alimentären Hypos. Kann mir das jemand erklären?

      Die Frage hat mit Logi folgendes zu tun: Ich möchte gerne weiter logisch essen und werde nur schwierig Rat von meiner Beraterin bekommen, die das ja anders sieht und wahrscheinlich schon mit mir motzen würde, weil ich zum Frühstück ja auch kein Brot gegessen habe.
      Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ochnö ()

    • Kakaomandel schrieb:

      Ochnö,

      da schießt nichts über, aber Humaninsulin wirkt eben zu lang (im Gegensatz zu Analoginsulin).
      Warum haben die Dir keinen Kwick Pen Humalog gegeben (oder Liprolog, ist dasselbe = Insulin Lispro)?
      Ist nach Rabattvertrag für die Praxis nicht teurer, aber für Dich wesentlich einfacher steuerbar, da es schneller an und schneller abflutet.

      Vergleich Humaninsulin und Lispro

      Ansonsten finde ich Deine Idee, morgens und abends Protaphane, beide Male 6 IE zu nehmen, nicht schlecht und würde dann nur zu den Mahlzeiten nur nach Bedarf 1-2 IE kurzwirksames Insulin nach Bedarf spritzen. Wenn Du was eiweißhaltiges spritzt, brauchst Du bei Lispro auch so gut wie keinen Spritz-Ess-Abstand, denke ich. Und natürlich nur ca. 1/3 bis 1/2 der Menge die Du sonst für die gleiche Menge BE bräuchtest.
      Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ochnö ()

    • Moin Ochnö,

      Deine Idee, den BZ insgesamt genauso wie für die Nacht auch für den Tag ein bisschen abzusenken, war und ist in Deiner Situation in meinen Augen die plausiblere. Denn mit LOGI hast Du offenbar keine besonderen Spitzen nach dem Essen, die besonders senkbehandelt werden müssten.

      Klar müsstest Du auch dann engmaschiger beobachten, wie sich Dein BZ damit unter welchen Bedingungen entwickelt. Und bitte nicht nur Zeit und Essen beobachten, sondern auch Zeit und Bewegung. Und auch Einkaufengehen ist Bewegung, die den BZ beeinflussen kann.

      Weiter munteres Brüten, Jürgen

      Deine 60ger Werte halte ich nicht für direkte Auswirkungen Deines neuen Insulins, sondern für indirekte. Könnte also aus meiner Sicht wahrscheinlich auch mit kürzer oder länger wirkendem vorkommen, und Du müsstest halt nach und nach herausfinden, wie Du am besten BZs um 60 und darunter vermeiden kannst.
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Bitte! Ochnö hat eine Frage gestellt. Danke, dass du verstanden hast, was das Anliegen war und es produktiv umgesetzt hast :thankyou: Es ist toll, dass ihr alle mitfiebert aber bitte sagt ihr das per Pn! Antworten auf die Frage sind hier gefragt und bringen Ochnö sicher weiter als ein Mitfühlen gegen das Vorgehen der Moderatorin.

      Danke Ochnö! Du kriegst sicher Antworten auf deine Fragen falls nicht, mache ich es ;) Aber ich will mich gar nicht mehr fachlich hier einmischen, aber bevor du ohne Antwort bleibst ...was du sicher nicht wirst. :) Aber bitte Leute spart euch das ewige OT! Ich schiebe es bald sofort ins OT. Was bringen Ochnö bei ihrem Problem diese Antworten? (Das gilt nicht dir Jürgen, hat sich überschnitten)
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • Hi,

      ich würde bei Deinem Frühstück wohl auf Insulin verzichten und dann ein paarmal danach messen, wo sich Dein BZ einpendelt.

      Zu größeren Mahlzeiten kannst Du ja dann vielleicht mal nur eine IE Insulin testen. Soviel Freiheit wird Dir Dein Doc gestatten.

      Und dazu im Hinterkopf behalten, das dieses Humaninsulin 4-6 Stunden wirken kann.

      Vielleicht wäre doch ein Insulin wie Lispro oder Aspart besser - die sind schon nach längstens 3 Stunden wieder "draußen".

      Und dann wie Jürgen schon schrieb mal aufmerksam Tagebuch führen.

      Nicht nur BZ-Werte eintragen sondern auch die Befindlichkeiten und die Bewegung, die Du hattest.

      Ansonsten alles Liebe und Gute für eine super Schwangerschaft mit der süßesten Belohnung der Welt nach all dem "Gedöns"

      Du schaffst das :thumbup:

      Gruß Jella
      Das Chaos sei willkommen,

      denn die Ordnung hat versagt.

      Karl Kraus


      4. Quartal Hba1c 5,7 mit Insulin > na geht doch :-) ... trotzdem Memo an mich: Du hast DM ...... nur so als Warnung
    • Liebe Ochnö, wahrscheinlich hast du per PN schon viele Antworten gekriegt aber meine kriegst jetzt auch noch. :)

      Deine Beraterin hat insofern Recht indem sie dir sagt, dass du nicht zu sehr die KH in der Schwangerschaft einschränken solltest! Der Hintergrund ist die Entwicklung von Ketonkörpern, die bei KH-Reduktion schnell auftritt. Das ist in keiner Studie bewiesen, dass Ketonkörper in der Schwangerschaft nichts gefährliches darstellen. Es gibt eine Studie die besagt, dass die Ketone in der Schwangerschaft negative Wirkung auf die geistige Entwicklung der Kinder hat. Natürlich gibt es keine weiteren Studien darüber, denn wer mag schon Studien an werdendem Leben machen??! Es gibt die HAPO Studie aber nicht wirklich mehr... Aber es gibt zig Tausende Gestationsdiabetikerinnen die gesunde Kinder zur Welt gebracht haben. Ich würde an deiner Stelle die KH nur so weit einschränken, dass du keinesfalls Ketone entwickelst. Die Streifen kriegst ohne weiteres von deinem Diabetologen verordnet wenn du ihm sagst dass du LC lebst. Zu den Insulinen. Die Analoga sind zum großen Teil in der Schwangerschaft nicht zugelassen daher sind sie nicht wirklich ein Rat. Ich kann auch nicht verstehen wie einfach so dazu geraten werden kann wenn sie in der Schwangerschaft nicht zugelassen sind :?:
      Dein Kind will rundum versorgt werden mit allen Nährstoffen die es braucht. Ich würde moderat LC leben und besonders auf die US der Gyns schauen. Die Größe des Bauchumfangs und die Größe des Kopfes anschauen und dahingehend die Zielwerte nach den neuen Leitlinien anpassen, die sind nämlich wirklich mal nicht schlecht! Daraufhin würde ich das Essen ansehen. Für uns in der Praxis kommt immer erst das Kind, danach die Mama - das halte ich auch für absolut richtig.
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • Hi,

      Aspart hatte die Zulassung - oder wurde die zurückgenommen?

      Schwangere ( T1 ) mit Pumpe haben meist Aspart drin.

      Gruß Jella

      ps. in der roten Liste steht auch nix Nachteiliges drin
      Das Chaos sei willkommen,

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      Karl Kraus


      4. Quartal Hba1c 5,7 mit Insulin > na geht doch :-) ... trotzdem Memo an mich: Du hast DM ...... nur so als Warnung
    • Nagel mich nicht fest, ich meine NR ist zugelassen für alle anderen bestehen NUR "Unbedenklichkeitsbescheinigungen". Bei T1 mit SS wird selten gewchslet aber das sind doch zwei paar Schuhe. Neueinstellung bei GD oder T1 mit SS. ;)
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • Aspartat ist ausdrücklich zugelassen (große Studie). Insulin Lispro ist NICHT kontraindiziert und es existieren zahlreiche Erfahrungen (seit 1995; 'ältestes' Analoginsulin). Glulisin hat begrenzte Erfahrungen, ist aber auch nicht kontraindiziert.
      Keines ist ausdrücklich NICHT zugelassen.

      Ich finde die Analoga wesentlich besser steuerbar. Sie muss ja auch mit LOGI keine Mammutdosen spritzen.
      Viele Grüße

      Kakaomandel
    • Hi,

      sorry muß nachhaken


      Katti schrieb:

      Bei T1 mit SS wird selten gewchslet aber das sind doch zwei paar Schuhe. Neueinstellung bei GD oder T1 mit SS.

      Warum es den Mädelz mit GD schwerer machen, was doch bei T1 funktioniert....

      Das verstehe ich überhaupt nicht....

      Worin liegt bitte der Unterschied?

      Bin ich froh nicht mehr schwanger zu werden :D

      Gruß Jella
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      Karl Kraus


      4. Quartal Hba1c 5,7 mit Insulin > na geht doch :-) ... trotzdem Memo an mich: Du hast DM ...... nur so als Warnung
    • Jella, es geht nicht um funktionieren. Typ-1-Diabetiker die schwanger werden kannst du schwer mit Schwangeren vergleichen die einen Diabetes entwickeln. Die Risiken sind völlig anders. Auch schwangere T1 musst du darüber aufklären wie es mit Analoginsulinen in der Schwangerschaft ist. Natürlich gehen die selten zurück auf Humaninsulin, die meisten haben aus gutem Grund ein Analoga... Verstehen tue ich das auch nicht aber ich würde mich auch nicht ohne weiteres dazu hinreissen lassen allen schwangeren entgegen der Leitlinien auf Analoga einzustellen, denn ich könnte mit meinen Gewissen und mit dem Regressansprüchen sollte etwas schief gehen nicht leben.
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • gelöscht, da überschnitten. sorry.

      Nochmal sorry:

      Worin bitte unterscheiden sich die Risiken in der Schwangerschaft?

      Ich habe ja ein gewisses Grundwissen, aber sicher fehlt mir noch etwas bzw. haben nicht die neuesten Erkenntnisse.

      Vielleicht werden meine Töchter auch mal "kinderwild" und es wäre gut zu wissen was kommen kann...

      Gruß Jella
      Das Chaos sei willkommen,

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      Karl Kraus


      4. Quartal Hba1c 5,7 mit Insulin > na geht doch :-) ... trotzdem Memo an mich: Du hast DM ...... nur so als Warnung

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jella ()

    • FIs:

      Glulisin:

      4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
      Schwangerschaft
      Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von Insulinglulisin bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität zeigten keinerlei Unterschiede zwischen Insulinglulisin und Humaninsulin in Bezug auf die Schwangerschaft, die embryonale/fetale Entwicklung, die Geburt oder die postnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3). Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten. Eine sorgfältige Überwachung des Blutzuckerspiegels ist besonders wichtig. Bei Patientinnen mit vorbestehender Diabeteserkrankung oder einem Schwangerschaftsdiabetes ist eine gute Stoffwechseleinstellung während der gesamten Schwangerschaft unbedingt erforderlich. Der Insulinbedarf kann während des ersten Trimenons abnehmen und steigt in der Regel während des zweiten und dritten Trimenons wieder an. Unmittelbar nach der Entbindung fällt der Insulinbedarf rasch ab.
      Stillzeit
      Es ist nicht bekannt, ob Insulinglulisin in die menschliche Muttermilch übertritt, aber im Allgemeinen tritt Insulin weder in die Muttermilch über noch wird es nach oraler Anwendung resorbiert. Bei stillenden Müttern kann eine Anpassung der Insulindosis und der Ernährungsgewohnheiten notwendig werden.
      Fertilität
      Tierexperimentelle Studien mit Insulinglulisin ergaben keine Hinweise auf Nebenwirkungen in Bezug auf die Fertilität.

      Lispro

      4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
      Die Daten von einer großen Anzahl von Anwendungen während Schwangerschaften zeigen keine Nebenwirkungen von Insulin lispro auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fötus/Neugeborenen. Es ist unbedingt notwendig, daß die gute Blutzuckerkontrolle bei einer mit Insulin behandelten Patientin (insulinabhängig oder mit chwangerschaftsdiabetes) während der Schwangerschaft beibehalten wird. Der Insulinbedarf sinkt meistens während der ersten drei Schwangerschaftsmonate undsteigt ab dem vierten Schwangerschaftsmonat an. Patientinnen mit Diabetes sollten unbedingt ärztlichen Rat einholen, wenn eine Schwangerschaft geplant wird oder eingetreten ist. Eine genaue Blutzuckerkontrolle sowie ein allgemein guter Gesundheitszustand sind bei Schwangeren mit Diabetes besonders wichtig. Während der Stillzeit kann eine neue Einstellung der Insulindosierung und der Diät oder beides notwendig sein.

      Aspart

      4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
      Schwangerschaft
      NovoRapid® (Insulin aspart) kann während der Schwangerschaft angewendet werden. Daten aus zwei randomisierten kontrollierten klinischen Studien (322 und 27 exponierte Schwangerschaften) lassen nicht auf Nebenwirkungen von Insulin aspart auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen im Vergleich mit Humaninsulin schließen (siehe Abschnitt 5.1). Es wird empfohlen, schwangere Frauen mit Diabetes (Typ 1 Diabetes, Typ 2 Diabetes oder Schwangerschaftsdiabetes) während der gesamten Schwangerschaft und Frauen mit Diabetes, die eine Schwangerschaft planen, intensiv zu überwachen und den Blutzuckerspiegel engmaschig zu kontrollieren.
      Im ersten Trimenon fällt gewöhnlich der Insulinbedarf, steigt aber anschließend im Verlauf des zweiten und dritten Trimenon
      wieder an. Nach der Entbindung kehrt der Insulinbedarf normalerweise schnell wieder zum Niveau wie vor der Schwangerschaft zurück.
      Stillzeit
      Während der Stillzeit kann NovoRapid® uneingeschränkt zur Therapie eingesetzt werden.
      Die Insulinbehandlung einer stillenden Mutter stellt kein Risiko für das Kind dar. Eventuell muss jedoch die Dosis von NovoRapid® angepasst werden.
      Fertilität
      Tierexperimentelle Studien zur Reproduktion haben keine Unterschiede zwischen Insulin Aspart und Humaninsulin in Bezug auf die Fertilität gezeigt.
      Viele Grüße

      Kakaomandel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kakaomandel ()

    • @ Kakomandel
      NR hat die Zulassung wie ich geschrieben hatte, die anderen nicht das geht auch aus deinem zitierten Text vor. Mir ist völlig wurscht ob ich recht habe oder du, es geht mir darum, dass vielleicht ein bissle mehr Verantwortungsgefühl an den Tag gelegt wird bei den therapeutischen Empfehlungen hier! Es gibt diese Zulassungen nicht, nur Unbedenklichkeitsbescheinigungen. Das ist ein Unterschied. Manno, wir wollen doch helfen hier, dann bitte nicht einfach drauflos. Ein wachsendes Leben ist so wertvoll, das sollte jegliche Sicherheit bekommen die wir bieten können, meiner Meinung nach.

      Jella, ich kann dir die Risiken nicht sagen. In den USA wird anders mit den Analoginsulinen in der Schwangerschaft umgegangen, die Erfahrungen kennen wir aber ich werde mich nicht öffentlich zu Analoginsulinen in der Schwangerschaft äußern. Bin ja nicht verrückt. ;)
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • Katti schrieb:

      Zitat von »Kakaomandel«
      Keines ist ausdrücklich NICHT zugelassen.


      Darüber würde ich mich über einen Beleg freuen. Das wäre mir neu.


      Genau das habe ich Dir mühsam rauskopiert. Kannst Du übrigens auch selbst nachgucken...

      Es geht nicht darum dass ich leichtfertig bin. Was ist besser: Ochnö hat die Gefahr eine Unterzuckerung mit Humaninsulin oder sie kriegt es möglicherweise mit einem Analog besser hin?

      Du stellst das gerade so hin, als sei es völlig neues risikobesetztes Terrain. Stattdessen wird es wird es schon flächendeckend gemacht. Ehrlich gesagt habe ich nur mit Praxen zu tun, die schon lange Analoginsuline auch bei Schwangeren einsetzen...
      Deine zitierte Leitlinie ist aus 2008 und dringend überarbeitungsbedürftig, steht noch nicht mal Aspart drin.
      Sogar in Österreich sind sie weiter.
      Viele Grüße

      Kakaomandel
    • Hallo, ihr Lieben,

      vielen Dank für die Ideen und Anregungen, die es bisher gibt. Ich muss das mal in Ruhe lesen und verstehen, habe aber schon so ein bißchen eine Vorstellung.
      Ein paar Fragen und Anmerkungen habe ich natürlich jetzt schon.

      Ich habe bewusst "Diabetes in der SS" geschrieben und nicht Schwangerschaftsdiabetes oder GDM, weil Kollege Diabetes leider nicht erstmalig und auch leider nicht zeitlich begrenzt auftaucht.

      hjt_Jürgen schrieb:

      sondern auch Zeit und Bewegung

      Hm, für mich kann ich das machen, wobei ich so episodisch das beim Lesen der Werte im Gedächtnis hab. Meine Beraterin interessiert das nicht. Die mag nur Zahlen.

      jella schrieb:

      ich würde bei Deinem Frühstück wohl auf Insulin verzichten

      So habe ich es jetzt auch erstmal gemacht. Erstens geht es beim Frühstück noch ganz gut und zweitens kann ich morgens auf der Arbeit nicht messen und essen und auch nicht vor mich hinzittern. Wenn ich bis nach dem WE da vielleicht bißchen Routine habe, kann ich das auch unter der Woche bei Bedarf mal probieren.

      Katti schrieb:

      die Entwicklung von Ketonkörpern, die bei KH-Reduktion schnell auftritt

      Nun, ich habe ja noch Streifen vom Keto-Experiment. Hab Neugierde halber jetzt auch mal geschaut. Ist nix. Rechne ich auch nicht mit. Ich hatte das bisher immer so verstanden, dass der Insulinspiegel eher bestimmt, ob ich Ketone bilde als die KH-Zufuhr, so dass jetzt bei anscheinend durch SS gesteigerter IR und zusätzlich von Außen beigeführtem Insulin diese Gefahr nicht so groß ist. Ich esse ja auch mehr Eiweiß als beim Ketoexperiment, so dass die Leber genug hat, um Zucker zu produzieren. Weiß ja nicht, ob ich das so richtig verstanden habe. Ich behalte es auf jeden Fall im Auge.

      Katti schrieb:

      kommt immer erst das Kind, danach die Mama - das halte ich auch für absolut richtig.

      Ich gehe fest davon aus, dass alle, die mir antworten, so denken.

      Prinzipiell hoffe ich dennoch, dass ich auch eine weitere basale Unterstützung für den Tag krieg. Dann brauche ich das zum Essen vielleicht nur ab und zu.

      Krümelchen war heut 3cm groß und hat sich schon richtig bewegt.
      Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.