HILFE!Glucose-Toleranztest total PATHOLOGISCH!???

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    • melly schrieb:

      Genau das ist es! Und wenn ich mich mit 74 noch spritze, glaube ich nicht, dass der Wert noch in irgendeinem Rahmen ist...
      Deswegen würde ich bei dem Wert vor dem Essen auch nur so viel Kurzzeit-Insulin zum Essen spritzen, wie ich für dieses Essen bräuchte, und bei diesem Wert vor dem Schlafengehen auch nur so viel Langzeit-Insulin, wie ich zum Aufwachen mit 70-100 bräuchte.

      Keine Hexerei, nur ein bisschen Lernen, und was Opa Jürgen lernen konnte, kannst Du schon lange ;)
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Ein guter Diabetologe wird Dir vermitteln, wieviel am besten Du wann am Tag von welchem Insulin spritzen kannst, damit Dein BZ nicht zu niedrig und nicht zu hoch verläuft.

      Und nein, es ist nicht einfach ne Sache, für die Du zu dumm zum Ausrechnen sein könntest, sondern das ist ein unendlich komplexer Prozess, der sich beständig ändert, und den auch der tollste diabetologische Facharzt nur beobachten und entsprechend fortlaufend neu angepasst gesund ausgleichen kann. Und zu solchem fortlaufen neu angepassten Ausgleichen, kann er Dich anleiten :)

      Nachtrag zum komplexen Prozess
      aeon.co/essays/why-pregnancy-i…r-between-mother-and-baby
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • melly schrieb:

      Ich esse mehr oder weniger ziemlich gleich...Null KH nicht, eher immer 20-30g...
      Bei IF und 2 x täglich 20 - 30 g KHs sowie dem Bedarf, den dein Baby hat, dürftest du in Ketose sein. Dafür bräuchtest du zur Auswertung der in deinem Fall physiologischen Insulinresistenz plus Schwangerschaft einen Fachmann, der sich mit der Problematik auskennt. Die wenigsten Ärzte sind damit vertraut.

      Inwieweit in diesem Fall Spritzen oder nicht Spritzen dem Kind schaden könnte - ich weiß es nicht.

      Nicolai Worm schrieb:

      Das hatten wir schon oft: Eine physiologische Insulinresistenz (Schwangerschaft, schwere Verletzung etc.) ist nicht das gleiche wie eine durch Verfettung und Inaktivität erreichte Insulinresistenz! Das eine ist physiologisch und geht schnell wieder weg und das andere ist pathophysiologisch und geht erst nach Abspecken und Sport wieder weg...

      :)
      Liebe Grüße
      Ruth :)

      Vitamin-D Status sowie Aufsättigung und Dosierung siehe mein Profil


    • Ich hatte in meiner zweiten Schwangerschaft auch einen Gestationsdiabetes mit erhöhten Nüchternwerte am Morgen. Die Werte nach den Mahlzeiten waren immer ok, nur der morgendliche Wert nicht.
      Ich habe dann die letzten drei Monate der Schwangerschaft immer nur am Abend Insulin spritzen müssen. Das hat immer super geklappt; ging der Nüchternwert wieder hoch, habe ich ab dem nächsten Abend mehr gespritzt. Meine Ärztin war immer zufrieden, und Söhnchen kam dann so dünn zur Welt (3.480 g auf 55 cm), dass er anfangs seine Körpertemperatur nicht selber halten konnte, er hatte dann immer ein Kirschkernsäckchen an den Füßen unter seiner Decke. :hust:
    • Ruth schrieb:

      Bei IF und 2 x täglich 20 - 30 g KHs sowie dem Bedarf, den dein Baby hat, dürftest du in Ketose sein.
      Genau das beführte ich... :wseufzer:

      Ruth schrieb:

      Die wenigsten Ärzte sind damit vertraut.
      Ich glaube, bei uns NIEMAND!!!! :91:

      melast80 schrieb:

      Ich hatte in meiner zweiten Schwangerschaft auch einen Gestationsdiabetes mit erhöhten Nüchternwerte am Morgen. Die Werte nach den Mahlzeiten waren immer ok, nur der morgendliche Wert nicht
      Schön zu hören dass es noch jemanden so ging und das alles OK war!

      melast80 schrieb:

      Ich habe dann die letzten drei Monate der Schwangerschaft immer nur am Abend Insulin spritzen müssen. Das hat immer super geklappt; ging der Nüchternwert wieder hoch, habe ich ab dem nächsten Abend mehr gespritzt.
      Das ist genau was mir Sorgen bereitet. Gestern waren meine Nüchtern-Werte zu Hoch / also, hätte ich dann am Abend ( mehr ) spritzen müssen. Die Nüchternwerte Heute aber, OHNE INSULIN, waren wieder in Ordnung!!! Also, hätte ich gespritzt ( oder mehr gespritzt weil der Werte Gestern höher war ), wäre das unnötig oder zu viel gewesen!! :90:

      Melrettich schrieb:

      Melly, ich wäre dafür, dass du dir das alles von nem diabetologen erklären lässt.
      Weder jürgen noch ich sind schwanger....
      Werde ich machen, spätestens nächste Woche. ;)

      hjt_Jürgen schrieb:

      Keine Hexerei, nur ein bisschen Lernen, und was Opa Jürgen lernen konnte, kannst Du schon lange
      Sei nicht so sicher! ;)
      Liebe Grüße
      melly :100:
    • hjt_Jürgen schrieb:

      Und zu solchem fortlaufen neu angepassten Ausgleichen, kann er Dich anleiten
      Hoffe ich so sehr... :wseufzer:

      Melrettich schrieb:

      Das heisst Du weisst garnicht, wie die Werte sind, bevor Du ins bett gehst. also auch nicht, ob die vielleicht höher waren und bis morgens höher bleiben...
      Also, jetzt habe ich es gemacht. 1 Std. nach dem Abendessen war Gestern 108, dann bevor ich ins Bett gegangen bin 83. Und dann Heute in der Früh 92.
      Liebe Grüße
      melly :100:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von melly ()

    • Deine Messwerte sagen, dass ich einer meiner Töchter in so einem Fall zur Ruhe und Ohren-zu bei der Gyn-Beratung raten würde. Aber wenn sie sich dann wie Du beständig damit plagen würde, dass sie zu hohe Nüchternwerte produzierte, würde ich mich dem Gyn-Vorschlag zu Insulin anschließen. Denn nichts ist so mies für’s Kind wie ne chronische Panik der Mutter. Und gespritztes Insulin kommt wg der Hormonschranke von der Mutter zum Kind nicht zum Kind. Und wo beim Foetus/Neugeborenen Unterzucker erst bei 36mg/dl anfängt, würde dem Kind auch nicht schaden, wenn die Mutter mal ein bisschen zu viel spritzt und etwas unterzuckert. Also so um 60-50mg/dl. Und NEIN, das ist noch keine schwere Unterzuckerung, sondern dafür braucht es deutlich weniger als 30 und bei vielen auch weniger als 20.

      Und wenn frau sich zum Insulin überreden lassen will, ist eher eindeutig besser, denn dann hat sie mehr Zeit, auszutesten und zu lernen, wieviel wann am besten für ihren angestrebten BZ-Verlauf passt und wie sie mit kurzfristigen Bedarfsveränderungen am besten umgehen kann. Daumendrück :)
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Melly, ich denke du solltest deiner Gynäkologin vertrauen. Schwangerschaftsdiabetes wird heutzutage sehr häufig diagnostiziert und behandelt. Du kannst sicher davon ausgehen, dass sie Erfahrungen hat und auch Erfahrungen mit ihren Kollegen austauscht. Insulin ist kein Gift und das Spritzen geht heutzutage nebenbei.

      Als ich vor über 25 Jahren meine Tochter zur Welt brachte war ich schon Typ 2 Diabetikerin. Damals hat man aber nicht so intensiv darauf geachtet. Ich habe nur ziemlich diszipliniert gegessen und hatte wegen meines 4 1/2 jährigen Sohnes und Berufstätigkeit viel Bewegung.
      Als meine Tochter gesund geboren war ( 2300g auf 54cm) war sie sehr unruhig und schrie ohne Unterlass. Die gründliche Untersuchung zeigte dann, dass sie HUNGER hatte. Ihr Körper hatte sich an den latent höheren Blutzuckerspiegel der Mutter angepasst und nun war der plötzlich normal. Nach drei Tagen war alles entspannt.
      Solche Aktionen kannst du deinem Kind ersparen und solltest dich auf die medizinischen Errungenschaften der letzten 25 Jahre verlassen.

      Ich wünsche dir genussvolle und intensive drei Schwangerschaftsmonate! Genieße diese wundervolle Zeit.

      nette
    • hjt_Jürgen schrieb:

      Deine Messwerte sagen, dass ich einer meiner Töchter in so einem Fall zur Ruhe und Ohren-zu bei der Gyn-Beratung raten würde
      :hust:

      hjt_Jürgen schrieb:

      würde ich mich dem Gyn-Vorschlag zu Insulin anschließen
      ...Falls meine Nüchtern-Werte 4mal in der Woche zu hoch werden, bekomme ich Insulin. Und natürlich werde ich sehr brav spritzen.

      hjt_Jürgen schrieb:

      wenn die Mutter mal ein bisschen zu viel spritzt und etwas unterzuckert. Also so um 60-50mg/dl. Und NEIN, das ist noch keine schwere Unterzuckerung, sondern dafür braucht es deutlich weniger als 30 und bei vielen auch weniger als 20.
      Danke, das hilft mich weiter. Meinem Schwager, wenn er zu viel spritzt, wird sehr schwindlig und kann nicht aufstehen bevor seine Frau ihm Zucker gibt, dann geht in halbe Stunde wieder. Aber solche Theaterstücke brauche ich sicher nicht in der Früh, ich habe einen Sohn den ich in die Schule führe jeden Tag und ich möchte nicht, dass er mit mir sowas erleben muss. Aber wenn du sagst dass das nicht so schnell geht, dann mache ich mir keine Sorgen mehr, ich werde dann schon irgendwie meine " Einstellung " rausfinden! :imsohappy:

      hjt_Jürgen schrieb:

      Daumendrück
      Danke!

      Panisch bin ich nicht ( oder NOCH nicht ), nur ich bin so eine Person die IMMER ALLES SOFORT verstehen möchte und das kann ich nicht begreifen dass der Blutzucker einfach so hin und her spielt wie er will, ohne irgendeinen Regeln oder so...Aber damit lebe ich schon über 40 Jahren.Ich kann nicht schlafen wenn ich etwas nicht verstehe ( oder kontrollieren kann )... :saint:
      Leider muss ich mich damit abfinden dass die Hormonhaushalt einfach...etwas ist das man nicht verstehen und kontrollieren kann! :hexe:
      Liebe Grüße
      melly :100:
    • Schau mal, Melly:

      Diabeteszentrum Lüneburger Heide schrieb:

      Vermeiden Sie eine Ketose

      Ihre Körperzellen verbrennen normalerweise Zucker zur Energiegewinnung. Wenn Ihr Körper jedoch aufgrund des Schwangerschaftsdiabetes Zucker nicht richtig verwerten kann, nutzen die Zellen stattdessen Fett als Energiequelle. Ein Abbauprodukt der Fettverbrennung sind die sogenannten Ketone.
      Ein hoher Überschuss an Ketonen im Blut (Ketose) kann Ihr Blut stark übersäuern und gefährlich für Ihr Baby werden.
      In der Schwangerschaft entstehen Ketone vermehrt, wenn Sie nicht genügend Kalorien oder Kohlenhydrate zu sich nehmen. In manchen Fällen kann es erforderlich sein, morgens mit speziellen Urinteststreifen den Ketongehalt im Urin selbst zu überprüfen.
      Tipps zur Ketosevermeidung
      • Halten Sie sich an Ihren Ernährungsplan:
      • Nehmen Sie die empfohlene Menge an Kohlenhydraten und Kalorien zu sich.
      • Essen Sie eine kleine, kohlenhydratreiche Spätmahlzeit, z.B. ein belegtes Brot. Dies vermeidet eine Ketonbildung während der Nacht.
      • Lassen Sie keine Mahlzeit ausfallen.

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      Liebe Grüße
      Ruth :)

      Vitamin-D Status sowie Aufsättigung und Dosierung siehe mein Profil


    • Danke, liebe Ruth! :knuddel:
      Was ich dann " richtig " mache, ich nehme Basen-Citrate!!! ;)
      Ich versuche es zu ändern - allerdings fällt mir echt schwer, nach so langer Zeit nach LOGI mit wenig KH´s. Gestern habe ich 1 Stunde lang überlegt, was ich KH-haltiges essen sollte und nichts gefunden was mich anspricht...Es ist so schwer, wenn der Körper irgendwie nicht danach schreit... :90:
      Liebe Grüße
      melly :100:
    • melly schrieb:

      Es ist so schwer, wenn der Körper irgendwie nicht danach schreit...
      Das verstehe ich sehr gut!
      Du könnterst zumindest versuchen, ein kh-haltiges Frühstück zu dir zu nehmen. Vielleicht mit Haferflocken, Nüssen, Milch oder Joghurt oder Quark und Obst. Dann wäre schon die erste Ketosefalle beseitigt, das intermittierende Fasten. Dein Kind braucht keine Ketone, sondern genügend Nährstoffe.
      Liebe Grüße
      Ruth :)

      Vitamin-D Status sowie Aufsättigung und Dosierung siehe mein Profil


    • Danke, die Haferflocken habe ich ganz vergessen. Ich frühstücke jetzt schon, allerdings trinke ich Zb. ein halbes Liter Kefir oder esse ich ein Joghurt ( 500g )...
      Ich bestrebe die Ketose gar nicht, sonst ( wenn ich nicht schwanger bin ) brauche ich nur mehr als 15g KH´s pro Tag zu essen und fliege sofort raus...Allerdings , habe ich mindestens das Gefühl, schaut das ganze in der Schwangerschaft anderes zu funktionieren - ich glaube, da bin ich auch mit 60g KH täglich in der Ketose.... :wseufzer: Hätte ich nie gedacht...
      Liebe Grüße
      melly :100:
    • laut Lüneburger Heide:
      Ein hoher Überschuss an Ketonen im Blut (Ketose) kann Ihr Blut stark übersäuern und gefährlich für Ihr Baby werden.

      Das ist so, ABER DAS TRIFFT AUSSCHLIESSLICH AUF TYP 1 ZU, wenn da viel zu wenig Insulin gespritzt wird!
      In der normalen und völlig gesunden Ketose gibt es keine auch nur annähernd bedenkliche Ketonmenge im Blut.

      Woran merkst Du eigentlich, wenn Du aus der Ketose fliegst?
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Ruth schrieb:

      hjt_Jürgen schrieb:

      Das ist so, ABER DAS TRIFFT AUSSCHLIESSLICH AUF TYP 1 ZU, wenn da viel zu wenig Insulin gespritzt wird!
      Auf der Seite geht es ausschließlich um Schwangerschaftsdiabetes!
      Das ändert NICHTS an der Tatsache, dass für die schädliche Übersäuerung des Blutes Ketone allein nicht ausreichen, sondern sooo viiiele davon, wie nur mit absolutem Insulinmangel entstehen können.

      Bitte mal den Zusammenhang beachten: So ein Laden hat nicht in der Hauptsache mit Schwangerschaftsdiabetes generell zu tun, sondern in der Hauptsache mit T1 und mit T1 Schwangerschaften, also mit absolutem Insulinmangel. Ketose ist für diese Herrschaften praktisch immer gleichbedeutend mit Ketoazidose.

      Bei Schwangerschaftsdiabetes ohne T1 handelt es sich nicht um einen Insulinmangel, sondern um die mengen- und zeitmäßig nicht so ganz passende Regelung der Ausgabe von Glukose und Insulin, wobei die Insulinmengen auf Seiten der Mutter wie beim beginnenden T2 deutlich größer als bei einer Frau in der gleichen Situation ohne Schwangerschaftsdiabetes sind: Folglich keine Möglichkeit übersäuernder Mengen an Ketonen.
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.