Diabetes nach Linksresektion der Bauchspeicheldrüse

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    • Diabetes nach Linksresektion der Bauchspeicheldrüse

      Diabetes nach Linksresektion der Bauchspeicheldrüse

      Ein Bekannter hat seit letztem Sommer Diabetes. Ihm wurde ein Teil der Bauchspeicheldrüse - der linke Teil - entfernt.
      Glücklicherweise war das entfernte Gewebe nicht bösartig verändert!!
      Nicht alle Patienten haben nach einer Linksresektion einen Diabetes. Aber der Bekannte ist leider betroffen.

      Gibt es hier im Forum Mitglieder, die mit dieser Diabetesform vertraut sind?
      Der Bekannte spritzt Insulin. Bei der letzten Untersuchung war der Langzeitzuckerwert bei 6,1 Einheiten.
      Das war dem Diabetologen, so schien es, eher zu wenig.... ?! Jedenfalls bezeichnete er den Wert als normal...
      Er schlug vor, es könne zukünftig mittags auf der Baustelle auf die Insulingabe verzichtet werden. Mittags / bei der körperlichen Arbeit sei die Insulinsensitivität des Körpers sowieso höher.
      Die Mittagsgabe Insulin erfolgte in den letzten Wochen nicht mehr.... Wenn der Bekannte jetzt am Spätnachmittag nach Hause kommt, ist der Zuckerspiegel eigentlich nicht höher als zu der Zeit mit der mittäglichen Insulingabe.

      Der Langzeitzuckerwert ist jetzt allerdings auf 6,7 gestiegen. Das war seit der OP nie der Fall...

      Der Kommentar des Diabetologen zu dem gestiegenen Wert steht noch aus. Darf er sagen, ein Wert von 6,7 sei völlig o.k. ?

      Ich schildere jetzt nicht noch Weiteres/ stelle nichts zur Diskussion.... Vielleicht ist hier ja niemand, der zu dieser Diabetesform etwas sagen kann.
      Wenn sich doch jemand etwas auskennt - dann bitte , bitte melden.

      Christina
    • Hallo Christina,

      es ist nicht so wichtig, wodurch dein Bekannter die Betazellen verloren hat. Interessant ist eher, wie gut die Restfunktion noch ist und wie gut er sie erhalten kann. Darüber kann er sich mit vielen anderen Diabetikern austauschen.

      Eine moderate KH.Reduzierung, am besten mit LOGIscher Ernährung, ist dabei bestimmt auch sehr hilfreich. Versuche doch mal, ihm LOGI nahe zu bringen, dann kann er sich hier im Forum sehr gut über seinen Diabetes und über die Ernährung austauschen.

      Ein HbA1c von 6,7% ist übrigens keine Katastrophe. Ich würde den Wert aber an seiner Stelle als Ansporn ansehen, das nächste mal wieder bei einem etwas besseren Wert rauszukommen. Wenn er das Mittagsinsulin erst seit wenigen Wochen weglässt, dann muss noch eine andere Ursache für den Anstieg des HbA1c da sein. Das HbA1c repräsentiert den BZ der letzten 8...10 Wochen, da machen 2...3 Wochen leicht höhere BZ-Werte nicht viel aus.

      Beste Grüße an deinen Bekannten, Rainert
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Langzeitzuckerwert und Einfluß auf Entzündungsneigung des Körpers
      Eine vereinfachte / vereinfachende Frage an Euch....
      Der Freund mit der Sonderform des Diabetes 1 nach der OP der Bauchspeicheldrüse..... Mein Beitrag vom 10.5. ....


      Der Freund könnte seinen Alltag ( Insulineinsatz auch mittags oder mittags gar nicht; ...) so gestalten, daß er
      a) einen LZZ - wert von 6,1 hätte ( eine merkliche Unterzuckerung ist nie aufgetreten !!! ...)
      oder
      b) einen LZZ-wert von 6,7 hätte.


      Welche Nachteile wären mit "6,7" verbunden ?
      Muß der Freund z.B. befürchten, dass die Entzündungsneigung in seinem Körper zunimmt?

      Könnte es so sein, dass z.B. eine Arthrose im Schultergelenk ( AC-Gelenk) beginnt, sich durch Entzündungen und starke
      Schmerzen bemerkbar zu machen? Das verlief etwa gleichzeitig / nacheinander ... Ansteigender LZZ und beginnende
      Schulterschmerzen... Sehr starke Schmerzattacken, die -auch durch Medikamente- aufhörten und dann doch wieder begannen.
      Mal links, mal rechts.....


      Der Freund hat Ablagerungen in seinen Gefäßen, wie ein Kardiologe vor 1 1/2 Jahren festgestellt hat. Das Rauchen... Seit der Bauchspeicheldrüsen-OP im letzten Sommer ist der Freund aber glücklicherweise Nichtraucher !!!
      Arteriosklerose und ihre Auswirkungen- auch da werden Entzündungsvorgänge als das eigentliche Problem vermutet. So habe ich das jedenfalls in Erinnerung.
      Wäre also auch die vorhandene Arteriosklerose eine Begründung, auf jeden Fall " 6,1 " anzustreben ??


      Noch zu meinem Anfangsbeitrag vom 10.5. : der Kommentar des Diabetologen zu dem LZZ von 6,7 liegt inzwischen vor : "Ist doch alles bestens..." Er meinte dann aber, der Morgenzucker sei vielleicht etwas hoch... Da könne man überlegen, ob ein Verzögerungsinsulin eingesetzt werden solle.... Und : Nächster Termin in einigen Monaten...

      Vielleicht weiß jemand Rat

      Christina
    • Hallo Christina,

      du scheinst das Forum für "Logi, Flexi-Carb und Leberfasten" mit einem Diabetesforum zu verwechseln.

      Hier gibt es in derTat einen starken Diabetesteil, weil LOGIsche Ernährung sehr hilfreich bei Diabetes allgemein und Leberfasten sehr hilfreich bei Typ2-Diabetes sind. Da dein Freund im Zusammenhang mit seinem Diabtes offensichtlich nicht das geringste Interesse an Logi hat, bist du hiermit deine Fragen wohl nicht ganz richtig aufgehoben. Google einfach mal nach Diabetesforen, da findest du ganz sicher welche, wo deine Fragen viel besser passen.
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Christina schrieb:

      Ich versuche dem Freund Logi-tips zu geben... So gut es geht...
      kann der Freund sich nicht selber u. a. auch hier anmelden?
      Würde ich besser finden, effektiver.
      Ich weiß nicht, welches Diab.-Forum Rainer empfehlen würde, evtl. versucht es dein Freund mal mit dem hier:
      forum.diabetesinfo.de/forum/index.php
      DM2 festgestellt 14.3.14, Metformin 1000 2x tgl.,
      HbA1: 14.3.14 - 12,3 % / 27.3.14 - 11,5 % / 9.7.14 - 6,8 % / 15.1.15 - 6,9 % / 16.7.15 - 6,0 %/9 Wochen nach Nieren-OP: 12.9.16 6,3 %

      166 groß, 64 kg seit 09/14
    • Würde es deinem Freund auch schwer fallen, sich wenigstens hier anzumelden?
      Weil es ja Bereiche gibt, in denen man nur als User mitlesen kann.
      DM2 festgestellt 14.3.14, Metformin 1000 2x tgl.,
      HbA1: 14.3.14 - 12,3 % / 27.3.14 - 11,5 % / 9.7.14 - 6,8 % / 15.1.15 - 6,9 % / 16.7.15 - 6,0 %/9 Wochen nach Nieren-OP: 12.9.16 6,3 %

      166 groß, 64 kg seit 09/14
    • @ Feja

      Nett, dass Du dir Gedanken machst. Aber so ein Forum wäre für den Freund wirklich nichts.

      Ich gebe ihm Bücher / die Logi- Pyramide. Die Pyramide hatte ihm auch der Diabetologe gegeben, bei dem er direkt nach der OP in Behandlung war. Was ein Arzt sagt, zählt schon besonders...

      Über Fernsehsendungen erhält er Informationen usw.

      Manche Dinge gehen nicht... Oder gehen nicht so, wie Fremde das denken... So ist das eben... Es gibt Schlimmeres...

      Danke
      Christina
    • Hallo Christina,

      für deinen Versuch, deinem Freund LOGI beizubringen, wünsche ich dir viel Erfolg.

      Wenn du ihm etwas über LOGI und Diabetes zu lesen geben willst, dann könnte "Stopp Diabetes", das Praxisbuch passend sein. Obwohl der Titel für seinen Diabetes nicht passt, ist das Buch richtig. Auch wenn er seinen speziellen Diabetes nicht stoppen kann, wird er seinen BZ mit LOGIscher und KH.reduzierter Ernährung sehr viel leichter und besser im Griff behalten können, als mit einer für Diabetiker vollkommen ungeeigneten DGE-Kost. Deinem Freund wird es schon helfen, wenn du ihn ein kleines bisschen in Richtung LOGI lenken kannst.

      Erfahrungen zu seinem Insulinmanagement kann er wirklich besser in einem Diabetesforum mit vielen Typ1-Diabetikern sammeln. Das von Feja empfohlene Forum Diabetesinfo halte ich für nicht besonders geeignet. Der Chef von diesem Forum lehnt KH-Reduzierung absolut ab, das zieht sich durch das ganze Forum durch. Ich denke, dass Insulinclub.de besser geeignet ist.

      Es ist schon sehr sinnvoll, wenn dein Freund ein HbA1c unter 6,5% anstrebt. Das sollte er aber nicht nur durch radikale BZ-Senkung mit Insulin erreichen, sondern durch einen Mix aus diabetesgeeigneter Ernährung, Sport und Insulin. Mit so einer Strategie kann er auch mit Diabetes gesund durchs Leben kommen.

      Beste Grüße, Rainer
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rainer ()

    • Danke , Rainer !

      "Stopp Diabetes" war wirklich schon in Gebrauch.
      Jetzt ist mir eingefallen, der Freund könnte sich vielleicht auch noch Rezensionen zu dem Buch anschauen. Manchmal sind das ja Erfahrungsberichte.

      Er hat sich auch den NDR - Markt Beitrag zum "max 25. g Zucker - Experiment" in der Mediathek angesehen. Da war auch Anschauliches dabei ...

      Das Flexi- carb - Buch kenne ich nicht so genau.. Vielleicht wäre auch das für den Freund geeignet. Wenn es anschaulich ist...

      Bewegung hat der Freund durch seine 40 Stunden- Woche als Maurer. Aber irgendetwas läuft seit einiger Zeit falsch. Nach der OP war er so sehr schmal geworden. Aber jetzt passiert etwas "in die andere Richtung". Er nimmt zu - v.a. um den Bauch herum. Das kann, glaube ich, nicht gut sein.

      Ich werde jetzt in dem von Dir empfohlenen Diabetesforum weiter suchen.

      Viele Grüße
      Christina

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Christina ()

    • Der Langzeitzucker steigt..... Der Bauch ist fülliger geworden....
      2016 habe ich von einem Bekannten berichtet, der nach der Entfernung eines Teils seinerBauchspeicheldrüse Diabetiker geworden war ( Typ 3 c )und seit der OP Insulin zu den Mahlzeiten spritzt.
      Anfangs blieb sein Langzeitzucker deutlich unter sieben Einheiten.
      Seit dem letzten Frühjahr hat der Bekannte zugenommen. Anfangs zu seiner Freude.
      Aber dann die Zunahme am Bauch !! Der LZZ stieg auf über 7. Das fand der Diabetologe überhaupt nicht schlimm.

      Seine Worte: Es gebe keinerlei Hinweise, dass Menschen Vorteile davon hätten, wenn der LZZ-Wert unter sieben sei. Die Menschen lebten nicht länger ... LZZ im Bereich von 6,5 bis 7,5 : Uneingeschränkt hervorragend!

      Bei der letzten Messung waren es dann aber schon 7,6. Der Diabetologe: Prima. Weiter so...
      Auch der Morgenzucker ist jetzt höher als zu Anfang der Diabeteserkrankung. Zu Anfang um 120. Jetzt oft 140..

      Der Bekannte nutzt seit November 2017 Freestyle Libre. So kann er verfolgen, wie Ernährung, Insulineinsatz und
      Blutzucker zusammenhängen...

      Darf ich ein paar Minifragen an Euch richten:
      1. Der Zuckerwert nach dem Frühstück steigt in Bereiche um 250 und auch mehr.
      In einer Schulung wurde dem Bekannten gesagt: Der Wert ist o.k.. Nichtdiabetiker haben auch genau solche
      Werte. Nach meinem Wissen stimmt das doch nicht, oder?
      2. Die Arztpraxis hat das Lesegerät eingestellt. Unter anderem auch den akzeptablen Gewebezuckerbereich.
      Was meint ihr, welcher Bereich der gewünschte ist? Also wo liegt der "Blaue Bereich" ? Ich weiß, dass der
      Nutzer diesen Bereich selber einstellen kann. Mir geht es darum, wie der von der Praxis gewählte Bereich
      einzuordnen ist.

      3. Kann es sein, dass sich der Bekannte durch die Gewichtszunahme zusätzlich zu seinem Typ 3 c- Diabetes inzwischen auch noch den Typ 2 - Diabetes eingehandelt hat ? Oder Ansätze von der Typ 2 - Stoffwechsellage
      aufweist ? Ich weiß nicht, wie ich es anders sagen soll.

      ( Der Bekannte hat sich inzwischen von mir überzeugen lassen, sein Abendessen nach dem Logiprinzip zu gestalten, und sieht, dass er - ohne Insulin zu spritzen !! - mit seiner Zuckerkurve im Blauen Bereich bleibt. Er isst etwas Fleisch oder Fisch und ansonsten Gemüse und Salate. Und im Lauf des Abends eventuell noch Nüsse.

      Ich weiß von den Schulungsunterlagen, die der Bekannte damals erhalten hat, dass das Thema, gezielt kohlenhydratarm zu essen, in der Diabetespraxis nicht vorkam. Er hat an einer Schulung teilgenommen, in der Typ 2 - Diabetiker unterwiesen wurden. Eine Gruppe sehr rundlicher Damen. Von denen einige wohl an sich beobachteten, dass sie sich kaum vor weiterer Zunahme schützen konnten... )

      Ich weiß, dass das Forum kein Diabetesforum ist. Aber vielleicht erhalte ich von Euch doch trotzdem Antworten.
      Danke schon jetzt.
      Christina
    • Wie Du’s beschreibst, wird Dein Bekannter genau so behandelt, wie er das braucht. Wenn der Arzt davon ausgehen muss, dass der Patient sich allenfalls genau nach seinen Vorgaben richtet und sich selbst nicht aktiv um seinen Blutzucker kümmert, ist ihm nur eine sehr großzügige Einstellung möglich. Damit wird auf die Dauer immer mehr Insulin gebraucht und miesen Blutdruck- und Blutfett-Werten guter Vorschub geleistet.

      Aber gesünderer Blutzucker geht nur, wenn Dein Bekannter sich aufrafft und schlau macht, so dass der Arzt seinen Blutzucker nicht so grob fernsteuern muss, sonder das er den immer gesünder selbst steuern lernt. Aber wenn er das nicht lernen will, könnte ihn jeder Druck dazu genauso negativ belasten wie der ohne Lernen ein bisschen hohe Blutzucker.
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Könnt Ihr akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich nicht schlau machen können. Die gerne Vorgaben vom Arzt bekommen würden und dann auch versuchen würden, diese zu befolgen.

      Die einzige sachliche Info, die ich von Dir, Jürgen, erhalten habe, steckt in der Aussage: dem Arzt sei nur eine großzügige Einstellung möglich.....
      Einiges weiß bzw. wußte ich über DM. Vieles habe ich auch wieder vergessen... Deshalb ja die Fragen an Euch!
      Wer nimmt sich bitte kurz Zeit und benennt, wo dieser Arzt - im negativen Sinn - zu gr0ßzügig ist. Meine drei Minifragen...

      Und sagt jetzt bitte nicht, ich solle mich selbst schlau machen und das Forum und das Internet durchforsten...
      Christina