NAFLD und Herz-Kreislauferkrankungen
#1
Gerade erschienen! Sehr gutes Review!

Smile
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#2
Und noch eine Übersichtsarbeit gerade erschienen! Unter Mitwirkung von Prof. Ralph DeFronzo!!!

Ist kostenfrei als pdf zum download! Smile

Die haben alle noch auf mein Buch gewartet! Big Grin
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#3
Medscape am 29. April 2013

Nicht-alkoholische Fettleber – neu auf der Liste kardiovaskulärer Risikomarker

http://www.medscapemedizin.de/artikel/4901021

Zitat:von Axel Viola
Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko haben oft eine ganze Reihe verschiedener Risikofaktoren. Eine auf dem International Liver Congress 2013 in Amsterdam vorgestellte Studie hat nun einen weiteren hinzugefügt: Personen mit einem Hochrisiko für kardiovaskuläre Erkrankungen haben häufig auch eine nicht-alkoholbedingte Fettlebererkrankung (NAFLD). Mehr noch – offensichtlich ist die NAFLD ein eigenständiger Marker, der es zusätzlich zu den klassischen Risikofaktoren erlaubt, über das frühe Auftreten einer Atherosklerose und das kardiovaskuläre 10-Jahresrisiko eine Prognose zu erstellen.

Dies berichtete Prof. Dr. Jean-Francois Dufour, Klinikdirektor und Chefarzt der Hepatologie am Inselspital Bern in der Schweiz und Mitglied des Verwaltungsrats der European Association for the Study of the Liver (EASL), auf einer Pressekonferenz während des Kongresses. Dufour bezog sich auf die Daten einer Untersuchung des FLIP-Consortiums (Fatty Liver: Inhibition of Progression), die von Dr. Raluca Pais vom Hopital Pitié Salpêtrière in Paris in Amsterdam vorgestellt wurde [1].

„Wir wissen, dass es einen engen Zusammenhang zwischen NAFLD und zum Beispiel Diabetes-Erkrankungen gibt. Diese Patienten haben ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen“, sagte Dufour in Amsterdam.

Zusammenhang zwischen NAFLD und Atherosklerose

In der Studie von Pais und ihren Kollegen war untersucht worden, in welchem Zusammenhang die NAFLD sowie frühe Anzeichen einer Atherosklerose und der 10-Jahres-Framingham-Risiko-Score (FRS) stehen. Dazu wurden mehr als 5.600 Patienten in die Studie aufgenommen. Die Patienten hatten wenigstens 2 kardiovaskuläre Risikofaktoren (hoher Blutdruck, Diabetes oder hohe Nüchternblutzuckerwerte, Dyslipidämie, Adipositas, Rauchen), keine bekannte kardiovaskuläre Vorerkrankung und nahmen weniger als 50 g Alkohol pro Tag zu sich. Patienten mit anderen chronischen Lebererkrankungen konnten an der Studie nicht teilnehmen.

Die Patienten wurden einer Ultraschalluntersuchung der Karotiden unterzogen, um die Dicke der Initima Media (C-IMT) und das Plaque-Ausmaß an der Bifurkation zu bestimmen. Zusätzlich wurden der Fettleber-Index (FLI) und der Framingham-Risiko-Score berechnet. Eine NAFLD war definiert als ein FLI-Wert über 60. „40% der Patienten hatten eine NAFLD, was für eine hohe Prävalenz spricht“, berichtete Dufour.

Multivariate Analysen belegen unabhängigen Vorhersagecharakter

Patienten mit einem FLI von mehr als 60 hatten signifikant höhere BMI- und höhere Alanin-Aminotransferase- (ALT), Aspartat-Aminotransferase (AST) sowie Gamma-Glutamyl-Transferase- (GGT) Werte (p<0,0001) im Vergleich zu Patienten mit niedrigerem FLI. Außerdem hatten die NAFLD-Patienten eine hochsignifikant dickere Intima media (0,64 mm vs. 0,61 mm; p<0,0001) und einen schlechteren Risiko-Score (14,7 vs. 8,3; p<0,0001). Das Team um Pais konnte ebenfalls einen Bezug zum Lebensalter nachweisen: Patienten mit NAFLD im Alter über 50 Jahre hatten eine signifikant höhere Plaque-Last als Patienten ohne NAFLD, während ein solcher Unterschied bei Patienten unter 50 Jahre nicht festgestellt werden konnte.

FLI und FRS korrelierten ebenfalls signifikant: Mit jeder Quintile auf dem Risiko-Score nahm auch der FLI zu. In multivariaten Analysen konnte schließlich gezeigt werden, dass der Fettleber-Index auch mit der Intimadicke und der Plaque-Last korreliert, die als frühe Atherosklerose-Marker angesehen werden – und zwar unabhängig von Alter, Cholesterinwerten, Diabetes oder Bluthochdruck. „Die Studie zeigt, dass NAFLD ein unabhängiger Prädiktor – über die bekannten Marker hinaus – für eine frühe Atherosklerose und das kardiovaskuläre 10-Jahresrisiko auf Basis des Framingham-Scores ist“, betonte Dafour.
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#4
Nicolai Worm,'index.php?page=Thread&postID=865488#post865488' schrieb:nahmen weniger als 50 g Alkohol pro Tag zu sich
50 g reinen Alkohol????? Täglich? Finde ich jetzt nicht grade wenig ;(
Liebe Grüße, Lisa
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#5
Es geht nicht darum, ob man 50 g viel oder wening findet, sondern es geht um eine Abgrenzung der nichtalkoholischen zur alkoholischen Fettleber!
Smile
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#6
Soeben erschien eine Meta-Analyse von Beobachtungsstudien: Die nichtalkoholische Fettleber ist ein unabhängiges Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen! Sie ist kostenfrei downloadbar.
Smile
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#7
Dann werde ich mir schnell mal eine NAFL runterladen, bevor sie alle weg sind.. Tongue
Prognosen sind immer schwierig. Besonders wenn es um die Zukunft geht.
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#8
@ Livia
:roflmao:
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#9
Nicht mehr ganz aktuell - aus dem SPIEGEL!
Smile
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#10
Neue Studie: Vitamin E verbessert die Leberfunktion und die Leberwerte bei Patienten mit Fettleberentzündung auch unabhängig von einer Gewichtsreduktion!
Smile
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