LOGI, Flexicarb und Leberfasten  - Das Ernährungsforum von Nicolai Worm
Allgemeines zu Leberfasten und LOGI - Druckversion

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- M.artina - 18.06.2013

Hallo Moni,
monischaf,'index.php?page=Thread&postID=875687#post875687' schrieb:Eiweiß mit gekochtem Gemüse war aber immer befriedigender als Eiweiß mit Salat.
warum dünstest Du das Gemüse nicht? Ich esse auch gekochtes oder im Ofen gegartes Gemüse, und selbst Dr. Worm hat geschrieben dass er einmal täglich eine Minestrone gegessen hat.

LG Martina


- Nicolai Worm - 19.06.2013

@ Martina
Zitat:und selbst Dr. Worm hat geschrieben dass er einmal täglich eine Minestrone gegessen hat.
Wieso "selbst"?
Big Grin


- M.artina - 19.06.2013

Weil die Erwähnung Ihres Namens wahrscheinlich das bessere Argument ist Wink ? Ich hab jedenfalls keine Ahnung, wieso man nur Rohkost essen sollte, da steht nix von in den Broschüren ( das Buch krieg ich erst zum Geburtstag geschenkt ).


nicht Individualismus sondern neoliberale Gleichgültigkeit - pronuntiata - 19.06.2013

Kakaomandel,'index.php?page=Thread&postID=875237#post875237' schrieb:Zitat von »Confiance«
Nur mal als Gedanke, ohne dass ich der Meinung bin: wir leben in einer Zeit, in der Individualismus nicht nur Großgeschrieben sondern auch verrückte Züge annimmt. Mir darf keiner etwas sagen, ich mache das so, wie ich das will. Ob beim Autofahren, nachbarschaftliches wohnen, etc.



Die beiden gedankengänge sind irgendwie aber nicht neu... eine Art Sittenverfall?:

Es scheines sich 3-4 der uralten sieben Todsünden hier durchzusetzen und der vielgelobten Freiheit und dem Individualismus zu weichen:
Das könnte man vielleicht so sehen, aber als jemand, der in ständiger Praxis seit 1970 mit dem zu tun hat, was man "Armutspopulation" nennen könnte, sehe ich die Gründe eher umgekehrt:

Seit den 90ern gibt es starke Tendenzen in der Sozialpolitik, Probleme von Menschen zu individualisieren mit dem Ziel, dass die Allgemeinheit dafür keine Verpflichtung mehr übernehmen braucht und sich gleichzeitig - eben mit der Begründung selbstverantwortlicher Daseinsvorsorge - von den Kosten für entstandene Probleme zu befreien.

Letztlich ist das natürlich in vielen Bereichen eine kurzsichtige Milchmädchenrechnung, da wir ein sozialer Rechtsstaat sind, und niemanden verhungern, total verelenden oder ohne ärztliche Behandlung lassen dürfen, ganz gleich wo die Ursachen dafür zu suchen sind.

Diese Tendenz führt aber dazu, dass vorrangig "repariert" und nicht "vorgesorgt" wird.

Die Frage der Ernährung ist ein drängendes, ganz besonders in bestimmten sozialen Schichten. Aber selbst wenn man als engagierte und im "Worm'schen Sinne" aufgeklärte Sozialarbeiterin versucht, Einfluss zu nehmen - man steht auf verlorenem Posten, solange der Mainstream sich nicht ändert, und insbesondere von Seiten der behördlichen Administrationen die alten Ernährungs-Mythen in Form von Broschüren, etablierten Ernährungsberatungen etc. keine Änderung erfahren.

Das etablierte Gesundheitssystem ändert sich nur langsam, und Innovationen kommen daher bei denen, die bestimmte Mittel, bestimmte Bildungszugänge nicht haben, erst ganz zuletzt an (von Ausnahmen sicherlich abgesehen).

Und dass sich dieses alles so langsam ändert - dahinter stecken sicherlich - auch in Deutschland - Lobbyismus und Besitzstandsdenken - wie hier im Forum ja schon vielfach diskutiert wurde.

Vielleicht, wenn sich die privaten Fernsehsender mal ganz intensiv und objektiv dieses Themas annehmen würden, die sind in manchen sozialen Schichten schon wichtige Meinungsbildner (leider nicht immer im positiven Sinne) ?? - ich schaue die nur selten, und weiß daher nicht, wie die Programme momentan so sind ???

Auf jeden Fall bin ich gegen finanzielle Eigenbeteiligungen, solange ein Wissen nicht zum etablierten Allgemeingut geworden ist - und selbst dann wird man diejenigen, die "selbstverschuldet" krank geworden sind und eine Eigenbeteiligung nicht leisten können, nicht ohne medizinische Behandlung lassen dürfen. Das sieht unsere staatliche Verfassung einfach nicht vor und gilt ja für alle Suchtkrankheiten.

Und wer will sich zum Richter machen über die möglichen Kausalitäten von "Selbstverschuldung" einer Erkrankung? Wie das neue Buch "Menschenstopfleber" ja aufzeigt, können erste Grundlagen bereits in der Schwangerschaft gelegt werden - und was kann das Kind dann dafür (S. 110 ff).

Und wenn man anschaut, dass selbst Ärzte, die ja zur ständigen Weiterbildung verpflichtet sind, oft das Ernährungswissen nicht haben, das auf der Höhe ihrer Zeit liegt, wie soll dann der einfache Bürger und Patient es "besser" wissen müssen.

Ich denke, dass sich am ehesten und schneller was verändern wird, wenn hepafast erfolgreich sein wird, so erfolgreich, dass es nicht mehr zu übersehen ist und entsprechend von den Medien breit aufgegriffen wird.

Und in diesem Sinne sind unsere Forumsmitglieder Wolle, Marina und Martina Vorreiter - die nicht für sich, sondern vielleicht auch für viele andere was Tolles erreicht haben und erreichen werden, und Hut ab vor Euch, die ihr den Mut habt, hier so öffentlich Euren Weg zu beschreiben und zu dokumentieren
:hutab: :hutab: :hutab:

In diesem Sinne Euch (und allen anderen) Pionieren - neben Dank und Anerkennung - alles Liebe und Gute auf Eurem weiteren "neuen" Weg :applaus:

LG
Pro


- D-Mike - 19.06.2013

@Pronuntiata

Hmmm, ich habe in den letzten Tagen viel im Internet gesucht, um mehr über die Differenzen zwischen den Logianern und den KHrianern zu erfahren....auch, um mehr über die einzelnen Argumente zu erfahren. Es ist so krass, was ich da gefunden habe....nämlich kaum Argumente.....der Höhepunkt war ein Kurzartikel von Frau Dr. Ziegler im Focus. Ich habe immer nur gelesen, diabetiker essen bitte genau gleich wie Gesunde. Warum das so sein soll oder Zusammenhänge habe ich nicht gefunden. Ich bin mir sicher, dass es auch andere Artikel gibt, aber über die einfache Googlesuche, die wohl 99,9 % der Suchenden durchführen werden, kam ich eben zu diesen Erlebnissen.

Daher glaube ich mittlerweile, dass der Zusammenhang "mainstream" und Ernährungswandel eine Rolle spielt, wenn es um die breite Masse geht. Gerade heute der Beitrag in RTL in "12 Uhr mittags" ist ein weiterer Beleg dafür. Dass das Thema gerade in bestimmten sozialen Schichten ein brennendes ist, ist für mich auch sofort nachvollziehbar.

Nur gibt es auch eine breite Bevölkerungsschicht, die von sich behauptet, "lernfähig zu sein" bzw. Die , wie Du es ausdrückst, einen gewissen Bildungszugang haben. Deren Verhalten, sich Logi zu verweigern, trotz besserem Wissen und selbst gemachten Erfahrungen, wie MelH z.B. geschrieben hat, erschließt sich mir eben nicht. (Vielleicht halte ich LOGI ja auch nicht durch und verstehe es dann besser).

Neulich wieder (!!!!!) in der Kantine. Wir haben ein ganz tolle Kantine, deshalb reden wir auch vom Betriebsrestaurant. Sie ist vor etwa zwei Jahren umgestellt worden; ein Menue wird immer noch aus der Zeit vor der Umstellung angeboten....etwa 50 Cent günstiger. Da gibt es eben auch manchmal Bratwurst mit pommes, so auch neulich. Die Warteschlange ist dann immer gigantisch lang.....

Auch ein Erlebnis....ich esse meine Rohkost und bekomme den Kommentar, ob ich keine Hasen mögen würde, weil ich denen ja alle Karotten wegessen würde. Ist die Ernährungseinstellung so fest in uns verankert, dass wir gar nicht in der Lage sind, sie wirklich zu überdenken? Gerade dann, wenn die, die können, Lobbying betreiben. Und wie sieht es aus, wenn ich Jahrzehnte KH propagiert habe und auf einmal sagen muss: liebe Leute, für Diabetiker zumindest gilt etwas anderes? Ich bin diesbezüglich immer noch nicht zu einer Meinung gekommen.

Insofern habe ich genau wie Du die Hoffnung, dass sich manches, in diesem Fall das Leberfasten, von "unten nach oben" rumspricht.
Ich habe übrigens die Krankenkasse gewechselt, weil die ein mir passendes und unterstützungswertes Bonussystem anbietet. Ausserdem werden mittlerweile Behandlungsmethoden anerkannt und damit erstattet, bei denen ich vor Jahren trotz Erfolg auf meiner Rechnung sitzengeblieben wäre. Also gebe ich die Hoffnung nach Veränderung nicht auf....

Bleibt mir zum Schluss nur noch, mich bei Dir für Deine liebe Bemerkung zu uns zu bedanken. Tatsächlich ist es aber so, dass wir, zumindest kann ich das für Marina und mich so sagen, sehr von dem lebendigen und unterstützendem Forum profitiert haben und weiter profitieren.


LG Wolle


- Kalliope - 19.06.2013

Confiance,'index.php?page=Thread&postID=875920#post875920' schrieb:Ich habe immer nur gelesen, diabetiker essen bitte genau gleich wie Gesunde. Warum das so sein soll oder Zusammenhänge habe ich nicht gefunden.

Die Zusammenhänge soll auch niemand erkennen. Die Idee, Diabetiker sollten genau das Gleiche essen, gibt es seit dem Aufkommen der Humaninsuline. Vorher gab es Schweineinsulin - und bei Unverträglichkeit gegenüber Schweineinsulin das Insulin anderer Tiere. Die Anzahl der Tiere war begrenzt, Insulin war teurer zu gewinnen, es konnten Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen auftreten und Insulin musste eingespart werden. Das war mit dem Aufkommen der Humaninsuline nicht mehr erforderlich und eine beliebige Absatzsteigerung für die Insulinproduzenten möglich. Aus dieser Zeit stammt die Idee, dass Diabetiker Zucker essen können und ihn dann einfach "wegspritzen". Bis ca. 1980 waren Diabetesdiäten kohlehydratarm - und ziemlich fad. Weil es ganzjährig verfügbares frisches Gemüse einfach noch nicht gab.
Da erschien eine Annäherung an die Ernährung Gesunder als Revolution und Ende der Ausgrenzung.

K


- monischaf - 19.06.2013

@Wolle

Ich hab soeben meine erste Mahlzeit zu mir genommen:

Lachsfilet mit Blumenkohl Püree, zum Nachtisch ein paar Erdbeeren. Einfach köstlich.
Ich fühle mich angenehm gesättigt und gar nicht voll.

Bis dahin hatte ich allerdings wieder Dauerhunger. Ansonsten fühle ich mich supergut. Was mir heute bei der Hitze aufgefallen ist, meine Beine sind gar nicht angeschwollen. Normalerweise brauche ich bei dem Wetter eine Schuhnummer grösser Tongue

Lg Monika


- D-Mike - 19.06.2013

Hallo Monika,
Kling erst mal seh lecker, das nur nebenbei. Dann bin ich mal gespannt, ob Das essen bei Dir morgen eine andere Basis gesetzt hat, Du also mit einer ganz anderen Grundsättigung in den Tag gehst.

Was die Beine angeht : Du hast ja auch prim abgenomme, ich denke da liegt auch ein Grund drin. Ich selbst glaube aber, dass eine verbesserte Stoffwechsellage so viel verschiedenes beeinflusst...die dreieinhal Kilo weniger bei mir können es nicht ausmachen, dass ich die Hitze viel besser vertrage als noch vor dem Fasten....

Weiter toi,toi, toi und halt durch, Du machst das prima!

LG Wolle


- Nicolai Worm - 20.06.2013

@ alle

Frage: Ist denn das Thema "Fettleber bei Typ-2-Diabetes" schon in andere Diabetiker-Foren übergeschwappt?
Smile


- Rainer - 20.06.2013

gelöscht - Antwort war doppelt.