Diabetes in Deutschland

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    • Big Ben schrieb:

      Die strikte Reduzierung auf 100 -140 g Kohlenhydrate und der tägliche Ausdauersport 5-10 Minuten Hateltraining und 30 Minuten Beinmuskelaufbau haben sich ausgezahlt.
      Jürgen, so einfach ist die Anleitung zum Erfolg.
      Regeln definieren, einhalten und reflektieren. Dann die Regeln, wenn notwendig, anpassen.
      Dafür braucht man das richtige Wissen, eine Waage und ein Blutzuckermessgerät.
      Ein absoluter Wille zum Erfolg ist auch hilfreich. Bei mir jedenfalls.

      Bernd
    • Big Ben schrieb:

      Jürgen, so einfach ist die Anleitung zum Erfolg.
      Regeln definieren, einhalten und reflektieren. Dann die Regeln, wenn notwendig, anpassen.
      Dafür braucht man das richtige Wissen, eine Waage und ein Blutzuckermessgerät.
      Ein absoluter Wille zum Erfolg ist auch hilfreich.
      Unterschreib ich voll und ganz :)
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Bei meiner Diabetes-Diagnose wurde in der internistischen Praxis beiläufig gefragt, ob ich ein Messgerät wollte oder ab und an in die Praxis kommen wolle um dort messen zu lassen. Ich wollte natürlich selbst messen.
      Aber ich kann mir vorstellen, dass viele Betroffene den anderen Weg gewählt haben.
      Ich finde, da ist z. B. dringend Bedarf, das den frisch diagnostizierten DM-2lern an Herz zu legen. Ein guter HBA1c-Wert o.k., aber wenn die Werte nach den Mahlzeiten viel zu hoch sind, bekommen diejenigen, die nicht messen, das ja gar nicht mit.
      Liebe Grüsse
      ragi123 :)


    • @ Jürgen
      Fange bitte nicht wieder diese Diskussion über die schlimmen Ärzte und die fehlenden Anleitungen an.
      Es hat sich so viel getan in dem Bereich LC. Es ist anerkannt, es wird empfohlen usw. HALLELUJA! Da können wir alle, die so aktiv für LOGI/LC gekämpft haben, stolz drauf sein!

      Das Positive übersiehst du meistens. Ally hat ganz recht, du erwartest von einem Arzt, dass er jeden Einzelnen so behandelt wie du deine Hunde-Oma? Vergiss es. Auch Ärzte üben einen Beruf aus und wollen Profit machen - selbstverständlich! Was ist daran verwerflich? Die Zeit um jeden T2 der eventuell eine Remission haben könnte so anzulernen, sehe ich nicht als gegeben. Ein Kassenarzt (Diabetologe) bekommt immer die gleiche Pauschale und das ist ehrlich gesagt ein Witz! Egal, ob der Patient 1x oder 10x in der Praxis steht und natürlich die volle Aufmerksamkeit verlangt, egal, ob er auch nur eine Sache umsetzt, die ihm geschult wurde.. Natürlich weiss ich nicht wie Deutschlandweit geschult wird aber ich weiss, dass LC ein großes Thema mittlerweile ist. Und das wird den Menschen auch nahegebracht. Wahrscheinlich nicht in dem Maße, wie du es dir wünschst, aber Jürgen ganz ehrlich - du siehst für mich auch nur deinen Weg, deine Vorgehensweise, als richtig an.

      Es will oder hat eben nicht jeder nach dem Essen Zeit Joggen zu gehen! Ist so, das Leben besteht nicht nur aus Rentnern! Und glaube mir selbst wenn man sich die Zeit nimmt und jedem T2 von seinen Möglichkeiten erzählt (das mache ich seit zig Jahren) wird das nicht angenommen. Die Verantwortung auf die Diabetologischen Schwerpunktpraxen zu schieben sehe ich nicht als fair. Heutzutage hat jeder via Internet unglaubliche Möglichkeiten Infos zu sammeln und sich seinen Weg zu basteln. Wer nicht versteht, dass Hausärzte nicht unbedingt der beste Ansprechpartner für ein spezielles Problem wie Diabetes sind, der muss halt so weitermachen, aber das ist ja nicht das Problem der Diabetesbetreuung in Deutschland ;)

      Sieh doch mal das Gute ;)
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • Danke Katti!

      Ja, es hat sich viel getan.
      Bin ich auf euer Anraten hin 2013 noch zu einem anderen Diabetologen gewechselt, der mich partnerschaftlich beraten hat und in dessen Diabetesschulung mein Weg zwar als eigen und schwer durchzuhalten eingestuft, keinesfalls jedoch verteufelt wurde, musste ich vor 2 Jahren wieder zu meinem ehemaligen Diabetologen in meiner Stadt zurück. (Mir fehlt die Mobilität.) Und auch hier hat sich viel getan. Hier wird Logi jetzt empfohlen und generell auf weniger Kohlenhydrate verwiesen. Der Punkt Bewegung wurde meines Wissens schon vor 20 Jahren deutlich angesprochen.
      Verbessert hat sich auch die interdisziplinäre Arbeitsweise. Die Abstimmung zwischen Diabetologie und Endokrinologie ist Grundlage geworden und insbesondere in meinem Fall sind Hausarzt und Onkologe immer als Ratgeber untereinander und mit den Fachärzten vernetzt.

      Jeder Patient ist anders und ohne intrinsische Motovation läuft in keinem Bereich etwas gut.

      Partnerschaft zwischen Arzt und Patient hat eben immer zwei Seiten.

      nette
    • @Katti
      Hey, den Startschuss hab nicht ich hier gegeben, sondern Zeffe mit seiner sehr treffenden Feststellung, dass der Herr Minister zusammen mit seinem RKI zum 1000-und-Xten mal Aufgegossenes in wieder noch ne aktuellst anmutende Form zum T2 als progredienter Krankheit mit progredienter Medikation ausgegeben hat, und wieder nix zu den immer mehr tausend Fällen von alltäglich gelingender Remission für Jahre mit völlig gesundem Blutzucker und völlig ohne Medis!
      Da drin ist einfach wieder der T2 festgeschrieben, für den ich Dich damals für Deinen Buchtitel angegriffen hab, weil für mich damals ne T2 Remission völlig unvorstellbar war, also kein Stoppen möglich eben wegen der fachoffiziell progredienten Definition. Hab übrigens Hans Lauber damals genauso angemacht, und würd ich heute gern bei Euch beiden wieder rückgängig machen.

      Klar braucht die Ärzte- und Diabetologenschaft Zeit für die zielgerichtete persönliche Anleitung zum voll gesunden Leben, also zur T2 Remission. Also z.B. dafür, dass Hausnummer 50.000 von den 500.000 jedes Jahr nicht neu auf Diagnose Diabetes vorrücken müssen, sondern ihren BZ zurück auf gesund drehen können. Aber dafür muss sie die Möglichkeit auch bitte mit einem entsprechend planvollen Konzept belegen und offensiv gegenüber den Leistungsträgern und der Politik vertreten. Dabei wollen viele engagierte Betroffene sie ganz bestimmt gern unterstützen. Nur, was wollen wir unterstützen, so lange von den Fachgesellschaften dazu so viel NULLKOMMANIX kommt, dass davon nicht eine einzige Silbe im RKI-Bericht vorkommt?
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • @Jürgen Wann haben wir jemals was von Ministern erwarten können? ;) Ernsthaft. lass die da oben labern und Politik machen. Das habe ich noch nie verstanden...
      Danke für deine Worte. Finde schön, dass du zugibst nicht immer recht gehabt zu haben ;) RKI, ist für mich für Impfungen der Ansprechpartner, nicht für Diabetes. Vertraue doch mal der Zeit und gehe ein Stück weit zurück von deinem Denken. Es ist so vieles in Bewegung. Schau auf der Seite der DDG, da steht LC als Empfehlung! Was wollen wir mehr?
      Die individuelle Beratung kommt! Allerdings nicht in dem Maße wie du meinst, dass sie richtig wäre. Das kann heute niemand leisten außer Privat und dann wollen die Patienten nicht zahlen...

      Du gehst immer davon aus, dass alle motiviert sind und Anleitung gerne annehmen. Das ist nicht so. Viele Teams wollen helfen aber es kommt kein Return. Das ist leider die andere Seite.

      Dazu kommt, dass es unglaublich schwer ist einen Konsens "für alle" zu finden sobald mehr als 2 Leute am Tisch sitzen! Ich sitze da zur Zeit mittendrin und finde es einerseits sehr spannend andererseits nur anstrengend. Wissen ist nicht genug um etwas umzusetzen! Das habe ich gelernt, aber es wird! Vertrau der Zeit ;)

      LG
      K.
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • @Katti
      Hab schon in Newsgroups mitgeschrieben, als dafür noch extra Newsreader gebraucht wurden, und hab bestimmt schon sehr viel Mist geschrieben. Aber hab’s da halt auch nicht besser gewusst. Hilft nix, dazu muss ich stehen oder das Schreiben lassen. Denn auch heute kann ich nur so schreiben, wie ich’s aktuell weiß, und auch davon kann sich das eine oder andere in 5 oder 10 Jahren oder auch noch eher als völlig daneben erweisen.

      Dein Hinweis auf die Politik trifft nie die Falschen. Aber auch die besten Politiker sind in den meisten gesellschaftlichen Bereichen, die sie ja regeln sollen, auf die darin aktiven Fachleute angewiesen. Auch der beste Gesundheitsminister kann für die Diabetologie nur von dem umzusetzen versuchen, was die Diabetologie einfordert. Und wenn die mit keiner Silbe gezielte Möglichkeiten zum Umdrehen von diagnosereifen T2 (und nach Möglichkeit noch vorher!) in die Remission einfordert, können die auch beim besten Willen nicht berücksichtigt werden. - Meine lästerhafte Interpretation: Die Diabetologie ist sich voll uneins, wie sie erst einmal selbst diese Möglichkeiten sehen und dann ggf. nutzen bzw. genutzt sehen will.

      Du verweist mit Recht auf die Zeit, mit der schon einiges an Abhilfe von den ärgsten Missständen gekommen ist und so bestimmt auch noch einiges kommen wird.
      Aber ich denke, dass die Zeit weitgehend vorbei ist, wo diagnostizierte T2 wenigstens 1mal im Quartal ne Bestandsaufnahme und dementsprechend neue Ausrichtung/Anpassung/… erfahren haben. Die Entwicklung der Betroffenen- und Arztzahlen und Kosten können das schon in den nächsten 5 Jahren für die meisten aller T2 auf 1mal jährlich in Arzt-/Behandlungszentren reduzieren. Und wahrscheinlichst ist dann, dass T2 und Arzt/Betreuung sich nur dieses eine Mal in ihren Leben sehen. Zu diesen Jahrestreffen wird es dann keinerlei gemeinsam gewachsene persönliche Erfahrung geben, sondern nur noch die unpersönliche direkte Bewertung der aktuellen Untersuchungs-Lage und auf der Grundlage den Fahrplan für’s nächste Jahr. Diabetologie nach Aktenlage.

      Mit etwas Geld und Weiterentwicklung vielleicht statt nach zurückliegender Akten- auch nach fortlaufend aktueller Datenlage wie z.B. predictbgl. Noch erfordert die App zu ihrer ordentlichen Bedienung und Funktion zu viel Diabetes-spezifisches Wissen. Und Du weißt aus eigener Erfahrung, dass das trotz intensiverer Schulungen beständig schrumpft. In dem Maße, in dem das von der App wie auch immer ersetzt wird, wird die App dann praktisch sowas wie’n BZ-Navi. Und damit braucht dann im Prinzip auch keiner der 500.000 pro Jahr mehr auf die Beförderung zur Diagnose T2 zu warten, der das nicht will, sondern kann beliebig lange vorher in die Remission umkehren. Und das mit einer so breiten Palette an zielführenden Verhaltensmöglichkeiten, wie wir beide sie uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorstellen können. - Nicht auszudenken, wie viel Zeit die Diabetologie plötzlich hätte, wenn von den jährlich 500.000 nur noch 450.000 die progrediente Krankheit mit der progredienten Behandlung wählen wollten ;)
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • @ Jürgen
      Ich machs kurz weil ich jetzt zum Sport gehe. Klar ist noch viel Luft nach oben. Ich bin aber überzeugt, dass die Diabetologie in Deutschland ziemlich gut ist. Ich habe in den Jahren, wo ich jetzt bissle mehr "zu sagen habe, und man mich auch fragt" gelernt, dass sogar alle am Tisch eigentlich das gleiche wollen aber es scheitert an dem Finden eines gemeinsamen Nenners. Da jeder, auf seinem Fachgebietswissen, (Wort gibt es nicht, weiss ich) natürlich davon, was er/sie sagt voll überzeugt ist. Sonst würde man nicht zusammensitzen und "etwas" für die breite Masse versuchen zu finden. Es gibt ja mittlerweile wirklich Treffen, wo nur Menschen sitzen die auf ihrem Gebiet spezielles Wissen haben. Und selbst da einen Konsens zu finden ist schwer. Ich finde es aber gut, was wir in 20 Jahren erreicht haben! Das muss man auch mal sagen! :) NW hat einfach ordentlich Bumms in die Reihen gehauen! Gut so! Ist doch super wenn sich Engagement rentiert :) Ich habe auch viel Unsinn geschrieben, war aber ebenso davon überzeugt ;)
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
    • Ich finde es toll, wie Ihr Euch äußert und uns immer wieder mitreißt.
      Dein Buch, Katti, habe ich schon sehr oft ausgeliehen, zum Kauf animiert und auch das Rote vom Cheffe dient immer wieder als Aktionshilfe bei meinen "Schäfchen".
      Und über Deine Zeilen, Jürgen, muss ich auch immer und immer wieder nachdenken.

      Aber genauso häufig über Karonik und Nette und Ruth und Gaby und und und...ich will keinen außen vor lassen, aber es sind so viele tolle Menschen hier
      :hexe:

      Viele Grüße
      Jetztaber

      Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

    • Katti schrieb:

      Ich bin aber überzeugt, dass die Diabetologie in Deutschland ziemlich gut ist.
      Ich teile Deine Überzeugung. Allerdings uneingeschränkt nur für T1, aber der setzt mit seiner Behandlung nach wie vor auch in D den Maßstab auch für die ordentliche T2 Behandlung. Und aus der Sicht ist der Bereich des Prädiabetes der Bereich der sehr scharfen und sehr guten und guten Einstellung und ohne jede Notwendigkeit, daran etwas zu verbessern. Auch die Diagnose-Grenzwerte liegen noch mitten im guten Bereich. Und wenn es gelingt, den T2 mit Wenigeressen und Mehrbewegen womöglich gar noch längere Zeit ohne Medikation in diesem Bereich zu halten, ist das eben aus T1 Sicht ein absolut voller Behandlungserfolg.

      Warum nicht gleichermaßen auch aus T2 Sicht?
      Im Grunde hat da schon die erste Nurses-Study-Auswertung - also vor urdenklichen Zeiten - einen deutlichen Hinweis gegeben: je höher im guten T1-Behandlungsbereich, desto kürzer die Zeit bis zur T2 Diagnosereife. Damals noch einfach Schicksal, dem die Betroffenen halt mit Wenigeressen und Mehrbewegen bestenfalls noch ein paar Jahre ohne Medis abgewinnen konnten. Aber eine progrediente Krankheit lässt sich nun mal auf die Dauer nicht ohne Medis aufhalten.

      Die zwingende Progredienz der Krankheit stellten zuerst die zunehmend nach hunderten und bald nach tausenden zählenden Erfahrungen mit den bariatrischen OPs bei echten T2 Schwergewichten infrage: Immer um ne Woche danach die plötzliche weitgehende bis völlige Normalisierung des BZ, lange bevor überhaupt messbar Kilos abgeschmolzen waren. Und nach Prof. Taylors unblutigem VLCD Erfolg und seinen vielen Messreihen war spätestens klar, das der T2 in der Hauptsache und zuerst durch eine zu große Glukose-Ausgabe aus der Leber gekennzeichnet ist und nicht durch eine zu geringe Glukose-Aufnahme der peripheren Zellen oder durch irgendwie unwirksames eigenes Insulin. Denn sehr viel weniger davon tat/tut da plötzlich um ne Woche nach OP/VLCD seinen ganz normal gesunden Dienst.

      Wiewohl an der Insulin-Geschichte schon etwas mehr dran ist und eigentlich schon vor Taylor umfassend bekannt war und längst zum Umdenken der T2 Behandlung in der Diabetologie hätte Anlass geben müssen. Denn mit zunehmend ansteigendem BZ geben T2-geschädigte Beta-Zellen schon im gesunden Bereich und darüber natürlich verstärkt immer mehr von ihrer Produktion ungeteilt als Proinsulin aus und erhöhen sich damit sogar noch einmal selbst kräftig ihren Druck. Denn Proinsulin hat nur 10% von der BZ-Wirkung vom ordentlich in C-Peptid und Insulin geteilten. D.h. jedes ungeteilt ausgegebene Proinsulin-Molekül fordert sofort weiteres Insulin an, weil es den BZ ja praktisch nicht senken kann, und da dann eben mal nicht nur 1 sondern 9 weitere, wenn die alle ungeteilt ausgegeben werden, wo normal geteilt statt der 10 nur 1 einziges reichen würde.

      Und noch etwas weiß die Diabetologie seit mehr als 20 Jahren: Proinsulin hat zwar nur 10% der normalen BZ-Wirkung, aber VOLLE 100% FETT-WIRKUNG! Also möglichst kein Fett zur Vebrennung frei geben und möglichst alle Energie, die gerade nicht verbraucht wird, in Form von Fett speichern.
      Doch ja, schon bei völlig gesundem BZ ist ein werdender T2 an etwas Proinsulin in seinem Blut zu erkennen. Aber weniger geht halt nicht, nur jede Menge mehr. Und so können wir getrost davon ausgehen, dass die Betroffenen in ihren Jahren im prädiabetischen = für T1 super Einstell-Bereich mit immer mehr Proinsulin perfide (der Arzt sagt ja, alles ok) insulinmastmäßig jede Menge von den Kilos sammeln müssen, die ihnen spätestens mit ihrer Ernennung zum T2 als angefressen und angesessen zur selbst verschuldeten Last gelegt werden.

      Du weißt, a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422…5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf ist ein seit vielen Jahren bewährtes Konzept und wäre ein solider Kern einer guten T2 Diabetologie. Aber würde die bislang T1 dominierte voll auf den Kopf stellen (upend - stelle ich mir da gerne bildlich vor ;)
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • Bitte, bitte: Wenn schon Bashing, dann das System! Also den großen Zusammenhang, der den Ärzten unsere Behandlung auch dann weitgehend vorgibt, wenn draußen drauf immer noch steht, dass der Arzt aber die Therapiehoheit habe. Der hat davon jeden Tag weniger, schon ganz einfach deswegen, weil er heute pro Tag Hausnummer doppelt so viele Patienten behandeln muss, wie vor 10 Jahren, wenn seine Praxis auf dem selben Niveau funktionieren soll. Weil Einzelpraxen immer unwirtschaftlicher werden, haben wir die Entwicklung zu Gemeinschaftspraxen und Ärztezentren. Und da haben wir dann nicht mehr unseren vertrauten Arzt, sondern nur noch immer den, der gerade Dienst hat. Und der kann sich praktisch nur noch nach seinen Vorschriften richten.

      Wahrscheinlich auch NW und vor allem mir geht es in diesem Fred darum, dass dieses System nicht weit abgehoben über uns schwebt, sondern in seiner Art zu schweben direkt von Fachleuten gesteuert wird, also von der Fachärzteschaft. Und da auch nicht von jedem vor Ort, sondern von denen, die sich an die entsprechenden Tische einladen lassen.
      Und mir geht es in der Diskussion mit Katti um den gewaltigen Paradigmenwechsel beim Typ 2, der in den letzten 10 Jahren zwar in immer mehr tausend Einzelfällen immer häufiger stattfindet, aber auch in der aktuellsten Darstellung der Diabetologie in D noch nicht einmal erwähnt wird.
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • hjt_Jürgen schrieb:

      Und mir geht es in der Diskussion mit Katti um den gewaltigen Paradigmenwechsel beim Typ 2, der in den letzten 10 Jahren zwar in immer mehr tausend Einzelfällen immer häufiger stattfindet, aber auch in der aktuellsten Darstellung der Diabetologie in D noch nicht einmal erwähnt wird.
      Mir geht es um diesen gewaltigen Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen.
      Wer sich als Patient nicht selber informiert und sich dann einbringt wird auf der Strecke bleiben.

      Mit meiner Diagnose Diabetes T2 habe ich es selber gemacht und meine Ernährung verändert .... vom Arzt kam da nur ein Faltblatt. Mein erstes Messgerät habe ich mir selber besorgt und die Teststreifen (ich messe immer noch unregelmäßig) bezahle ich auch seit zwei Jahren immer noch selber. Das rote Buch "G nd S" habe ich mir gekauft und durchgearbeitet und danach gelebt. Danke an LOGI und NW. Meine Dia-Schulung habe ich angeschoben.

      Mein Arzt hat meine Eigeninitiative nicht aktiv behindert, aktiv unterstützt aber auch nicht. Ich selber musste es ansprechen, haben wollen und dann durchziehen.
      Mein erster Langzeit-BZ war 6,6, mein zweiter 5,9, danach alle 3 Monate um die 5,3 . Mit 6,6 wäre mein DOC heute noch hochzufrieden, ich mit meinen 5,3 . Ich habe fast 16 KG abgenommen, alleine.

      Wer sich als Patient nicht selber informiert und sich dann einbringt wird auf der Strecke bleiben.
      Wie ich feststellen musste, gilt diese Aussage für viele Ärzte und Krankheitsbilder. Der medizinische Fortschritt wird vielfach durch das wirtschaftlich Handeln der Arztpraxen erfolgreich blockiert.

      Bernd
    • @Sternennacht

      Hier geht es nicht darum, was sich jemand mit ausreichend Aufnahmefähigkeit und Bereitschaft aus dem Netz zum T2 zusammensuchen kann, sondern darum, was Fachärzteschaft und Facharzt ihm zu und mit der Diagnose und Behandlung vermitteln.

      Was ist da wohl motivierender für den eigenen Einsatz?

      Die progrediente Krankheit mit der progredienten Behandlung mit immer mehr Medi und schließlich Insulin,

      oder die Möglichkeit der Remission mit dem völlig gesunden Blutzucker völlig ohne Medis allein mit der persönlich passenden Auswahl und Portionierung vom Essen und dem persönlich passenden Einsatz von Bewegung?
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    • hjt_Jürgen schrieb:

      oder die Möglichkeit der Remission mit dem völlig gesunden Blutzucker völlig ohne Medis allein mit der persönlich passenden Auswahl und Portionierung vom Essen und dem persönlich passenden Einsatz von Bewegung?
      So kann es funktionieren. Mit dem richtigen Kampfgeist, Ausdauer und Glück habe ich es geschafft. Nur ohne LOGI und diesem Forum hätte ich nicht gewusst, wie ich es ohne Medis hätte schaffen können.

      Bernd
    • hjt_Jürgen schrieb:

      Es gibt längst 100.000und mehr Fälle in D, in denen Menschen mit Typ 2 in den letzten 10 Jahren die vollständige Remission gelungen ist und gelingt, obwohl nur wenige Ärzte dazu anleiten.
      Wenn ich es richtig verstanden habe, soll ich eine Remission haben. Dann bin ich hier voll im Thema. Bisher habe ich hier im Fred zwei oder drei R-Fälle gezählt liebe Liene.

      Bernd
    • Ok ! Ich räume jetzt mal auf und erstelle einen neuen Thread. Weiter gehts mit den OT´s in "gute Ätzte, schlechtere Ärzte, persönliche Meinungen" auf dem Spielplatz

      Danke!
      So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
      Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Katti ()

    • Katti schrieb:

      du erwartest von einem Arzt, dass er jeden Einzelnen so behandelt wie du deine Hunde-Oma? Vergiss es.
      Hättest Du auch solche Zeit-Bedenken, wenn 10 solche Remissionen nur so viel davon brauchten, wie konventionell 1 T2?
      Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.