Warnschuß Prädiabetes

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    • Hallo, Ihr Lieben!

      Inzwischen ist allerhand passiert.
      Von 4 Diabetikerschulungsterminen habe ich bereits 2 hinter mir. Es ist leider so, wie ich es hier oft gelesen habe: viel zu viel Kohlenhydrate sind erlaubt, 5 Mahlzeiten am Tag sollen angestrebt werden ... Naja, vielleicht dauert es ja nur noch 87 Jahre, bis sich LOGI bis in die Diabetikerpraxen herumgesprochen hat.

      Im Herbst und im Winter hatte ich langsam aber stetig etliche Kilo zugenommen, die einfach nicht mehr weichen wollten, obwohl ich nach Weihnachten wieder ganz diszipliniert gegessen habe.
      So habe ich mich zum Fasten entschlossen, seit letztem Sonnabend. Nach diesen 5 Tagen sind schon 2 Kilo runter.
      Ich faste 20 Stunden und esse in 4 Stunden 2 Mahlzeiten. Während des Fastens trinke ich nur Tee und Kaffee ohne alles, 0 kcal also.

      Wen das Thema interessiert, hier die Links zu 2 Fernsehsendungen:

      youtube.com/watch?v=KtKmH_jLT2Q&feature=youtu.be ab10:30

      youtube.com/watch?v=Nyyb74PHIQs&feature=youtu.be

      Es geht in den Sendungen weniger um das Abnehmen durch Fasten, sondern um den gesundheitlichen Nutzen. Genetisch sind wir auch auf einen Wechsel von Nahrungsaufnahme und Hunger programmiert. In der Zeit des Hungerns greift die Autophagie, die Selbstverdauung. Defekte Zell-Moleküle werden vom Körper repariert. Das erkannt zu haben, dafür gab es 2016 einen Nobelpreis für einen japanischen Forscher.
      Gerade auch gegen Diabetes wird Fasten empfohlen.

      Für die Schulung muß ich einmal pro Woche ein Blutzucker-Tagesprotokoll machen, 4mal vor dem Essen messen.
      So gute Werte wie seit dem Fasten hatte ich noch nie:

      früh 121 - mittags 111 - abends 107 - vor dem Schlafen 88.

      Mir fällt es leichter, gar nichts zu essen als wenig. (Und wenn ich esse, esse ich natürlich nach wie vor LOGIsch.) Natürlich habe ich Hunger. Den kann ich aber viel besser aushalten, als ich dachte.

      Schöne Grüße von Annette

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Annette aus H. ()

    • Annette aus H. schrieb:

      Für die Schulung muß ich einmal pro Woche ein Blutzucker-Tagesprotokoll machen, 4mal vor dem Essen messen.
      So gute Werte wie seit dem Fasten hatte ich noch nie:

      früh 121 - mittags 111 - abends 107 - vor dem Schlafen 88.
      Das ist aber kein korrektes Tagesprofil, denn dann müsstest du messen:
      Früh den NBZ
      Morgens eine und zwei Stunden nach dem Essen
      MIttags eine und zwei Stunden nach dem Essen
      Abends eine und zwei Stunden nach dem Essen
      und vielleicht noch vor dem Schlafengehen.

      Die Messung VOR dem Essen bringt keine Erkenntnisse, sondern nach dem Essen bringt die Messung das Wissen, wie dein BZ auf die Mahlzeiten reagiert.
    • MonikaB schrieb:

      Die Messung VOR dem Essen bringt keine Erkenntnisse, sondern nach dem Essen bringt die Messung das Wissen, wie dein BZ auf die Mahlzeiten reagiert.
      Du sagst es...
      Aber weißt du, Monika, mir hatten die in meiner Diabetologischen Praxis (der Arzt ist mittlerweile im Ruhestand) eindringlich davon abgeraten, nach dem Essen zu messen, weil- da sind die Werte eh viel zu hoch, das würde mich nur schocken, also sollte ich das mal lassen!!! ;(
      Und das ist dann auch das, was diese Docs erwarten... (tja, schade...)
      Aber natürlich sagt nach dem Essen viel mehr aus.
      Ich würde dann halt so ein Doppelding wählen, Doc erwartet, vor dem Essen, du prüfst aber auch nach dem Essen? Wenn das nur einmal pro Woche ist, denke ich, kann man das auch mal umsetzen.

      Für mich hatte ich seinerzeit Fasten ausgeschlossen, weil mein BZ immer nach dem Aufstehen massiv ansteigt, wenn ich nicht zeitnah was esse und dann auch nicht mehr runter gehen. Hab´s im Moment aber auch so im Hinterkopf. Mal schauen. Danke, dass du deine Erfahrung teilst! LG Grit
    • Hab Dank, Monika, ja, das ist richtig, so kenne ich es auch hier aus dem Forum.

      Der erste Wert ist tatsächlich mein NBZ.
      Aber alle anderen Werte soll ich wirklich so messen (nicht nur bei meiner Diabetologin, sondern damals auch für meine Hausärztin) - kurz vor den Mahlzeiten. Und da ich ab Mittag nichts mehr esse, messe ich eben gegen 19.00 Uhr und dann noch mal gegen Mitternacht.

      Da ich also schon immer so gemessen haben, wie beide Ärztinnen es mir abverlangt haben, habe ich auch den Vergleich zu den Werten vor dem Fasten.

      Ich bringe es einfach nicht fertig bzw. will nicht meine Ärzte belehren, wie ein richtiges Tagesprofil, also die Nachessenswerte, aussieht.
    • Annette aus H. schrieb:

      Ich bringe es einfach nicht fertig bzw. will nicht meine Ärzte belehren, wie ein richtiges Tagesprofil, also die Nachessenswerte, aussieht.
      Aber für dich sind die Werte wichtig, denn genau diese Werte sagen dir, auf welche Nahrungsmittel du reagierst bzw. wie viel du wovon essen kannst.

      Ich messe ca. einmal im Monat ein Tagesprofil und meine Diabetologin erklärt mir jedesmal, wie vorbildlich das sei.
      Durch die Messungen weiß ich z.B., dass ich gekochte Karotten nicht essen sollte, rohe mache mir aber gar nichts. Und das ist sicherlich bei jedem anders.
    • Annette aus H. schrieb:

      Dann kennst Du das Problem mit dem Tagesprofil also auch.

      Ich finde das einzige Problem - wenn überhaupt - sind die vielen Messstreifen die man dadurch verbraucht. Aber zu wissen auf welche Lebensmittel man wie reagiert, wiegt diesen Nachteil auf.
      Lieben Gruß von stümmi


      Erinnert Euch daran nach oben in die Sterne zu blicken
      und nicht nach unten auf Eure Füße
      Stephen Hawkins
    • Liebe Stümmi, das war mißverständlich von mir ausgedrückt.
      "Problem mit dem Tagesprofil" meinte ich in Hinsicht auf meine Hausärztin/Diabetologin, die die Voressenswerte wichtiger finden als die nach dem Essen. Und Grits Diabetologe wollte von ihr auch die Werte vor dem Essen.

      Also, nochmals, ich messe ja gelegentlich 1 und 2 Stunden nach dem Essen.
      Aber ich werde Monikas Rat beherzigen und hin und wieder für die Ärztin alles messen - vor und nach dem Essen.
    • MonikaB schrieb:

      Annette aus H. schrieb:

      Für die Schulung muß ich einmal pro Woche ein Blutzucker-Tagesprotokoll machen, 4mal vor dem Essen messen.
      So gute Werte wie seit dem Fasten hatte ich noch nie:

      früh 121 - mittags 111 - abends 107 - vor dem Schlafen 88.
      Das ist aber kein korrektes Tagesprofil, denn dann müsstest du messen:Früh den NBZ
      Morgens eine und zwei Stunden nach dem Essen
      MIttags eine und zwei Stunden nach dem Essen
      Abends eine und zwei Stunden nach dem Essen
      und vielleicht noch vor dem Schlafengehen.

      Die Messung VOR dem Essen bringt keine Erkenntnisse, sondern nach dem Essen bringt die Messung das Wissen, wie dein BZ auf die Mahlzeiten reagiert.
      Und wer bitte sagt das den Krankenhäusern.
      Dort wurde bei mir auch grundsätzlich VOR dem Essen gemessen.
      Danach hat keinen außer mir interessiert.
      Und ich war am Verzweifeln.
      DM2 festgestellt 14.3.14, Metformin 1000 2x tgl.,
      HbA1: 14.3.14 - 12,3 % / 27.3.14 - 11,5 % / 9.7.14 - 6,8 % / 15.1.15 - 6,9 % / 16.7.15 - 6,0 %/9 Wochen nach Nieren-OP: 12.9.16 6,3 %

      166 groß, 64 kg seit 09/14
    • Das ist unser "selbstgewähltes" Kreuz, denn diabetologisch fachoffiziell ist völlig uninteressant, wie hoch der BZ nach den Mahlzeiten ausfliegt, wenn er nur jeweils vor den Mahlzeiten wieder zurück im Zielbereich ist :(
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • stümmi schrieb:

      Annette wie ich Monika kenne und wie ich verstanden haben - solltest Du für Dich!!!! nach dem Essen messen und nicht für die Ärztin
      Nach einzelnen Mahlzeiten habe ich ja schon oft gemessen! Für mich, um zu wissen, welches Essen gut geht und welches nicht!
      Aber ich habe nur am Anfang mal, als ich die Diagnose Prädiabetes bekam, Nachessenswerte als Tagesprofil gemacht.

      Mein Plan ist nun, ein Tagesprofil mit Werten vor und nach dem Essen zu machen, das ich dann der Ärztin vorlege.
    • Ich habe mir mal hier den ganzen Strang durchgelesen. Vor rund 3 Jahren war ich ja in der gleichen Situation: NBZ bei zwei aufeinanderfolgenden HA-Terminen über 7.0 mmol/l, einmal sogar 7,5 mmol/l. Die Hausärztin wollte sogleich mit Metformin beginnen, was ich aber abgelehnt habe. Dann schickte sie mich zur Diabetesberatung, wo ich a) über das Essensverhalten und b) über den Umgang mit dem Messgerät instruiert wurde. Dann musste ich auch pro Woche 3 Tagesprofile erstellen: Messungen erstens Nüchternblutzucker, 2 Std. nach dem Frühstück, vor dem Mittagessen, 2 Std. nach dem ME, vor dem Abendessen, 2 Std. nach dem AE, vor dem Schlafengehen.
      Somit hatte ich dann sozusagen mein BZ-Profil erstellt. Anhand dieses Profils kam dann raus, dass einfach der Nüchternzucker zu hoch ist. Meine postprandialen Werte, also 2 Std. nach dem Essen, waren mehrheitlich im Normalbereich (Normoglykämie), aber schon unter Berücksichtigung der Ernährungsanweisungen, die ich bei der Diabetesberatung erhalten habe.
      Auch jetzt noch ist mein Problem der erhöhte NBZ!
      Ich werde mich jetzt intensiv mit der Leberreinigung/Leberfasten beschäftigen und hoffe, dadurch bessere NBZ-Werte zu bekommen.
      LG Hedwig