Neue Vegetarier-Studie aus Australien: Kein Vorteil in der Gesamtsterblichkeit

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    • Neue Vegetarier-Studie aus Australien: Kein Vorteil in der Gesamtsterblichkeit

      Vegetarier sterben auch! Und zwar gleich häufig wie Gemischtköstler – bezogen auf eine definierte Beobachtungszeit!
      Soweit das Ergebnis aus Australien...

      Laut TK-Ernährungsstudie 2017 leben 2 % Vegetarier und 1 % Veganer in Deutschland. Im Vergleich dazu erscheint
      mir die andauernde Medien-Beschallung in Sachen veganer und vegetarische Kost doch etwas übertrieben.

      Was die Gesundheitsvorteile betrifft, wird immer noch rege diskutiert – wobei Vegetarier in den Industriestaaten
      typischerweise gebildeter und gesundheitsbewusster sind, als die Allgemeinbevölkerung und sich entsprechend
      an einen nachweislich „gesünderen“ Lebensstil halten. Wobei die Frage bleibt, wie „Gesundheit“ zu messen
      ist?

      Ein in der Epidemiologie beliebtes Maß ist die Sterblichkeit. Letztes Jahr erschien eine große Auswertung aus
      England und zur Überraschung vieler war die Sterblichkeit der Vegetarier & Veganer während der Beobachtungszeit
      keinesfalls geringer, als die der Fleischesser/Mischköstler – und die Fisch essenden „Vegetarier“ schnitten
      im Trend sogar am besten ab.

      Gerade ist eine große Studie aus Australien erschienen. Auch dort entstammen Vegetarier der höheren Bildungsschicht
      und verhalten sich viel „gesünder“.* Doch ihre Sterblichkeit während der Langzeitbeobachtung war im Trend sogar
      etwas höher als die der Mischköstler und die Pesco-„Vegetarier“ schnitten wieder im Trend (nicht signifikant) etwas besser ab.

      Wer hätte das gedacht?

      Wenn es um die Gretchenfrage nach der „gesündesten“ Ernährung geht, hat jedenfalls aus wissenschaftlicher Sicht
      die "mediterrane Ernährung", die bekanntlich weder Fleisch noch Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte, Eier und Milchprodukte
      ausschließt, die Nase weit vorn.

      Viele Grüße,
      Nicolai Worm

      * "Compared with regularmeat eaters, complete vegetarians were younger, less likely to be overweight or obese, more likely to be female, and less likely to have cardiovascular and metabolic diseases (including Type 2 diabetes,
      heart disease or stroke) and hypertension at the time of recruitment. They were also more likely to have healthy
      lifestyle behaviours such as a lower prevalence of smoking and risky alcohol intake. With regard to socio-demographic
      factors, complete vegetarianswere more likely to have completed higher education, less likely to be married, and more
      likely to be born overseas than regular meat eaters."