Neue Richtlinien der DGE. Wenig Fleisch....

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    • Gartenmann schrieb:

      Eigentlich sollte man sich auf deren Empfehlungen verlassen können.
      Wie Recht du hast.

      Dass man das nicht kann, ist allerdings schon lange bekannt. Hier ist dazu mal eine aktuelle Aussage von Fachleuten in der Ärztezeitung zu diesem Thema.

      Eine zusammengefasste Begründung für die DGE-Empfehluingen kannst du dir hier auf der Seite 11 ansehen. Die ist zwar aus dem Jahr 2013, aber diese Empfehlung wurde, wie bereits gesagt, unverändert übernommen.
      "Bei hohem Fleischverzehr:
      - Sehr hohe Energiezufuhr (90-800 kcal/100 g), v.a. durch fettreiche Fleisch- und Wurstwaren bzw. Soßen und Panaden.
      - Hohe Zufuhr an unerwünschten Nahrungsbegleitstoffen (z.B.Cholesterin, Purine, gesättigte Fettsäuren).
      - Erhöhte Nierenbelastung durch erhöhte Harnstoffproduktion.
      - Negative Beeinflussung des Calciumstoffwechsels"

      Dass Nahrungscholesterin ein unschädlicher Nahrungsbegleitstoff ist, ist z. B. schon seit mehreren Jahrzehnten bekannt. Noch nicht so lange, aber doch schon eine ganze Weile, ist unter Fachleuten bekannt, dass der Verzehr von gesättigten Fettsäuren nicht schädlich ist. Viele der anderen Punkte haben eine genauso "gute" Grundlage.

      Nun musst du für dich entscheiden, ob du dich auf die Empfehlungen der DGE verlassen willst oder nicht. Der DGE oder anderen kannst du diese Entscheidung nicht überlassen, die kannst du bei gesundheitlichen Problemen nämlich für ihre Empfehlungen nicht haftbar machen. Bei der Margarine und den Transfettsäuren konnte man sehen, dass sich am Ende nicht einmal jemand für besonders schädliche Empfehlungen entschuldigt - es wird einfach abgehakt.
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Gartenmann schrieb:

      Die DGE antwortet nicht
      Das tun sie nicht, sie sind eine Fachgesellschaft, die sich an Profis wenden. Für uns Normalos gibt es durch sie ausgebildete Fachleute, wie die Ernährungsberater der Krankenkassen etc., die meistens (gibt auch Ausnahmen!) brav runterbeten, was sie bei der DGE gelernt haben.

      Zur Fleischmenge steht in den neuen 10 Regeln:
      "4. Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl ergänzen
      Essen Sie Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse täglich, Fisch ein- bis zweimal pro Woche. Wenn Sie Fleisch essen, dann nicht mehr als 300 bis 600 g pro Woche.
      Milch und Milchprodukte liefern gut verfügbares Protein, Vitamin B2 und Calcium. Seefisch versorgt Sie mit Jod und fetter Fisch mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Fleisch enthält gut verfügbares Eisen sowie Selen und Zink. Fleisch und insbesondere Wurst enthalten aber auch ungünstige Inhaltsstoffe"

      Die 300 bis 600 Gramm kannst du dir ja dann auf beliebig viele Portionen aufteilen, schließlich ergänzen sie nur die pflanzlichen Eiweißquellen, wie in der neuen Proteinleitlinie vorgestellt:

      "Die empfohlene Proteinzufuhr von 0,8 g/kg Körpergewicht pro Tag für Erwachsene entspricht, bezogen auf das Referenzgewicht, einer Zufuhr von 57 bis 67 g Protein pro Tag. Diese Menge kann über den Verzehr proteinreicher Lebensmittel erreicht werden. Dazu zählen bei den pflanzlichen Lebensmitteln vor allem Hülsenfrüchte wie Soja, Linsen und Erbsen. Auch Getreideprodukte wie Brot tragen zur Versorgung mit Protein bei. Proteinreiche tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier ergänzen die Zufuhr."
      Ab 65 Jahren gönnen sie den Leuten 1 g/kg Körpergewicht als "Schätzwert". Die Portionen Fisch bestehen laut ihrer Fischleitlinie Regelmäßig Fisch auf den Tisch beispielsweise aus 70 g fettem Fisch + 150 g magerem Fisch.

      Bei den oben empfohlenen Mengen könnte ich nur mit Mühe über den Teppich kriechen! Die LOGIschen Mengen passen viel besser zu mir, aber es muss jeder selber herausfinden, was zu ihm passt. :)

      Ich wünsche fröhliches :hust: Ergänzen! ;)
      Liebe Grüße!

      Tia


      :hexe:

      LOGI steht jetzt also für nix mehr, dafür soll es künftig LOGI 2.0 heissen und dabei essen wir uns künftig die Flexi-Carb-Pyramidenstufen rauf und runter, zählen Kohlenhydrate um die Sportmengen auszurechnen :verrueckt: .... hach, war das Leben mal 3-stufig einfach! :wseufzer:
    • Ich war im Januar für 5 Wochen in einer Reha-Klinik, spezialisiert auf Stoffwechselstörungen und Darmgeschichten, d.h., vor allem auch Diabetiker und extrem adipöse Patienten waren dort. Auch schon dort wurde von dieser Fleischmenge von 300 bis max. 600 gr./Woche gesprochen, wobei in dieser Menge auch alle Wurst mit eingerechnet war.

      Allerdings wurde dort auch immer fettarmer Quark/Joghourt/Käse/Wurst usw. empfohlen. Diese Empfehlung lese ich zum Glück nicht mehr in den Regeln.

      auch wurde bei der Empfehlung von 2 Portionen Obst immer die gekrümmte Hand als Maß genommen, entsprechend einer kleinen Mandarine oder einem Mini-Apfel. Das Hauptaugenmerk lag immer auf 40 bis besser 60 % Kohlenhydrate.

      Irgendwie kann ich an den "neuen" Richtlinien keine Änderungen feststellen gegenüber dem, was uns versucht wurde, in endlosen Vorträgen beizubringen.

      Na ja, ich habs überlebt. :thumbup: