...und plötzlich war es Diabetes

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  • ...und plötzlich war es Diabetes

    Hallo zusammen,

    ich bin jetzt einige Jahre mit der Diagnose Insulinresistenz rumgelaufen. Nun war ich vor kurzem in der Psychiatrie und da fielen leicht erhöhte Zuckerwerte am Nachmittag auf. Daraufhin wurden mehrere Tage Zucker-Tagesprofile angefertigt. Die Nüchternwerte waren völlig in Ordnung, die Werte am Nachmittag waren jeweils leicht erhöht.
    Spricht man nun schon von Diabetes?
    Ich habe auf jeden Fall zusätzlich zu Metformin, das ich schon jahrelang wegen der IR und des PCOS nehme, ein weiteres Zuckermedikament erhalten. Seitdem kann ich wieder besser auf KH verzichten.
    Was meint ihr dazu?

    Bin gespannt und danke euch schonmal!
    LG Dreamcatcherin

    Neustart: diesmal langsam, aber dafür beständig
  • Dreamcatcherin schrieb:

    Ich habe auf jeden Fall zusätzlich zu Metformin, das ich schon jahrelang wegen der IR und des PCOS nehme, ein weiteres Zuckermedikament (Xelevia) erhalten.
    Was meint ihr dazu?
    Hallo Dreamcatcherin,

    Glückwunsch zu deinem Entschluss, wieder bei LOGI einzusteigen, um deine IR und den Diabetes in den Griff zu bekommen - ich wünsche dir viel Erfolg dabei. :)

    Wenn es möglich ist, dann erfrage deinen Langzeitwert HbA1c und die Werte, die zur Diagnose geführt haben. Wenn du an die Werte nicht rankommst, ist es auch nicht so schlimm. Ich denke nicht, dass dir die Ärztin ein Diabetesmedikament verschrieben hätte, wenn deine BZ-Werte nicht im diabetischen Bereich oder zumindest knapp davor gelegen haben. Mit Xelevia kannst du auch nicht viel falsch machen. Bei hohen BZ-Spitzen wirkt es und mildert diese ab, bei gutem BZ passiert gar nichts. Wenn du Xelevia gut verträgst, dann kannst du es zusätzlich zur LOGIschen Ernährung und zu Metformin unbesorgt nehmen.

    Langfristig solltest du aber unbedingt deine Werte in Erfahrung bringen und deren Entwicklung beobachten. Am besten lässt du dir bei einem Arztbesuch immer eine Kopie des Laborberichtes mitgeben und sammelst die.

    Alles Gute, Rainer
    Typ2-Diabetiker seit 2002
    HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
  • Hallo Dreamcatcherin,

    willkommen zurück und viel Erfolg!
    Vielleicht besorgst Du Dir erstmal das Buch "Stopp Diabetes", falls Du es noch nicht hast. Es gibt Dir viele Informationen, die Du im Moment anscheinend brauchst. Wenn Du es schon zu Hause haben solltest, lies es nochmal durch. ;)

    Melrettich schrieb:

    Ich steig nicht durch...du hast bei normalem hba1c und normalen NBZ sitagliptin verordnet bekommen, dessen Anwendungsgebiet diabetes mellitus typ2 ist und psychiater (!) haben dir die diagnose diabetes mitgeteilt .
    ?(
    @Melrettich: Ein Psychiater ist zwar auch ein Arzt, wird diese Diagnose aber sicher nicht gestellt haben. In jeder Reha, egal welchem Zweck sie dient, werden die Patienten immer auch von einem Allgemeinmedizin "betreut". Solltest Du doch wissen, ist doch noch nicht so lange her. ;) Blutuntersuchungen und eine allgemeine körperliche Untersuchung sind obligatorisch (Eingangsuntersuchung). Wenn dort etwas auffällt, wird eventuell weiter untersucht, was ja bei Dreamcatcherin offensichtlich geschehen ist. Jedoch sieht man den Allgemeinmediziner, aus meiner Erfahrung, genau zwei mal in der Zeit der Reha. Am Anfang und am Ende. Die sitzen zwar in ihren Teams zusammen und reden über die Patienten, aber nicht wirklich mit den Patienten, so dass diese eine Diagnose häufig nur von einer Schwester erfahren, die das neue Medikament herausgibt. Dass bei diesem lückenhaften System Fragen offen bleiben, bzw. Dinge nicht richtig beim Namen (HbA1c im Normbereich?) genannt werden, ist aus meiner Sicht vorprogrammiert. Es ist, auch wenn es hier sicher Qualitätsunterschiede gibt, eben eine Massenabfertigung.
    Auch ich war vor 13 Jahren in einer psychosomatischen Reha. Damals sind erhöhte Nüchternwerte und auch erhöhte Nachessenswerte aufgefallen. Die Aussage dazu war: "Ist alles noch nicht so schlimm!" Vielleicht hat ja auch Dreamcatcherin so etwas gehört!? Ein Medikament bekam ich nicht verordnet. Den Rat zum Diabetologen zu gehen, bekam ich auch nicht. Andere Probleme hatte ich reichlich, also schaltete sich automatisch mein persönliches Verdrängungsprogramm ein und ich landete erst sieben Jahre später mit einem ausgewachsenen Diabetes beim Arzt.

    Schön, dass Du Dreamcatcherin schon vorher den Weg zu LOGI zurück gefunden hast! :sehrgut:
  • Bathidababy, ich war in keiner psychosomatischen Reha. Ich habe die Internisten in der Reha wöchentlich, manchmal zweimal wöchentlich gesehen. Eben wegen der Bz tagesprofile, die ich auch gesehen habe, auf dem Laufzettel, den ich an diesem Tag bekam.

    Davon ab lese auch nichts von einer Reha sondern "Psychiatrie". Und ich kennen Fehldiagnosen zu Diabetes noch und nöcher, gestellt von Fachärzten, die den Patienten besser zu jemandem überwiesen hätten, der sich damit auskennt.
    Daher fragte ich nach.

    Aber wenn alles ganz klar ist, dann isses ja alles super.
  • Melrettich schrieb:

    Davon ab lese auch nichts von einer Reha sondern "Psychiatrie". Und ich kennen Fehldiagnosen zu Diabetes noch und nöcher, gestellt von Fachärzten, die den Patienten besser zu jemandem überwiesen hätten, der sich damit auskennt.
    Auch in der Psychiatrie wird bei jeder Einweisung am Anfang eine umfangreiche Laboruntersuchung gemacht.
    Aber ich gebe Dir insofern Recht, dass ich dann auch noch nach dem Aufenthalt zum Diabetologen gehen würde, um das genau abzuklären.
    Liebe Grüsse
    ragi123 :)


  • Mel, ich hab doch überhaupt nicht unterstellt, dass Du in einer psychosomatischen Reha warst. Ich habe nur versucht, ein wenig Verständnis zu zeigen und zu wecken.

    Und ja Rena, der mündige Patient... Das von Dir beschriebene Handeln ist aber dem ein oder anderen Patienten, der (aus welchem Grund auch immer) in der Psychiatrie Zeit verbringt, nicht immer vollumfänglich möglich.

    So, bevor sich jetzt wieder jemand angegriffen oder auf den Schlips getreten fühlt, bin ich schon wieder weg. Ich entschuldige mich auch, dass ich die Psychiatrie mit einer Reha gleichgesetzt habe. Da hab ich nicht aufmerksam genug gelesen. Aber siehe Ragis Beitrag.
    Ich hab auch nirgendwo geschrieben, dass Dreamcatcherin nicht zu einem Diabetologen gehen soll. Im Gegenteil bin ich natürlich auch der Meinung, dass der dringend auf ihren Terminkalender gehört.
  • Renegat schrieb:

    Nach meiner Meinung ist das Wissen von Mel oft ein Glauben und nicht immer richtig.
    8| Bitte? Wenn hier einer Ahnung von Dia hat dann ist es Mel. ?(
    Anhänger der neuen Religion Mobbing gehören zur Sekte der Sekkierer.

    ...und dann sind da noch Kohl's 17 Millionen Kulturverweigerer.
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    Ausrufezeichen sind keine Rudeltiere.
  • Hab des öfteren mit Langzeit- Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken zu tun, und da ist es in der Regel so, dass da auch verschiedene Fachbereiche konsultiert werden (in dem Rahmen sind auch Termine oft schneller zu bekommen), was ich sehr gut finde, und was du so, wenn du z.B. ambulant einen HNO- Arzt aufsuchst, natürlich so umfassend nicht erlebst.
    Andersherum kommt es in diesen Langzeit- Aufenthalten schon und nicht selten vor, dass Termine bei Spezialisten (wie HNO, Augenmedizin, Internist etc.) einfach mit dazu gehören. Von guten Kliniken kenne ich es jedenfalls so, und oft gehen auch in die Gesamt- Berichte auch die einzelnen Befundberichte der verschiedenen Fachbereiche mit hinein, was dann da so auch ausgewiesen ist.
    Oft bekommt der Patient das nicht so leicht auseinander gehalten, da passiert oft so viel, da kannst schon mal auch überfordert sein.

    Wie auch immer, liebe Dreamcatcherin, ich hoffe, es geht dir jetzt wieder besser. Und schön, dass du zurück gefunden hast.

    Schön, dass die Ärzte (welcher Fachrichtung auch immer), da so schnell reagiert haben, mit Xelevia bist du sehr gut versorgt.

    Ich schließe mich ansonsten dem Rainer an: versuch doch mal, einen Laborbericht zu erhalten, und einen Befundbericht von deinem Klinikaufenthalt kannst du ja auch versuchen zu bekommen.
    Vielleicht bekommst du ja auch ein Blutzuckermessgerät mit, evt. auch in der Apotheke oder von deinem Hausarzt.

    Ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass du gut wieder rein kommst und wünsche dir viel Erfolg! LG Grit
    30.08.2012+ LOGI- Beginn DM- Diagnose HbA1c 11,1 jetzt <6 Gewicht von 80 kg auf um 60 kg
    Von jedem Tag will ich was haben, was ich nicht vergesse: Ein Lachen, ein Sieg, eine Träne, ein Schlag in die Fresse!!! :herz: :herz: :herz: