NAFLD und Alkohol
#21
@Livia
Danke!
Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird.
Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll."
Georg Christoph Lichtenberg
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#22
Was heißt denn Moral? Es gibt genügend Leid-verursacht durch Alkohol-und alles hat mal so angefangen..ein wenig und man hat es unter Kontrolle.
Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null, und nennen ihn ihren Standpunkt.

(David Hilbert, dt. Mathematiker
)
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#23
Ich habe das nicht angeprangert und auch keine Moral draus gemacht:
Kakaomandel,'index.php?page=Thread&postID=877096#post877096' schrieb:Nicht falsch verstehen: Jeder soll das halten wie er mag,
Ich bezweifele nur, dass generell Alkohol in genau diesen Mengen bei jedem gesundheitlich vorteilhafter sein soll! hier sind aus meiner Sicht die Menschen in bezug auf Stoffwechselleistung und persönliche Risiken sehr verschieden.
Viele Grüße

Kakaomandel
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#24
Mir ist auch schnuppe, wer wieviel trinkt, nur zu behaupten, man täte es aus gesundheitlich Gründen, ist gelogen.
Außerdem sollten diejenigen, die Medikamente nehmen, mal ihren Arzt fragen, ob sie dazu Alkohol trinken dürfen; ich darf es jedenfalls nicht.
Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null, und nennen ihn ihren Standpunkt.

(David Hilbert, dt. Mathematiker
)
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#25
@ Livia

Danke!

Ja, ja, das ist meine alte Erfahrung: Über Alkohol kann man offenbar kaum rational diskutieren!

@ Mezzo
Zitat:Verheimlichen nicht, aber die Grenze, dass man dadurch zum Trinken quasi auffordert, ist nicht weit.
Ich spare mir lieber den Kommentar. Ich gehe aber davon aus, dass ich durch meine Veröffentlichungen dazu beitrage, das Wissen darüber zu mehren, wie wenig Alkohol als gesundheitlich unproblematisch eingestuft werden kann.

@ Kakaomandel
Zitat:Ich bezweifele nur, dass generell Alkohol in genau diesen Mengen bei jedem gesundheitlich vorteilhafter sein soll!
Das hat auch niemand behauptet. Wie bei Medikamenten und bei Diäten gibt es individuell unterschiedliche Reaktionen, Responder und Non-Responder und der eine hat Nebenwirkungen und der andere nicht. Die Studien veröffentlichen vor allem Mittelwerte. Und wenn ich später etwas mehr Zeit habe, werde ich die wichtigsten Studien verlinken.

Außerdem ging es in diesem Thread wie der Titel schon besagt um NALFD. Menschen mit NAFLD haben ein dramatisch erhöhtes Diabetes- und Herz-Kreislauf-Risiko. Menschen, die täglich 20 bis 30 Gramm Alkohol konsumieren haben ein deutlich gemindertes Diabetes- und Herz-Kreislaufrisiko. Und Diabetiker die täglich 20 bis 30 Gramm Alkohol konsumieren haben ein deutlich gemindertes Herzinfarkt-Risiko.

Soweit die Fakten und ich bin der Meinung, dass sie nicht verheimlicht werden sollten. Vielmehr sollte man Menschen zu verantwortlichen Umgang mit Alkohol erziehen. Und das hatten bislang die Mittelmeeranwohner am besten gemeistert, bei den Wein zum Essen als Bestandteil der Esskultur angesehen wird aber andererseits Suff und Betrunkensein sozial geächtet ist.
Smile
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#26
Nicolai Worm,'index.php?page=Thread&postID=877137#post877137' schrieb:Und das hatten bislang die Mittelmeeranwohner am besten gemeistert, bei den Wein zum Essen als Bestandteil der Esskultur angesehen wird aber andererseits Suff und Betrunkensein sozial geächtet ist.
Das kann ich nur bestätigen: am Ballermann findet man keine Spanier und die Saufgelage an den Stränden werden meist von Deutschen, Engländern und anderen Nordeuropäern bestritten.
Prognosen sind immer schwierig. Besonders wenn es um die Zukunft geht.
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#27
Und ich kenne genügend Alkoholiker unter den Griechen. Aber lassen wir das: Cheffe hat Recht, das Thema ist hier ein anderes.
Trotzdem interessiert mich, wie sich "Diabetiker-Medikamente" zusammen mit Alkohol auf die Leber auswirken? Keine Wechselwirkungen?
Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null, und nennen ihn ihren Standpunkt.

(David Hilbert, dt. Mathematiker
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#28
Mezzo,'index.php?page=Thread&postID=877143#post877143' schrieb:Trotzdem interessiert mich, wie sich "Diabetiker-Medikamente" zusammen mit Alkohol auf die Leber auswirken? Keine Wechselwirkungen?
Ist zwar auch nicht Thema dieses Threads aber nur so viel:

Auswirkungen oder Wechselwirkungen von Alkohol auf nicht-insulinotrope Substanzen gibt es keine. Nicht insulinotrop sind:

- Metformin (Alkohol in Maßen siehe oben Big Grin ) schadet nicht, allerdings ist Alkoholismus (hier wird nicht definiert, ab wann man das ist) kontraindiziert.
- Alphaglucosidasehemmer
- Glitazone

Nicht untersucht: Dapagliflozin. Scheint aber auch keine WW zu haben.

Theoretisch haben eine WW, aber praktisch eher nicht: DPP-4-Hemmer und GLP1-Analoga, da sie die Insulinausschüttung fördern, allerdings immer in Abhängigkeit vom Glucosespiegel (ist der niedrig, dann passiert nichts).

Mit Insulinen sowie Sulfonylharnstoffen und Gliniden gibt es WW: Wenn Alkohol getrunken wurde, senkt dieser nach ein paar Stunden den BZ. Wenn dann die gleiche Menge Insulin/SH/Glinid wie sonst auch genommen wurde, kann es zur Unterzuckerung kommen.
Viele Grüße

Kakaomandel
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#29
@ Mezzo

Klar gibt es auch Alkoholiker am Mittelmeer. Aber es gibt prozentual mehr davon in den skandinavischen Ländern und in USA, wo die Alkoholpolitik versucht den Konsum mölichst stark zu beschränken!

Ich kenne mich pharmakologisch nicht aus, weiß aber dass beispielsweise in der berühmten Diabetes Prevention Study die Patienten mit Metformin + Alkohol mehr profitierten als wenn sie Metformin nahmen und alkoholabstinent lebten. Das gleiche fand man bei den Patienten, die nur die Lebensstilintervention hatten: http://ajcn.nutrition.org/content/90/3/595.long

In der berühmten EPIC-Studie fand man bei männlichen Diabetikern auch noch im Bereich 24 bis 60 Gramm pro Tag eine im Trend geminderte Sterblichkeit. Bei Frauen fand man keinen signifikanten Zusammenhang:
http://journals.cambridge.org/action/dis...id=8697538
Smile
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#30
Danke für die Auskunft Smile
Manche Menschen haben einen Gesichtskreis vom Radius Null, und nennen ihn ihren Standpunkt.

(David Hilbert, dt. Mathematiker
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