Ein paar grundlegende Fragen! (Neuling)

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    • Ein paar grundlegende Fragen! (Neuling)

      Hallo zusammen,

      ich bin neu hier! Ich möchte mich nach Logi ernähren, weil ich Übergewicht und eine Insulinresistenz habe und große Schwierigkeiten habe Gewicht zu verlieren.
      Ich habe allerdings ein paar Fragen, über die ich mir nicht so ganz sicher bin:

      1. Wenn ich eines der "seltenen" Lebensmittel esse, auch wenn nur in kleinen Mengen: Führt das dann dazu, dass der Insulinspiegel trotz der kleinen Menge (z.b. ein kleines Stück Weißbrot) sofort in die Höhe steigt und ich direkt ein negativen Effekt habe (z.B. das ich mit dem hohen Insulinspiegel nicht abnehmen kann oder sich das negativ auf meine Insulinresistenz auswirkt)?
      Oder geht es hier um das Prinzip: "Die Dosis macht das Gift?".

      2. Wenn ich anstatt Kohlenhydrate mehr Fett zu mir nehmen: Führt das auch dazu, dass ich nicht abnehme, weil ich zu viele Kalorien aufnehme? Ich denk mir halt, dass ich irgendwas essen muss, wenn ich schon die Kohlenhydrate weglasse...

      3. Ist Eiweißbrot aus dem Supermarkt okay?


      Vielen Dank fürs Antworten!
      Schönes Wochenende.
    • Erstmal herzlich willkommen :100:
      Ich versuche mich mal an ein paar Deiner Fragen - aber es gibt hier Leute, die kompetenter als ich sind.
      Das mit dem nicht abnehmen können, hatte ich vor LOGI auch.

      Zu 1: Wieviel ist eine kleine Menge Weißbrot? Und wie oft würdest Du das essen - 1 x Woche / täglich?
      Ich denke, dass einerseits die Dosis das Gift macht, andererseits aber könnte es sein, dass Du zu schnell wieder hungrig wirst. Es gibt Dinge, die besser sättigen und den Insulinspiegel problemloser niedrig halten. Z.B. ein paar Eier zum Frühstück in die Pfanne oder ein Quark (kein Magerquark) mit Beeren dürften eine bessere, langanhaltendere Sättigung haben, wie ein halbes Brötchen.

      Zu 2: Nicht nur mehr gutes Fett, sondern vor allem ein höherer Eiweißanteil wäre wichtig.
      Ich bin z. B. mit der Regel 1/3 Eiweiß (Fleisch oder Fisch oder Eier etc.) und 2/3 Gemüse auf dem Teller gut zurecht gekommen.
      Wie das Kalorienmässig ist, ist hier wohl bei Einigen unterschiedlich. Ich z.B. habe bei ähnlicher Kalorienzahl durch die KH-Reduzierung 23 kg innerhalb eines Jahres abgenommen. Aber es gibt hier auch Teilnehmer, bei denen das anders ist. Ich mache allerdings auch fast täglich ca. 1 Std. Sport.

      Zu 3: Kann ich Dir nichts sagen. Eiweißbrot aus dem Supermarkt habe ich noch nie gekauft.
      Nach einem Jahr LOGI habe ich angefangen, mein Brot und meine Brötchen selbst zu backen, was ich erstaunlich easy finde.

      Ich wünsche Dir ein gutes Gelingen.
      Liebe Grüsse
      ragi123 :)


    • Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Bemühungen mit LOGI. :)

      Zu deinen Fragen:
      1. Nein, kleine Mengen KH führen nicht zur starken Erhöhung von BZ und Insulin. Wenn es tatsächlich bei kleinen Menge bleibt, spielt die Qualität der KH keine so große Rolle. Dafür gilt eindeutig: "Die Dosis macht das Gift".
      2. Hier gehst du einem Märchen auf den Leim, dass leider sehr weit verbreitet ist und von vielen Ernährungsberaterinnen hoch gehalten wird. Wenn du KH durch Fett und Eiweiß austauschst, dann wirst du nicht automatisch mehr Kalorien zu dir nehmen. Du kannst sehr schnell beobachten, dass Du mit mehr Fett und Eiweiß besser und anhaltender satt wirst. Deshalb wirst du langfristig vielleicht sogar auf weniger Kalorien kommen und nicht, wie immer wieder fälschlich behauptet wird, auf mehr. Probiere es einfach aus.
      3. Zum Eiweißbrot aus dem Supermarkt kann ich nicht viel sagen. Sinnvoller als Toastbrot wird es auf jeden Fall sein.

      Alles Gute, Rainer
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Hallo zusammen,

      vielen lieben Dank für eure Antworten!

      Ich glaube meine Sorge ist, wenn ich z.B. etwas esse, was etwas Zuckerzusatz enthält (z.B. 3-4g auf 100g) ob ich mir dann alles zunichte mache, weil ich etwas Zucker gegessen habe.

      Gibt es denn eine Möglichkeit irgendwie zu kontrollieren wie hoch der Insulinspiegel ist?



      ragi123: Du hattest geschrieben, dass es mit dem Abnehmen vor Logi auch nicht geklappt hat bei dir. Hast / Hattest du auch eine Insulinresistenz? Magst du mal etwas dazu erzählen?
    • jimmycarter schrieb:

      Hattest du auch eine Insulinresistenz? Magst du mal etwas dazu erzählen?
      Insulinresistenz und einen beginnenden Diabetes 2. Mit der üblichen Low-Fat-Diät ging das Abnehmen nur grammweise und die mühsam herunter bekommenen Kilos waren schnell wieder drauf, trotz regelmässiger Bewegung. Mehr Anstrengung und Bewegung meinerseits haben nur zu abnormen Heißhungerattacken geführt.

      Mit LOGI habe ich (damals 64jährig) so schnell wie noch nie in meinem Leben abgenommen. Ich habe mich im Laufe eines Jahres von Kleidergrösse 46/48 auf Grösse 36/38 minimiert.
      Die Insulinresistenz ist überwunden, der Diabetes 2 nur durch Essen und Bewegung unter Kontrolle. Die Heißhungerattacken sind gottseidank weg. Ich fühle mich sehr wohl und bin fit.
      Ich esse allerdings wegen des Diabetes 2 nur Lebensmittel der unteren Stufen 1 und 2.
      Liebe Grüsse
      ragi123 :)


    • jimmycarter schrieb:

      Gibt es denn eine Möglichkeit irgendwie zu kontrollieren wie hoch der Insulinspiegel ist?
      Nein, so eine Möglichkeit gibt es nicht.

      Für mich und andere Diabetiker ist es aber möglich, den BZ-Verlauf zu beobachten und davon Rückschlüsse auf den Insulinbedarf zu ziehen. Ich kann dir versichern, dass deine Sorge für kleine Mengen Zucker unbegründet ist.

      Allerdings macht es nicht viel Sinn, bei Fertignahrung allein auf den Zuckergehalt zu achten, weil die Stärke in Glukose umgewandelt wird und bei BZ und Insulin das Gleiche bewirkt, wie purer Traubenzucker. Deshalb solltest du bei solchen Sachen auf den gesamten KH-Anteil achten. Noch besser ist allerdings, wenn du möglichst natürliche Lebensmittel verwendest und nur in Ausnahmefällen auf Fertigprodukte zurück greifst.
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Lass dir ein Blutzuckermessgerät geben (entweder beim Doc oder Apo auch kostenlos, manchmal auch im Netz zu finden, ich hab immer noch mein erstes von/ seit 2012), und dann misst du einfach, wie hoch dein BZ steigt!
      Ich hatte es nach ein paar Monaten strikt LOGI mal versucht, ein Drittel "gesundes" Vollkornbrötchen, BZ ging auf fast 300. Ohne Spekulationen, einfache Messung. Punkt, Grit zur Erde.. geht halt nicht. Aber musst du selbst er- messen. Kann dir keiner voraussagen. Alles Gute! LG Grit
    • Zu 1 und 2 hast Du ja schon kompetente Antworten bekommen.

      Zu 3 kann ich aus meiner Sicht nur sagen, dass bei mir das Risiko beim Konsum jeglicherer Art von Brot, klassischem, EW-B., aber auch selbstgebackenem, das Risiko besteht, dass der Gemüseanteil der Nahrung weiter sinkt, als mir das gut tut.
      Die einzige Ausnahme ist für mich das flache Gemüsebrot. Da ist schon was von Stufe 1 drin.
    • Rainer schrieb:

      Noch besser ist allerdings, wenn du möglichst natürliche Lebensmittel verwendest und nur in Ausnahmefällen auf Fertigprodukte zurück greifst.
      Das ist am besten.
      Wenn das Gemüseschneiden noch ungewohnt ist, gäbe es auch noch den Tipp Tiefkühlgemüse zu kaufen (aber keine Fertiggerichte aus der Tiefkühltruhe). Und auch da immer darauf achten, dass es Gemüse ohne irgendwelche Industriezutaten sind.
      Das kann man dann superschnell zubereiten, je nach Gemüse mit nem Stich Butter, Sahne, gutem Öl, geriebenem Käse etc. Auch Beerenfrüchte gibt es das ganze Jahr als TK. Auch da darauf achten, dass sie nicht gezuckert sind.
      Es kann aber auch Freude machen, mal über den Markt zu gehen um dort ein schönes Gemüse zu finden.
      Liebe Grüsse
      ragi123 :)


    • hier hast Du ne super Anleitung, wie Du selbst rausfinden kannst, was für Dich am besten passt docs.wixstatic.com/ugd/32a606_…5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf Es gibt nämlich keine Universalmenge von allem für uns alle.

      Also machs wie Grit schon geschrieben hat, besorg Dir ein Testgerät, investiere in die Streifen und in nen systematischen Aufschrieb, wann Du wie viel von was isst und wann Du welchen Wert misst. Dauert ein paar Wochen, aber funzt. Daumendrück :)
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Ich halte den Vorschlag, dir ein BZ-Messgerät zu besorgen und den BZ zu messen, nicht für sinnvoll. :(

      Wenn du keinen Diabetes oder zumindest eine starke Störung beim BZ hast, dann kannst du damit gar nichts sehen. Insulinresistenz muss nicht zwangsläufig Störungen beim BZ-Verlauf ergeben. Für die Mehrzahl der Menschen trifft sogar zu, dass die Insulinresistenz keine oder nur geringe Auswirkung auf den BZ hat. Die können aus der BZ-Messung nichts richtiges erkennen und machen sich nur unnötig verrückt.

      Ernähre dich lieber möglichst entspannt mit LOGI und lass den Vorschlag zur BZ-Messung unbeachtet - wahrscheinlich würde es dir außer zusätzlichem Stress nichts bringen.

      Viel Erfolg, Rainer
      Typ2-Diabetiker seit 2002
      HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
    • Wenn ein Arzt von einem beginnenden Diabetes spricht, ist da auch höher als gesunder BZ gemessen worden und lässt sich jeden Tag messen. Und der zuverlässigste Weg in die Remission = gezielt auf den gesunden(!) BZ-Rahmen ausgerichtetes Ess- und Bewegungsverhalten ist halt, die Spitzen nach oben und ggf. nach unten systematisch gesund zu begrenzen. Womit sonst, wenn nicht mit einem BZ-Messgerät?
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    • Rotraud schrieb:

      Ragi schrieb das, das galt aber für sie, nicht für jimmycarter.
      Genau, jimmycarter hatte nur Insulinresistenz erwähnt und bei mir nur bzgl. der Insulinresistenz nachgefragt.
      Da aber bei mir Insulinresistenz + D2 vorhanden waren, habe ich das halt miterwähnt.
      Sorry, wenn das missverständlich rüber kam.
      Liebe Grüsse
      ragi123 :)


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ragi123 ()

    • Ok, hab mich also mit dem beginnenden Diabetes vertan. Trotzdem bleib ich bei meiner Ermpfehlung, denn in aller Regel wird höher als gesunder BZ wenigstens im unteren Prädiabetes-Bereich als Insulinresistenz bezeichnet. Wenn der Dok im Vorliegenden Fall bei normalem BZ den HOMA-Index bestimmt und so die IR entdeckt hätte, wäre das ein nahezu einmaliges Vorgehen ;)
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.