Fettleber trotz Leberfasten

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    • Fettleber trotz Leberfasten

      Hallo, ich habe im Oktober mit Hilfe des Buchs "Leberfasten nach Dr. Worm" versucht, meine seit fast 20 Jahren bestehende Fettleber abzubauen, also ohne Hepafast. Ich habe mich ziemlich strikt an die Vorgaben des Buchs gehalten, habe aber zumindest in der Anfangsphase zu wenig Eiweiß zu mir genommen, das aber später korrigiert. Außerdem betreibe ich seit Anfang Dezember dreimal pro Woche Kraftsport und führe fast jeden Tag 16/8 Intervallfasten durch. Ich habe bis jetzt 20kg abgenommen (von 95 auf 75 bei 195 cm) und dabei wollte ich es auch belassen bzw. durch Muskelmasse wieder zunehmen. Mein Ziel sind im Moment 1900kcal (90g KH, 140g EW, 100g Fett). Nun habe ich meine Blutwerte kontrollieren lassen und auch ein MRT der Leber wurde durchgeführt (das war nicht nur für die Fettleber). Triglyceride und Gamma GT sind jetzt sehr gut, GPT (61) und GOT (43) leider noch gar nicht, außerdem ist immer noch eine deutliche Verfettung der Leber zu erkennen. Mein Arzt meint nur, ich hätte meine Fettleber zwanzig Jahre gepflegt, jetzt solle ich ihr ein bisschen Zeit zum Fett abbauen lassen.
      Ich weiss jetzt nicht so recht, was ich tun soll? Abwarten? Mir einen Hepalogen suchen und versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen? Einen zweiten Anlauf Leberfasten versuchen, aber diesmal mit Hepafast? (Wobei ich eigentlich nicht mehr abnehmen will, viel ist zumindest nicht mehr drin) Was würdet ihr tun?

      Achja, ich trinke ca. 0,5 l Wein pro Woche (nicht pro Tag!). Nun wurde mir strikt davon abgeraten, auch nur einen Tropfen Alkohol zu trinken, so lange die Fettleber nicht komplett verschwunden ist. Könnte das ein Teil des Problems sein?

      Dank & Gruß
      Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eisenrad ()

    • Von weiterem Abnehmen ist dir dringend abzuraten.
      Dein Kalorienziel finde ich unverständlich, willst du keine Muskeln aufbauen?
      Ich würde die Kalorien erhöhen, mehr Fett und Eiweiß und weniger KH. Und vor allem auf wenig Fruktose achten.
      "Die Wahrheit ist auch, dass das Leben ohne den Tod nicht möglich ist, dass, egal, was du isst, jemand sterben musste, um dich zu ernähren" - Lierre Keith :)
    • Danke für die schnelle Antwort. Ich habe Angst vor dem Jo-Jo Effekt und wollte daher meine Kalorienzufuhr nur langsam wieder hochfahren. Grundsätzlich soll es natürlich wieder mehr werden. 140g Eiweiss sind bei meinem Körpergewicht fast 2g pro kg. Ist das zu wenig? Bei den KH war ich am Anfang auf 60, dann 80, jetzt 90. Sollte ich lieber wieder auf 60 zurück? Bei Fruktose bin ich sehr vorsichtig. Ich esse kein Obst, ausser Beeren und davon maximal 50g am Tag.
      Gruß
      Stefan
    • Mit einem BMI von 25 warst du vor dem Leberfasten rechnerisch auch nicht übergewichtig. Woher jetzt die Angst vor JoJo? Ist dein Körperbau eher hager?
      Wie sieht denn dein Essen grad aus?
      "Die Wahrheit ist auch, dass das Leben ohne den Tod nicht möglich ist, dass, egal, was du isst, jemand sterben musste, um dich zu ernähren" - Lierre Keith :)
    • Alles Bauchfett. Mein Bauchumfang hat sich von 105cm auf 85cm verringert. Ich esse Salat, sehr viel Gemüse, selbstgebackenes Low-Carb Brot, Joghurt, wenig Käse, 3 mal pro Woche Fleisch, 2 mal Fisch, Wie gesagt, Obst fast gar nicht, nur ein Handvoll Beeren, ansonsten Butter, Olivenöl, nach dem Sport Whey Protein und täglich einen Löffel Fischöl.
    • Den Wein würde ich erst mal streichen (ich weiß, dass das hart sein kann, aber hilft ja nichts).
      Ansonsten tust du ja schon sehr viel (!) was einer Fettleber entgegenwirkt.
      Folgendes könntest du noch probieren:
      • Ausreichend Cholin zuführen (Eier), ggfs. kann man das auch substituieren (Sojalecithin).
      • ca 4g Omega 3 Fettsäuren (EPA, DHA) pro Tag zuführen, Fischöl
      • Folsäure Werte anheben, 5-MTHF substituieren
      • Glycin Zufuhr erhöhen, das ist z.B. in Gelatine oder kollagenem Eiweiß viel enthalten
      • Eisenwerte im Blut checken, bei Ferritin Blutwert deutlich über 150 ng/ml , Konsum von rotem Fleisch einschränken oder Blut spenden gehen.
      Wünsche dir viel Erfolg und gute Besserung.

      • Ausreichend Cholin zuführen (Eier), ggfs. kann man das auch substituieren (Sojalecithin).

        • Mehr Eier essen bekomme ich hin
      • ca 4g Omega 3 Fettsäuren (EPA, DHA) pro Tag zuführen, Fischöl

        • Das mache ich schon
      • Folsäure Werte anheben, 5-MTHF substituieren

        • öh, was muss ich da machen?
      • Glycin Zufuhr erhöhen, das ist z.B. in Gelatine oder kollagenem Eiweiß viel enthalten

        • auch in Fleisch und Fisch dachte ich
      • Eisenwerte im Blut checken, bei Ferritin Blutwert deutlich über 150 ng/ml , Konsum von rotem Fleisch einschränken oder Blut spenden gehen.
        • Ich esse nicht so viel rotes Fleisch, werde das aber mal testen

      Dank & Gruß
      Stefan
    • Fleisch und Fisch meinte ich eigentlich weniger. Es geht mir um die nicht essentiellen Aminosäuren und die sind beim Tier hauptsächlich in der Haut im Bindegewebe in den Knorpeln und Sehnen, also alles, was du üblicherweise nicht mit isst. Du konsumiert ja schon Whey Protein, also besorg dir beim Proteindealer deines Vertrauens ein Kollagen-hydrolysat und misch dir 30g täglich ins Joghurt.

      5Mthf, z.b. das hier: unzulässige Werbung
    • Das sind auch recht neue wissenschaftliche Erkentnisse, dein Hausarzt wird nichts dazu wissen und in gängigen Gesundheitsratgebern ist vermutlich auch nichts zu finden. Zu den biochemischen Hintergründen kannst du in den Veröffentlichungen von Forschern auf dem Gebiet der Fettleber lesen, z.B. hier:
      nutrition.univie.ac.at/forschu…niv-prof-dr-ina-bergheim/
      Da gibt es einen Link zu Pubmed auf der Seite.
    • Naja, als medizinischer Laie kann ich mir das zwar durchlesen und teilweise auch verstehen, aber ich kann es natürlich nicht bewerten und in den wissenschaftlichen Kontext einordnen.

      Trotzdem habe ich natürlich hier schon einige wertvolle Tipps bekommen.

      Allerdings bin ich mir immer noch im unklaren, was ich jetzt tun sollte, z.B. nochmal 2 Wochen Leberfasten mit Hepafast. Leider kenne ich hier in Berlin niemanden, den ich fragen kann. Termine bei Hepatologen zu kommen ist sehr schwer.
    • Naja, die möchten doch Hepafast verkaufen. Das ist überhaupt nicht abwertend gemeint, das würde ich ja auch tun wollen. Damit will ich auch gar nicht behaupten, dass die mich schlecht beraten würden, nur eine objektive Beurteilung der Sachlage kann ich doch da nicht erwarten.
    • Glaubst du, dass andere Ärzte, die vielleicht noch weniger mit der Materie vertraut sind, dich gut beraten können (denke an die Empfehlungen DGE bei Diabetes,
      Einstellung vieler Ärzte zu Vit. D, ad lib)?
      Versuch mach kluch(g) - probiere es doch einfach, keiner zwingt dich, es zu kaufen.
      Wo Worte selten, haben sie Gewicht! William Shakespeare
    • Die Fragestellung ist aber folgende: Warum habe ich trotz durchgeführten Leberfastens immer noch eine deutliche Fettleber mit schlechten GOT/GPT und ist ein zweiter Versuch (diesmal mit Hepafast) erfolgversprechender? Eine realistische Antwort ist vermutlich, dass beide Fragen nicht beantwortbar sind. Dann bleibt für mich noch die Frage, ob meinen jetztigen geringen Körperfettanteil zwei Wochen mit nur 1000 kcal ein Risiko beinhaltet?
    • Wie kannst Du erwarten, dass eine jahrelang *gezüchtete* Fettleber mit 2 Wochen kalorienreduziertem Essen verschwindet?

      Mit Hepafast hast Du den Vorteil dass alle nötigen Mineralstoffe da sind - ob Du die auch mit deinem 1000 kcal Essen hast, kannst nur Du beantworten.
      Lieben Gruß von stümmi


      Erinnert Euch daran nach oben in die Sterne zu blicken
      und nicht nach unten auf Eure Füße
      Stephen Hawkins
    • Eisenrad schrieb:

      Die Fragestellung ist aber folgende: Warum habe ich trotz durchgeführten Leberfastens immer noch eine deutliche Fettleber mit schlechten GOT/GPT und ist ein zweiter Versuch (diesmal mit Hepafast) erfolgversprechender?
      Wir können hier im Forum keine medizinischen Beurteilungen und Ratschläge geben.
      Wie schon erwähnt, gibt es in Leberfastenzentren Ärzte, die deinen sehr speziellen Fall sicher kompetent beurteilen können.
      "Die Wahrheit ist auch, dass das Leben ohne den Tod nicht möglich ist, dass, egal, was du isst, jemand sterben musste, um dich zu ernähren" - Lierre Keith :)
    • Ich würde es nicht nochmal mit Fasten durchziehen. Die Gefahr, dass du dir durch die weitere krasse Kalorienrestriktion die hormonelle Achse durcheinanderbringst ist ja auch gegeben. Fahre weiter ein geringes Kaloriendefizit, streiche den Alkohol, bleibe beim Krafttraining und gib der Leber noch etwas Zeit. Du kannst später immer noch die Brechstange (Hepafast) erneut ansetzen, wenn partout nichts passiert.

      P.S. Ich habe selbst mal 67kg bei knapp 1,90m gewogen, glaube mir, da ist fasten eine Brechstange.
      P.P.S. Das ist nur meine subjektive Meinung, ich kenne dich nur von den paar Zeilen hier aus dem Forum und bin auch kein Arzt. Die Entscheidung musst du selbst treffen und das kann dir ein Forum auch schlecht abnehmen. Vielleicht findest du ja doch einen guten Arzt, der dich da ein wenig besser an die Hand nehmen kann.
    • Es tut mir leid, wenn der Eindruck entstanden ist, ich würde eine medizinische Einzelberatung erwarten. Im Ausgangpost habe ich es deutlich noch so formuliert, dass ich eben keine medizinische Beratung erwarte, sondern Ratschläge, was der nächste Schritt sein könnte. Im Nachhinein habe ich das wohl aus den Augen verloren.

      Nur um eine Sache klar zustellen: ich habe Leberfasten nach dem gleichnamigen Buch von Anfang Oktober bis Mitte Dezember betrieben, dann nochmal in den ersten beiden Januarwochen. In der Zwischenzeit und danach (also auch jetzt) ernähre ich mit nach den LOGI Prinzipien. Also nicht nur "2 Wochen kalorienreduziertes Essen".

      ich habe jetzt ein Leberfastenzentrum kontaktiert, mit denen ich schon im September Kontakt hatte und werde mich dort beraten lassen.

      Vielen Dank an alle für die interessante und kontroverse Diskussion

      Gruß
      Stefan