Unterzuckerung LOGIsch begegnen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Unterzuckerung LOGIsch begegnen

      Hallo zusammen,

      ich bin derzeit in der psychiatrischen Klinik und kann mich dort nicht ganz so LOGIsch ernähren, wie ich gerne würde.
      Gestern Abend ist mein Salat derart klein ausgefallen und es war bis auf Brot mit Aufschnitt nichts zu finden, was ich hätte essen können. Entsprechend habe ich mir kurzerhand eine Pizza bestellt.
      Eine kurze Weile danach sprach mich eine Schwester an, weil ich etwas blass wirkte und mir war auch etwas schwindelig und schlecht. Sie war dann gleich dabei und wollte meinen BZ messen. Tja der lag bei 88.....etwas niedrig für direkt nach dem Essen. Ich sollte dann schnell was süßes essen oder trinken. Ich hatte noch Schokolade da, die habe ich mir dann gegönnt. Danach kletterte der BZ immerhin auf 100, damit waren dann alle beruhigt und zufrieden.

      Nun meine Frage: Was kann ich essen oder trinken, wenn mein BZ abrauscht, vor allem wenn er noch stärker abrutscht ohne direkt unLOGIsch zu werden? Was würdet ihr machen?

      Freue mich auf eure Antworten
      LG Dreamcatcherin

      Neustart: diesmal langsam, aber dafür beständig
    • Hallo Dreamcatcherin,

      du bräuchtest dir um Unterzuckerungen nur Gedanken zu machen, wenn du Insulin spritzt oder Glimeperid oder ähnliche Tabletten nimmst. Meines Wissens machst du beides nicht. Insofern kannst du nicht gefährlich unterzuckern und brauchst nichts zu tun, auch wenn du ein Gefühl der Unterzuckerung hast.

      Fraglich ist, ob wirklich eine Unterzuckerung die Ursache für dein Unwohlsein war. Ein BZ-Wert von 88mg/dl spricht dagegen. Zu niedrig nach der Mahlzeit ist so ein Wert nun wirklich nicht, besonders auch, wenn er kurz nach dem Essen gemessen wurde.

      Aber ganz egal was es war, du brauchst nichts BZ-mäßig dagegen zu tun. Falls es wirklich ein leicht zu niedriger BZ gewesen ist, dann kannst du ganz in Ruhe das unangenehme Gefühl abwarten - es kann dir ohne Insulin oder Glimeperid wirklich nichts Schlimmes passieren.

      Alles Gute, Rainer
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Vielen Dank für deine Antwort Rainer!

      Ok also für mich kann es nicht gefährlich werden, aber nehmen wir mal an es könnte doch gefährlich werden, was würdet ihr dann machen? Was würdet ihr hernehmen, um aus der Unterzuckerung raus zu kommen?

      Meine Idee dazu wäre eigentlich, dass es nichts besonderes braucht, denn wenn ich im Unterzucker bin, dann brauche ich ja nunmal Zucker und nix anderes, sprich ich muss mir irgendwie Zucker zuführen und da ist es egal, wie unLOGIsch es dann wird.

      Wie seht ihr das?
      LG Dreamcatcherin

      Neustart: diesmal langsam, aber dafür beständig
    • Soviel ich weiß, kann, wenn der Blutzucker öfter höher ist/war, auch bei Normalisierung der Werte (zwischen 80-100), das Gefühl von Unterzuckerung verursachen. Nennt sich wohl Pseudo-Hypoglykämie. Da hätte sich der Körper an die höheren BZ-Werte gewöhnt und meckert, weil er nicht mehr so komfortabel auf KH's zurückgreifen kann.
      In einem solchen Fall wäre z. B. das Trinken von Fruchtsaft, Cola oder die Einnahme von Extra-KH's sicher nicht gerade hilfreich.

      BZ von 88, dann Schokolade und 100 - ich bin neidisch.
      Liebe Grüsse
      ragi123 :)


    • ragi123 schrieb:

      Soviel ich weiß, kann, wenn der Blutzucker öfter höher ist/war, auch bei Normalisierung der Werte (zwischen 80-100), das Gefühl von Unterzuckerung verursachen. Nennt sich wohl Pseudo-Hypoglykämie. Da hätte sich der Körper an die höheren BZ-Werte gewöhnt und meckert
      Dafür sind aber locker 20 von 24 Stunden über 200 notwendig, und die hab ich hier noch nie gefunden. Nach meiner Einschätzung handelt es sich im vorliegenden Fall um NICHTS, was mit zu wenig Blutzucker zusammenhängen könnte. Lästerhaft würde ich sagen: das typische Unterzucker-Gerede ;)
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Bevorzugt von Leuten, die gerne viele Khs in Form von Weißbrot, Kuchen, Schokolade, .... essen und deshalb auf den Snack zwischendurch nicht verzichten können :D . Ich sehe gerade eine Kollegin vor mir, die Fasten für tödlich hält :D :D :D , übrigens sie hat Diabetes.
      Wo Worte selten, haben sie Gewicht! William Shakespeare

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ritzgi ()

    • @ Mel unter 35 mg/dl? Das ist aber happig. So weit ich weiß heisst es kleiner 55, was ich als krümmelige Zahl schon albern finde aber 35 mg/dl? Ja, das ist ne knackige Hypo. Die spürt sicher auch jeder ohne Insulin.

      @Dreamcatcherin
      Ich halte deine Fragestellung für nicht so günstig. Nicht, WIE kann ich einen Unterzucker LC behandeln, sondern warum habe ich diese Symptome? Muss es echt Pizza sein??? Ne, es gibt auch beim Lieferdienst alles andere als Pizza, Pommes, Burger usw...Diese Hypos nach solch großer KH-Menge sind doch lang und breit hier beschrieben. Passt nicht wirklich zu LC, eventuell schon wenn man es verträgt aber wenn du so reagierst... dann lass es doch einfach weg! ;)
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • Ich hatte vorigen Sommer meine erste richtige Hypo( zu viel ungewohnte Bewegung mit Low in DD und abends vor Erschöpfung zu wenig gegessen, nachts bin ich dann vor Hyposymptomen aufgewacht), mit 42 mg.... Da waren aber schon alle Symptome heftigst dabei, Sehstörungen, Frost, Zittern, Schwindelgefühl. Ich bin dem ganz klassisch mit Traubenzucker zu Leibe gerückt. Ich finde Traubenzucker total eklig und das ist gut so. Ich belohne mich doch nicht auch noch für ne Hypo.

      Ansonsten ist das selbst bei Insulinern bei konsequenter Logi-Kost sehr selten.

      nette
    • Ich hatte als junge Frau mit ca. 35 Jahren mehrere alimentäre Hypos.

      Jedes mal schwitzen, zittern, nicht mehr sprechen können und Licht aus kurz nach einem leckeren Essen mit einem Glas Wein. Einmal geschah es bei meinem Vetter, Prof. für Neph. Er hat direkt gemessen, nachdem ich wieder zu mir kam: 39 mg/dl.
      Damals war von Insulinresistenz noch keine Rede: ich schlank 51 kg und durchtrainiert.
      Liebe Grüße :89:

      carlosinchen
      DM Diagnose am 28.11.12 Metf 2 x 1000 + seit 12/14 Januvia , am 15.12.17 Janumet, ab 14.01.18 nix,
      ab 26.11.2018 Januvia 100, ab Februar 2019 Forxiga
    • Ich hatte als junge Frau, normalgewichtig und Nicht-Diabetikerin mal eine Unterzuckerung vom Feinsten: 21mg/dl. Was der Auslöser war, weiß niemand, mein Elektolythaushalt war ebenfalls komplett entgleist. Ich weiß nur, dass ich am Vortag sehr viel Stress und wenig zu Essen hatte. Aber mit Anfang 20 steckt man das ja eigentlich gut weg ^^ .
      (Das ist meines Wissens nur ein mal aufgetreten, hat sich aber in meinem Unterbewusstsein dermaßen festgesetzt, dass ich diesen Tag als einen Grund für mein Übergewicht der vergangenen Jahre mit verantwortlich mache: Bloß nicht länger als 4 Stunden ohne Essen, um ja einer weiteren Unterzuckerung zu entgehen. Und dann war mir egal, was ich esse. Hauptsache, der Blutzuckerspiegel blieb oben.)
    • Hi Melrettich, Ich glaube, die offizielle Grenze liegt bei 54 mg/dl - kann auch 53 oder 55 sein, solch Blödsinn vergesse ich sofort wieder. Klaro, wenn Symptome da, dann handeln, wenn es notwendig ist. Teste gerade bei einer jungen, schlanken, mega gesunden Kollegin den LIbre 2. Die kriegt dauernd die Krise weil sie immer um 70 mg/dl rumschwirrt. Ich: sei doch froh, dass alles so prima funktioniert. :rolleyes: Ich merke 70 mg/dl auch wenn der Pfeil nach unten zeigt. Gefällt mir aber auch so. ^^
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Katti ()