PCOS ... Frage nach Infos und Tipps von den Profis

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo Brigitta,

      falls dein HA dir Metformin prinzipiell verschreibt, das aber nicht auf Kassenrezept tun möchte, dann kannst du dir auch ein Selbstzahlerrezept ausstellen lassen. Metformin ist nicht viel teurer als die Zuzahlung.
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Dank Rainer,
      war kein Problem. Hin und wieder mal Bauchkrummeln, nur wenig weicherer Stuhlgang, Übelkeit keine ... habe schon vor einer Woche mit der zweiten Tablette angefangen.
      Ich hatte zweimal Abends Kopfweh ... könnte das so sein, wie beim Einstieg in die Ketose, fühlte sich ähnlich an?

      2 kg sind runter, wobei mir die Gewichtsabnahme ein wenig mit der Wassereinlagerung vor der Periode konkurieren zu scheint. Essen quasi normal (Logisch 1+2), gönne mir aber kleinere Ausreißer auf 3.

      Mal schauen, wie das im Urlaub wird :)
      Grüße, Brigitta
      :sos:
    • BAL schrieb:

      Ich hatte zweimal Abends Kopfweh ... könnte das so sein, wie beim Einstieg in die Ketose, fühlte sich ähnlich an?
      Hallo Brigitta,

      nicht unbedingt Enstieg in eine dauerhafte Ketose, die strebst du ja auch nicht an. Es ist aber sehr wahrscheinlich der Einstieg in die Ketolysefähigkeit. Dein Gehirn muss wieder lernen, auch Ketonkörper als Energiequelle zu nutzen und ist wohl gerade dabei. Keine Angst, die Kopfschmerzen und die gewöhnlich auftretende Matschbirne sind bald vorbei. Danach kannst du uneingeschränkt die Vorteile der Ketolysefähigkeit deines Gehirns nutzen. Viel trinken und viel Salz mildern übrigens die Übergangseschwerden etwas ab.

      Schön, dass du das Metformin gut verträgst, dass ist sehr viel wert.

      LG Rainer
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Hallöchen ... danke noch mal für alle Beiträge.

      Habe im Urlaub total normal gegessen, auch mal 'nen "Pain au Chocolat" oder Nachtisch.

      Zwischendurch hatte ich mal etwas Heißhunger. Mal schauen, wenn ich wieder arbeite, ob ich dann auch noch Ablenkung habe. Trotz also nicht allzu strengem Essen habe ich noch mal ein 1 kg abgenommen, insgesamt also 4 kg ... und das ohne jede Anstrengung. Das finde ich schon mal positiv!!! Wieder zurück aus dem Urlaub kann ich wieder ordentlich LOGIsch essen und dann geht's hoffentlich weiter bergab mit dem Gewicht.

      Als Nebenwirkung würde ich vor allem nennen, dass mir bei zu viel Essen schlecht ist bzw. der Magen drückt. Dann muss ich also nur noch die Essmenge anpassen, was zu Hause besser geht.
      Und glücklicher macht mich vor allem das Gefühl, dass ich mich eben nicht überfressen habe. Nun kann ich allen sagen: " Da schau her (okay, sehen tut man noch nicht allzuviel!!), meine Essensmenge ist nicht zuviel!"

      Viele Grüße, Brigitta
      :sos:
    • Hallo BAL,

      BAL schrieb:

      rotz Insulin-Resistenz sind ja meine Blutzuckerwerte nicht wirklich hoch. Beim oGTT hatte ich nüchtern 91, nach einer Stunde 155 und nach zwei Stunden128. Deshalb meinte ja die Ärzte bisher, dass alles supi wäre.
      das ist doch lange Zeit das Wesen der Insulinresistenz – dass die Blutzuckerwerte (die längste Zeit) normal sind!!! Durch die Insulinresistenz wird so viel mehr an Insulin ausgeschüttet, dass die Resistenz überwunden wird und der Zucker aus dem Blut verschwindet.

      Anfangs reicht die doppelte Menge an Insulin. Später, wenn das Übergewicht zunimmt und die Muskelaktivität nicht gesteigert ist, wird die fünfache oder zehnfache Menge Insulin ins Blut geschüttet um die IR zu durchbrechen. So erklärt sich, das der Blutzucker bei IR über viele Jahre "normal" ist!

      Erst wenn die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse es nicht mehr schaffen diese immensen Insulinmengen bereit zu stellen, steigt der Blutzucker. Das sollten Ihre Ärzte eigentlich wissen: Ein OGTT ohne parallele Insulinbestimmung erkennt erst das Problem, wenn es quasi zu spät ist und die beta-Zellen zu schwächeln beginnen. Zu diesem Zeitpunkt wird vielleicht "gestörte Glukosetoleranz" diagnostiziert oder gar "Diabetes", obwohl der Körper noch Massen an Insulin produziert, quasi in Insulin schwimmt – Mengen, die noch für mehrere Menschen ohne IR ausreichen würden, um bei ihnen einen normalen Blutzucker zu erreichen ! Aber wenn man Pech hat und an einen "kundigen" Arzt kommt, empfiehlt der einem eine fettarme, kohlenhydratreiche Kost und/oder verschreibt einem gleich eine Insulintherapie...

      Bei IR und hohen Insulinspiegeln geht zwar lange Zeit der Zucker aus dem Blut, aber nur beschränkt, wie vorgesehen, in die Muskelzellen, dem physiologischen Speicherort: IR bewirkt auch bei hohen Insulinspiegeln eine Glykogensynthese-Störung! Um so mehr wird der Zucker in alternative Speicher umgeleitet – in Leber und Fettzellen und dort großteils als Fett gespeichert. Deshalb haben so viele Frauen mit PCOS eine Fettleber! Das kann man übrigens alles in meinen Fettleber-Büchern nachlesen!

      Und Übergewicht kommt nicht vom PCO-Syndrom – viel eher ist es umgekehrt. Die hohen Insulinspiegel prädestinieren zum PCOS und die kommen von der IR und die kommt von Verfettung des Körpers + mangelnder Muskelaktivität + andere negative Lebensstilfacetten.

      :)
    • carlos02 schrieb:

      Solch ein Beitrag würde gut in den Kopf eines Diabetesfadens? passen

      Dann wende dich an die Mod`s und schlage dies vor. Vieleicht wird das ja umgesetzt.

      Gruß schlingeline
      Positives erfährst du von meinen Freunden!
      Negatives von meinen Feinden, und die Wahrheit von mir ...!

      Wer lächelt,
      statt zu toben,
      ist der Stärkere.

      Aus Japan


      Mit Jammern ist kein Blumentopf zu gewinnen
    • Nicolai Worm schrieb:

      Und Übergewicht kommt nicht vom PCO-Syndrom – viel eher ist es umgekehrt. Die hohen Insulinspiegel prädestinieren zum PCOS und die kommen von der IR und die kommt von Verfettung des Körpers + mangelnder Muskelaktivität + andere negative Lebensstilfacetten.
      Hmm ... naja, ich muss gestehen, dass ich natürlich nicht Zugriff auf internationalen Berichte usw. habe.

      Ich habe mich ja viel zum Thema PCO umgelesen und hatte eigentlich den Eindruck, dass die wirklichen Ursachen noch nicht bekannt sein. Mag sein, das Übergewicht das Problem verschlimmmert (Fett -> erhöhte Östrogen-Produktion -> Verstärkung der hormonellen Probleme).
      Aus eigener Erfahrung meine ich aber sagen zu können, dass ich schon vor meiner Gewichtszunahme (die wegen weniger Sport aber gleichem Essen kam) sportlich sehr aktiv und nicht so sonderlich viel Speck zu bieten hatte. Dennoch hatte ich schon Probleme, die zu den typischen PCO-Anzeichen gehören, wie Schwankungen beim Zyklus und männlicher Habitus (breite Schultern, tiefe Stimme, Behaarung, usw.). Das setzte mit der Pubertät ein!

      Immerhin ... mit Metformin bin ich sehr zufrieden, habe keine Problem und seit Sommerbeginn ohne Anstrengung und Sport schon 7,5 kg abgenommen. :93:
      :sos:
    • Auch wenn das Forum schon älter ist.
      ich bin froh das nicht nur ich solche Aussagen zu hören bekommen habe und die Erfahrungen machen musste.

      Bei mir wurde schon recht früh (2007) festgestellt das mein Testosteron zu hoch ist aber erst in Hannover im Endo festgestellt das ich PCO hab (ca 2011).
      Ausser Metformin oder der Spezialpille gab es da aber noch keine Ansätze.
      Jetzt war ich nach etlichen Jahren wieder dort und die neue Ärztin sagte mir : Das ist eine Stoffwechselkrankheit die sie haben. Über ihr Gewicht sollten sie sich keine Gedanken machen egal wer was sagt (ich hätte Luftsprünge machen können).
      Endlich ein Arzt der mir bestätigt hat das mit PCO abnehmen so gut wie unmöglich ist.
      Naja nun werd ich medikamentös grad eingestellt und soll zusätzlich auf Logi umstellen. Ich hoffe bei mir klappt das ähnlich gut wie bei den anderen hier :)
    • Nicolai Worm schrieb:

      Und Übergewicht kommt nicht vom PCO-Syndrom – viel eher ist es umgekehrt. Die hohen Insulinspiegel prädestinieren zum PCOS und die kommen von der IR und die kommt von Verfettung des Körpers + mangelnder Muskelaktivität + andere negative Lebensstilfacetten
      Also bei mir kam das extreme Übergewicht durch das PCO bzw die Nebenwirkungen davon. Ich hab bei gleicher Menge Nahrung, mehr Bewegung trotzdem 28 Kg in 6 Monaten zugenommen und das war alles andere als schön.
    • Hmmm ... in meiner Jugend hatte ich viel Sport gemacht, teilweise 3 bis 4 mal Volleyball gespielt. Außerdem bin ich mit dem Fahrrad in die Schule, zusammen eine halbe Stunde am Tag. Auch zum Sport bin ich mit dem Fahrrad gefahren.

      Sicher hat meine Mutter nicht auf sowas wie Blutzucker-Spiegel geachtet und es gab typisches Hausfrauen-Essen. Brot, Marmelade und Honig, Nudeln, Kartoffeln und so. Damals (ich Jahrgang 1969) vermutlich eher weniger Fertigessen. Von den Bildern her kann man deutlich erkennen, dass ich mit Beginn der Pubertät "dicker" wurde, was wegen dem Sport eher bedeutete "kräftig", also stämmige Beine zum Beispiel.
      Die Probleme mit meinen Tagen hatte ich schon immer. Also starke Blutungen und PMS. Mit 18 hatte ich etwas ein Gewicht von 100 kg ohne aber dick auszusehen. Ich behaupte dass ich einen breiten Körperbau habe und schon damals männliche Merkmale wie starke Behaarung hatte. Da habe ich immer noch viel Sport gemacht.

      Richtig zugenommen habe ich erst, als ich mit beginnendem Studium nicht mehr zum Sport kam ( und weil ich dachte, ich wäre wegen dem hohen BMI dick!)

      Wie passt denn dass dazu, dass IR zu PCOS führt, wenn ich eigentlich schon PCOS-Symptome gezeigt habe, aber viel Sport gemacht habe?
      :sos: