Bin ich Diabetiker?

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    • Bin ich Diabetiker?

      Obige Frage beunruhigt mich gerade ein wenig. Wie im Vorstellungsthread beschrieben, ist es mir im vergangenen Jahr gelungen, deutlich abzunehmen, was enorm positive Auswirkungen hatte und weiterhin hat.

      Einzig das Bauchfett hält sich relativ hartnäckig. Ich hatte mir nun aus verschiedenen Gründen noch mal meine Laborwerte der vergangenen Jahre angeschaut und mich dabei etwas erschrocken, da meine Nüchternglukosewerte offenbar die Definition die Definition von Prädiabetes bzw. zweimal sogar Diabetes erfüllen. Ich muss gestehen, dass ich mich mit dem Thema bislang nie beschäftigt hatte. Und auch wenn die Werte laborseitig als außerhalb der Toleranz markiert waren, haben meine Ärzte, welche die Blutwerte mit mir immer en detail durchgegangen waren, an dieser Stelle nie irgendeine Anmerkung gemacht. Es war halt einer unter mehreren Werten, die etwas außerhalb des Normbereiches waren. Insgesamt schien sich das alles aber im vertretbaren Rahmen zu bewegen.

      Hier im Forum (und auch anderswo) heißt es hingegen:

      ″Konkret wird bereits ein Diabetes diagnostiziert, wenn zweimal ein Nüchternblutzucker von 125 mg/dl oder mehr gemessen wird. Unabhängig davon, wie hoch der Blutzucker nach den Mahlzeiten ist.“

      ″Offiziell wird Prädiabetes definiert durch einen Nüchternwert zwischen 110 und 125 mg/dl (IFG - gestörte Nüchternglukose) oder einem oGTT-2h-Wert zwischen 140 und 200 mg/dl (IGT - gestörte Glukosetoleranz).“

      Meine Werte der vergangenen Jahre sahen wie folgt aus:

      nüchternglucose.png


      Nun ist mir mittlerweile zwar eine Ernährungsumstellung geglückt und die Werte sehen freundlicher aus. Aber wenn ich die Threads hier lese, scheint das ja noch nicht automatisch zu bedeuten, eine Diabetes bzw. ″Prädiabetes“ loszusein, sondern eher, das Problem halbwegs unter Kontrolle gebracht zu haben, aber weiterhin achtsam sein zu müssen.

      Der Grund, dass ich die Laborberichte noch mal rausgesucht hatte, waren neben dem hartnäckigen Bauchfett noch folgende Beschwerden, die laut Wikipedia durchaus mit Diabetes assoziiiert sein können:

      - Heißhungerattacken relativ kurz nach dem Essen (auch bei "logischer" Ernährung)

      - zunehmende Sehprobleme der vergangenen Jahre, vor einigen Tagen gerade wieder habe ich auf einem Auge von morgens bis abends nur sehr verschwommen gesehen. Zuvor hatte ich das bislang eher mit einsetzender Alterssichtigkeit (scheint ab 45 ja ein Thema zu sein) in Verbindung gebracht, aber dieser verschleierte Blick war schon unangenehm. Aber vielleicht auch einfach nur Erschöpfung.

      - auch mit dem Hören habe ich seit einigen Jahren zunehmend Probleme

      - starke Schulterschmerzen, die laut meinem Orthopäden unter ″Frozen Shoulder“ bzw. ″Shoulder Impingement“ fallen. Hab das mittels Übungen mittlerweile zum Glück halbwegs lindern können.

      - regelmäßig wiederkehrende Zahnfleischbluten/Zahnfleischentzündungen seit vielen Jahren


      Offenbar können das ja allesamt durchaus Begleitsymptome einer Diabetes sein.

      Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich bei allen Blutabnahmen jeweils acht bis zehn Stunden nüchtern war oder etwas weniger (esse leider häufig recht spät), das könnte insofern ein verfälschender Faktor gewesen sein. Vermutlich sollte ich meinen Arzt aber zumindest mal vorschlagen, das Ganze via oGTT-2h abzuklären? Unabhängig davon würde mich aber schon mal eure Einschätzung der Nüchternwerte interessieren. Da ich das Thema bislang überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, ist es schon etwas unheimlich für mich, aber möglicherweise mache ich mir da völlig unnötig Gedanken? Gerade der A1c-Wert aus 12/2018 sieht ja wieder recht erfreulich aus. Und der ist ja wahrscheinlich aussagekräftiger/entscheidender.

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    • sullivan schrieb:

      Bin ich Diabetiker?
      Sicher ist, dass deine BZ-Automatik nicht mehr ganz in Ordnung ist. Ob du zur Zeit irgend eine der relativ willkürlich festgesetzten Diagnoseschwelle für Diabetes überschreitest, müsstest du von deinem Arzt feststellen lassen.

      Dass einige deiner Probleme nur von dem leicht gestörten BZ herrühren, ist nicht ausgeschlossen aber auch nicht sehr wahrscheinlich. Zum Augenarzt solltest du auf jeden Fall schnell gehen, egal woher die Probleme kommen. Diabetische Augenschäden können tatsächlich manchmal schon bei jahrelangem stark schwankenden BZ entstehen.

      Heißhunger kommt definitiv nicht vom Diabetes sondern von der Ernährung, evtl. verstärkt durch manche Diabetesmedikamente. Frozen Shoulder und auch die Zahnfleischentzündungen treten bei Diabetikern ein bisschen häufiger auf als bei Nichtdiabetikern. Die kann man aber nicht als Symptome für Diabetes betrachten, sondern lediglich als Anstoß, genauer nachzusehen. Wenn diese Sachen bei dir von stark schwankendem BZ kommen, dann kannst du bei einer LOGIschen Ernährung eine deutlich Besserung erwarten.

      Beste Grüße, Rainer
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Wenn ich Du wäre, würde ich sagen, ich habe Diabetes, denn die Blutwerte, die Du da angegeben hast, waren ja ärztlich festgestellte. D.h. meine Blutzucker-Automatik ist defekt, und ich muss sie vor allem mit meinem Ess- und Bewegungsverhalten gezielt so unterstützen, dass mein Blutzucker 24/7 im gesunden Rahmen verläuft.

      Gesunder Rahmen ist vor allem bis maximal um 140mg/dl in den Spitzen nach allen Einverleibungen und maximale Schwankungen zwischen Blutzuckertal und Blutzuckerspitze um 50mg/dl. Manchmal höhere Spitzen und manchmal größere Schwankungen machen sicher noch keine Folgekrankheit, aber die Übergänge von manchmal zu ausreichend oft für irgendeine weitere Plage sind mit Sicherheit sehr fließend und individuell.

      Bisher gibt es keine medizinisch-wissenschaftliche Idee, wie sich solche Automatik-Defekte reparieren oder verhindern lassen, aber wer den persönlichen Defekt mit seinem Ess- und Bewegungsverhalten praktisch gesund ausgleicht, ist damit praktisch genauso gesund wie jemand ohne Automatik-Defekt.

      Ja, selten, aber kommt halt ab und zu mal vor, gibt es schon diabetische Schäden an kleinen Gefäßen und Nerven mit wenig höher als gesundem BZ und wenig größer als gesunden Schwankungen. Aber z.B. an den Augen betreffen die den Hintergrund, die Retina, und damit nichts, was man selbst sehen könnte. Denn mit den betroffenen Stellen sieht man nicht verschwommen, sondern NICHTS.

      Also geht zum Augenarzt für Dein verschwommenes Sehen - und lass bei der Gelegenheit auch gleich mal Deinen Augenhintergrund als Vorsorge-Routine bei Diabetes untersuchen.
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Habt vielen Dank für eure Antworten. Am meisten interessiert mich jetzt:

      Rainer schrieb:

      Sicher ist, dass deine BZ-Automatik nicht mehr ganz in Ordnung ist.
      Wie realistisch ist nach eurer Erfahrung die Chance, diese Automatik wieder nachhaltig in Ordnung zu bringen, also in einen optimalen Bereich, oder muss ich mich schon darauf einstellen, dass Blutzucker immer ein gewisses Thema für mich bleiben wird? Sprich, dass sich die Werte mittels LOGischer Ernährung zwar bessern lassen, aber immer eine gewisse Anfälligkeit bestehen und die Automatik sich wahrscheinlich nie ganz in den optimalen Bereich zurückbewegen wird?

      Entschuldigung, wenn ich etwas naiv frage, aber bis vor ein, zwei Tagen schien das ganze Thema tatsächlich noch meilenweit für mich entfernt. War jetzt eher ein "Zufallsfund".

      Zum Augenarzt werde ich auf jeden Fall gehen.
    • hjt_Jürgen schrieb:

      Bisher gibt es keine medizinisch-wissenschaftliche Idee, wie sich solche Automatik-Defekte reparieren oder verhindern lassen, aber wer den persönlichen Defekt mit seinem Ess- und Bewegungsverhalten praktisch gesund ausgleicht, ist damit praktisch genauso gesund wie jemand ohne Automatik-Defekt.
      Inzwischen gibt es einige veröffentlichte Beispiele von Leuten, denen das gesunde Augleichen schon gut 10 Jahre gelingt, mit einigen Büchern allen voran Hans Lauber
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Hi Jürgen, unsere Posts hatten sich etwas überschnitten, mit deinem vorletzten ist meine Frage darunter ja gewissermaßen schon beantwortet. Also eher unwahrscheinlich, dass ich perspektivisch wieder in den "Normal"bereich gelange. Was aber offenbar auch kein so großes Drama ist.

      hjt_Jürgen schrieb:

      Wenn ich Du wäre, würde ich sagen, ich habe Diabetes, denn die Blutwerte, die Du da angegeben hast, waren ja ärztlich festgestellte. D.h. meine Blutzucker-Automatik ist defekt, und ich muss sie vor allem mit meinem Ess- und Bewegungsverhalten gezielt so unterstützen, dass mein Blutzucker 24/7 im gesunden Rahmen verläuft.
      Umso überraschender für mich, dass meine Ärzte, welche die Befunde intensiv mit mir durchgegangen sind, dazu tatsächlich rein gar nichts gesagt haben. Für sie waren eher Sachen wie LDL-/HDL-Werte und -Quotient auffällig. Ansonsten waren die Blutfettwerte wohl halbwegs ok.
    • Folgende Fragen stellen sich mir jetzt noch:

      1. Im vergangenen Jahr habe ich mein Gewicht um knapp 30 kg reduzieren können, nach zuvor ebenfalls recht rasant erfolgtem Anstieg. Der Schlüssel dafür dürfte nicht zuletzt das sogenannte Intervallfasten gewesen sein. Das fiel mir gar nicht sonderlich schwer, da ich nach dem Aufstehen meist stundenlang keinen Hunger habe. Mitunter nehme ich die erste Mahlzeit erst am Nachmittag zu mir, bis dahin trinke ich eine ganze Menge Wasser und fühle mich recht wohl dabei. Auffällig finde ich eben nur, dass der Hunger nach der ersten Mahlzeit erst so richtig losgeht und ich dann binnen weniger Zeit relativ viel essen muss, um mich halbwegs gesättigt zu fühlen. Ich habe mal getestet, wie es ist, wenn ich das Frühstück nicht weglasse, habe aber das Gefühl, dass es auf diese Weise deutlich schwerer ist, eine negative Energiebilanz zu erzielen und ich insgesamt deutlich mehr esse.

      Frage lautet nun: Ist ein solcher 8/16-Essrhythmus mit eher späten Mahlzeiten in Hinblick auf Blutzucker unvernünftig oder kann ich das so beibehalten?

      2. Ich würde mir am liebsten auf der Stelle ein BZ-Messgerät besorgen, um die Schwankungen messen zu können. Im Internet werden ja einige kostenlose Geräte angeboten, teuer werden dann die Teststreifen. Bei dm gibt es für nen Zwanni den GlucoCheck Advance mit 50 Streifen inklusive. Damit könnte ich dann sofort loslegen. Weiß jemand, ob der brauchbar ist oder gibt es andere Empfehlungen (ggf. Apotheke)?

      3. Nachdem es mir die letzten zwanzig Jahre ja insgesamt nicht besonders gut ging, habe ich im vergangenen Jahr endlich wieder Sport machen können und bin regelrecht süchtig danach geworden, sofern die Zipperlein wie Schulter mich nicht davon abhalten.

      Mir fiel bisher nur auf, dass ich nach stundenlangen Radtouren oder intensiven Schwimmsessions kaum Gewichtsverlust hatte, was möglicherweise ja was mit Cortisolausschüttung zu tun hat. Gibt es hinsichtlich Blutzucker irgendetwas, was ich in Sachen Sport beachten muss?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sullivan ()

    • zu 1
      Deinen 8/16-Essrhythmus mit eher späten Mahlzeiten kannst du beibehalten. Wenn du ein Messgerät hast, dann überprüfe mal vorsichtshalber den BZ zwischen Aufstehen und der ersten Mahlzeit. Manche Diabetiker beobachten da einen Anstieg und dann wäre das Weglassen des Frühstücks nicht optimal. Ich denke aber, dass so etwas bei dir nicht sehr wahrsheinlich ist.

      zu 2.
      Nimm lieber ein Markengerät und besorge die Teststreifen preiswert über e.bay oder über Online-Apotheken. Ich habe mit so einem Billiggerät (wobei 20€ auch nicht gerade billig sind) schlechte Erfahrungen gemacht. Die Mondwerte, auf die man sich nur wenig verlassen konnte, haben mir am Ende wenig geholfen.

      zu 3.
      Sport hat langfristig eine positive Wirkung auf die Gesundheit und auch auf die Gewichtsentwicklung. Die Kurzfristwirkung wird von vielen deutlich überschätzt.
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Du hast eine Störung im Zuckerstoffwechsel,

      aber den Werten Xx heißt das Diabetes,

      aber die Störung ist so oder so da, egal ob das jetzt Diabetes heißt oder nicht...

      mit anderen Worten, Du solltest in jedem Fall auf Deine Ernährung achten,

      viele Grüße,

      Karin

      PS Augenarzt ist eine gute Idee
      Lo más importante que aprendí a hacer después de los cuarenta años fue a decir no cuando es no Gabriel Garcia Marquez
    • sullivan schrieb:

      Mir fiel bisher nur auf, dass ich nach stundenlangen Radtouren oder intensiven Schwimmsessions kaum Gewichtsverlust hatte, was möglicherweise ja was mit Cortisolausschüttung zu tun hat. Gibt es hinsichtlich Blutzucker irgendetwas, was ich in Sachen Sport beachten muss?
      Stundenlange Radtouren senken bei mir den BZ-Wert - auch die Nüchternwerte.
      Kurze, knackige, schweißtreibende Sporteinheiten mit Auspowern (bei mir ist es z.B. 30 Min Stepboard + Aufwärmen + C-down) können den BZ-Wert bei mir erhöhen.
      Mache ich aber trotzdem, 1. weil es mir Spass macht, 2. weil es mir hilft das Gewicht zu halten.
      Liebe Grüsse
      ragi123 :)


    • Toll, wie viel Support es hier gibt. Nachdem es im letzten Jahr gesundheitlich erstmals seit Ewigkeiten so richtig bergauf ging, fühlt sich das hier schon als Rückschlag an bzw. dass von nun an mehr Dinge zu berücksichtigen sind. Umso besser zu wissen, dass sich in der Praxis gar nicht so viel ändern muss.

      Bestell mir nachher das Messgerät von Beurer und dann werde ich wohl ab morgen an mir rumpieksen können. :)
    • sullivan schrieb:

      Umso überraschender für mich, dass meine Ärzte, welche die Befunde intensiv mit mir durchgegangen sind, dazu tatsächlich rein gar nichts gesagt haben. Für sie waren eher Sachen wie LDL-/HDL-Werte und -Quotient auffällig. Ansonsten waren die Blutfettwerte wohl halbwegs ok.
      Die Herausforderung für die Medizin ist ein bisschen kompliziert: Da ist zwar auf der Theorieseite ab 100 der noch nicht so ganz definierte Prädiabetes und ab 125 der definierte Diabetes, aber nüchtern 100-140mg/dl gilt auf der Behandlungspraxisseite als gute Einstellung mit Diabetes.
      Warum also über einen Diabetes in einem Stadium sprechen, das ohne Medis praktisch behandlungsmäßig völlig in Ordnung ist und das sich nur mit erheblichem Info- und gewaltigem individuellem Anpassungs-Aufwand verbessern ließe, wenn sich andere Parameter zur Diskussion anbieten, die mit einfacher morgens+mittags+abends Medikation verbessert werden könnten?

      Zwar verbessern sich häufig alle Blutwerte mit einem wirklich gesund gesteuerten Blutzucker bis in den gesunden Bereich. Nur kann den Blutzucker nur der Betroffene selbst so gesund steuern, wenn er 24/7 den persönlichen Einsatz dafür bringt. Darauf hat ein Arzt praktisch keinen Einfluss, und die Anleitung dazu kriegt er auch nirgendwo bezahlt. Für den Arzt sehr viel machbarer ist die als gut bewertete Blutzucker-Einstellung und dazu die morgens+mittags+abends-Medikation für Fette und Druck, die damit häufig ansteigen.
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Verstehe. Das wird dann bei Diabetologen nicht viel anders sein, vermute ich. Die ärztliche Beratung meiner Krankenkasse sagte mir am Telefon ebenfalls, die Werte seien keinerlei Hinweis auf Diabetes. Aber es geht mir nicht um Ärzte-Bashing, hätte ja selber mal genauer hinschauen können. Oder früher hier nachfragen.

      Und es besteht ja noch die Möglichkeit, dass ich vor der Blutentnahme nicht immer die vollen zehn Stunden nüchtern war, denn diese Vorgabe hatte ich nicht. Vielleicht erklärt das den einen oder anderen Ausschlag nach oben.

      Lese mich gerade ein hinsichtlich Glukosetoleranztest: "Vor dem Test sollte der Patient mindestens drei Tage lang eine kohlenhydratreiche Diät eingehalten haben." Ui. Damit müsste ich mich ja komplett gegen meine Gewohnheit ernähren und zurückkehren zu alten Ernährungsmustern, die mir gar nicht bekommen sind. Ist das dennoch sinnvoll im Sinne eines verlässlichen Testergebnisses? Dann würde ich notfalls in den sauren ... Kartoffelbrei beißen.
    • sullivan schrieb:

      sauren ... Kartoffelbrei
      Das nennt man dann im Schwäbischen "geriebener Kartoffelsalat", ich denke noch mit Schaudern an dieses Erlebnis, als ich, nichts Böses ahnend, nach meiner Mandel-OP dieses Gericht erhielt.
      Erstens wusste ich noch nichts von dieser kulinarischen Köstlichkeit und zweitens hatte ich mich so auf den Kartoffelbrei gefreut.
      Also, iss lieber echten Kartoffelbrei, wenn es denn sein muss :)
      Wo Worte selten, haben sie Gewicht! William Shakespeare
    • sullivan schrieb:

      Lese mich gerade ein hinsichtlich Glukosetoleranztest: "Vor dem Test sollte der Patient mindestens drei Tage lang eine kohlenhydratreiche Diät eingehalten haben." Ist das dennoch sinnvoll im Sinne eines verlässlichen Testergebnisses?
      Das ist zwingend erforderlich, genauer werden mindestens 150g KH pro Tag gefordert .

      Falls du das nicht machst, überreagiert deine BZ-Automatik auf die Glukoselösung. Dann erhältst du falsch hohe Werte, aus denen du dann nichts ersehen kannst.
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • sullivan schrieb:

      Und es besteht ja noch die Möglichkeit, dass ich vor der Blutentnahme nicht immer die vollen zehn Stunden nüchtern war, denn diese Vorgabe hatte ich nicht.
      Nüchternzucker kann man einigermaßen genau auch nur direkt nach dem Aufwachen auf der Bettkante bestimmen.
      HbA1c bzw. oOGT ist da genauer.
      DM2 festgestellt 14.3.14, Metformin 1000 2x tgl.,
      HbA1: 14.3.14 - 12,3 % / 27.3.14 - 11,5 % / 9.7.14 - 6,8 % / 15.1.15 - 6,9 % / 16.7.15 - 6,0 %/9 Wochen nach Nieren-OP: 12.9.16 6,3 %

      166 groß, 64 kg seit 09/14
    • Schließt das eine denn das andere aus ? Ich bin auf LOGi gestoßen, um mich gesünder zu ernähren und meinen BMI zu verringern. Bereits hierfür ist ein möglichst gesunder Zuckerstoffwechsel elementar, entsprechend war und ist das ohnehin meine höchste Priorität, und so lebe ich ja seit einem Jahr.

      Nichtsdestotrotz interessiert mich natürlich eine möglichst verlässliche Diagnostik. Sollte es da vielleicht etwas "Entwarnung" geben, wird meine Reaktion garantiert nicht sein: Nun kann ich mich von Herzen gehen lassen. Ganz im Gegenteil, das würde mich vielmehr zusätzlich motivieren.