Hallo, ihr Süßen! Dann mach ich mal 'nen eigenen Thread.
#1
Hallo, Ihr Süßen! Smile

Da die meisten mich ja mittlerweile doch schon irgendwie „kennen“, erspare ich mir und vor allem euch eine lange Vorstellung.

Kurz nochmal der Grund meines Hierseins: Hatte im November 2012 einen oGTT, bei dem ich mit einem 2-h-Wert von über 200 die Latte der Diagnosekriterien eines DM gerissen habe. Sad

Insgesamt scheine ich dennoch mit Logi sehr gut eingestellt zu sein und komme eigentlich auch ganz gut klar.

Obwohl ich mich mittlerweile meist damit abgefunden habe, werde ich vor einem erneuten Dia-Doc-Termin oder auch danach, wenn ich meine Blutwerte habe, etwas nervös. Obwohl eigentlich die Werte immer so weit gut sind, blicke ich nicht recht durch, weil ich immer wieder hier oder auch sonstwo über Infos stolpere, die nicht so recht zu mir passen oder sich widersprechen.

Damit ich dann nicht immer in euren schönen Threads mit meiner aktuellen Frage reinplatzen muss, habe ich nun einen eigenen Thread. Nachdem ihr mir bei meinem Problem mit der Ernährungsberatung und bei meinem „Befreiungsschlag“ schon so geholfen habt, möchte ich hier halt einfach sachlich und bedarfsbedingt meine Fragen und Gedanken zu Diagnose, Diagnosekriterien, Blutwerten, Blutzuckerverläufen etc. einbringen. Das werde ich mal mehr, mal weniger intensiv nutzen.

Da ich am Freitag wieder zur Blutabnahme gehe und dann kommende Woche Nachbesprechung habe, ist halt mal gerade wieder die Zeit, wo mir viele Fragen im Kopf rumgehen. Deshalb starte ich heute mal mit

Hyperinsulinismus?

Ich habe zumindest nüchtern und zwischen den Mahlzeiten meist BZ-Werte unter 90 oder wenigstens unter 100. Mein Problem mit dem BZ liegt also hauptsächlich eher postprandial. Was mich dennoch schon länger beschäftigt, ist die Frage nach dem Hyperinsulinismus, der ja auch bei einem relativ niedrigen Blutzucker schädlich sein kann.

Leider wurde bei den bisherigen Blutabnahmen kein Insulinwert gemessen und auch beim oGTT wurde nur der BZ gemessen. Am Freitag werde ich darauf hinweisen, dass auch der Insulinspiegel bestimmt wird, damit ich dann auch mal den HOMA-Index berechnen kann.

Dennoch bekam ich im November nach der Diagnose (BZ war nüchtern 93) zwei Größen, die ja damit zusammen hängen:
C-Peptid 1,6 ng/ml (Referenz 1,1-4,4)
Proinsulin intakt 1,4pmol/l

Wenn ich Doc Google richtig verstehe, lässt ein C-Peptid im Normbereich auch auf einen Insulinwert im Normbereich schließen, da ja beide proportional gleich verteilt sind, oder? Insulin wird halt schneller abgebaut und ist deshalb schwerer zu messen?

Und der Proinsulin-Wert lässt darauf schließen, dass das Proinsulin noch schnell genug zerlegt werden kann und es keine eklatanten Versorgungslücken im Insulinnachschub gibt, oder?

Kann ich demnach davon ausgehen, dass ich nüchtern und den größten Teil des Tages trotz meiner IR nicht von Insulin überschwemmt bin und dass zumindest nüchtern meine BSD noch mit ihrer Arbeit nachkommt?

Danke!
Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.
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#2
Hallo Ochnö,

ich komme zu der gleich Einschätzung wie du:
- Das intakte Proinsulin liegt mit 1,4 pmol/l sehr niedrig, es ist fast keins da. Das ist sehr gut und bedeutet, dass das Proinsulin bei dir noch fast vollständig in Insulin und C-Peptid zerlegt wird - so soll es auch sein.
- Das C-Peptid liegt mit 1,6 ng/ml im normalen Bereich für den Nüchternwert, der hier mit 0,7 - 2,0 angegeben wird. Weil das Proinsulin so niedrig ist, kannst du aus dem unauffälligen C-Peptid-Wert und könntest du aus einem unauffälligen Insulinwert schließen, dass bei dir keine große IR vorliegt.

Das sieht alles gut aus und wird bestimmt auch gut bleiben, wenn LOGI und ordentliche Bewegung deine neuen Begleiter bleiben. Du kannst ja aus purer Neugier und zu deiner Bestätigung den HOMA-Index bestimmen lassen. Du brauchst aber nicht traurig zu sein, wenn deine Ärztin nicht darauf eingeht, weil du das Ergebnis eigentlich schon hast.

LG Rainer
Typ2-Diabetiker seit 2002
HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
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#3
Lieber Rainer,

vielen lieben Dank für deine Antwort. Sie beruhigt mich in zweierlei Hinsicht sehr:

1. Dass ich anscheinend echt noch gute Voraussetzungen habe.
2. Dass ich die vielen Infos, die ich so lese, anscheinend doch mit meinem Menschenverstand irgendwie verarbeiten kann und doch einiges verstehe.

Heute war ich zur Blutabnahme und bin jetzt erstmal bis nächste Woche gespannt. Dann werde ich euch wahrscheinlich nach dem Gespräch mit dem Arzt wieder mit Fragen löchern.
Bin gespannt, was er zum Leberfasten sagt. Für Logi konnte ich ihn ja schon ein bißchen begeistern. Und es wäre schön, wenn er mich beim Leberfasten begleiten könnte, wenn ich es angehe (erst lese ich das Buch). Dann müsste ich nicht so weit fahren.

Liebe Grüße.
Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.
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#4
Mannmannmann, zu viel Freizeit heißt mal wieder zu viel Zeit, sich verrückt zu machen. Ich blick mal wieder nicht durch. ?(

Eigentlich waren mein Arzt und ich die ganze Zeit zufrieden mit meinen Blutfetten. Nun war ich vor ein paar Wochen mal etwas beunruhigt, weil mein HDL doch sehr niedrig ist, habe mich dann aber damit beruhigt, dass die ganzen Verhältnisse (LDL/HDL, Triglyzeride/HDL, Gesamtchol./HDL) stimmen und es bei insgesamt so niedrigem Spiegel einfach nicht höher sein kann. Nun habe ich im FattyLiver-Thread ein Zitat von Cheffe aufgeschnappt, das mir das Augenmerk doch mal wieder auf das HDL gelegt hat:

Nicolai Worm,'index.php?page=Thread&postID=868014#post868014' schrieb:Menschen mit Bauchfett/Insulinresistenz/Fettleber/Metabolisches Syndrom/Typ-2-Diabetes haben häufig "normale" LDL- oder Gesamt-Cholesterinspiegel!!! Allerdings ist das LDL-Cholesterin klein und dicht!
Typisch für sie ist die hohe Triglycerid-Konzentration und das niedrige HDL-Cholesterin. Nicht umsonst sind in den Kriterien des Metabolischen Syndroms nicht LDL oder Gesamt-Cholesterin, sondern TG und HDL gelistet!

Nun google ich hier schon ewig rum, aber wirklich schlau werde ich nicht.
Komischerweise wird meistens von niedrigem HDL in Kombination mit hohen Triglyzeriden gesprochen. Bei mir ist einfach beides nicht sehr hoch.
Hier mal die Werte, jeweils zuerst von der Diagnose im November und dann von der zweiten Messung im Februar:

Cholesterin gesamt mg/dl: 126,4 bzw. 126,5
HDL mg/dl: 41 bzw. 46,7
LDL mg/dl: 77 bzw. 70,4
Triglyzeride mg/dl: 62,1 bzw. 53,6

Wie gesagt, ich war die ganze Zeit sehr froh mit diesen Werten und möchte auch nicht auf hohem Niveau jammern. Aber nun macht es mir nach obigem Zitat doch große Sorgen, dass das HDL doch deutlich unter der Norm von 55 liegt. Es ist zwar seit der Diagnose etwas gestiegen, aber halt immer noch niedrig. Vielleicht wird es jetzt nochmal besser, aber wenn nicht, kann ich ziemlich sicher sagen, dass ich fleißig Leinöl zu mir genommen habe etc. Den Tipp von Carlos nach meiner Frage in einem anderen Thread mit den Omega3-Kapseln habe ich auch berücksichtigt. Ich hoffe, dass das reicht.

Frage: Ist die von Cheffe erwähnte "Dichte" der fiesen LDL-Partikel eher vom HDL (nicht gut bei mir) oder von den Triglyzeriden (gut bei mir) abhängig?

Sorry fürs Nerven und wirre Fragen, aber Doc Google hat mir echt nicht geholfen.
Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.
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#5
Hallo Ochnö,

du machst dir wieder mal an einer Stelle Gedanken, wo du wirklich keine verschwenden musst.

Bei TG unter 100 kannst du sowas von sicher sein, dass dein LDL-Cholesterin zum großen Teil aus schönen großen und fluffigen LDL-Teilchen besteht und dass kaum kleine atherogene Teilchen dabei sind. Auf jeden Fall ist bei diesem TG-Wert dein Risiko für HKE sehr gering, wenn man dieser Studie glauben darf.

LG Rainer
Typ2-Diabetiker seit 2002
HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
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#6
Huhu Rainer,
danke für dein schnelles und zuverlässiges Antworten. Hab mir gerade nach deiner fluffigen Beschreibung Marshmallows in meinen Adern vorgestellt. Schön, dass du mich in meinen hysterischen Anwandlungen immer wieder beruhigst.
Eigentlich weiß ich ja selbst, dass alles ok ist, aber ich lass mich schnell verunsichern. Selbst mit deiner zur Beruhigung gedachten Studie. Da steht nämlich:
To put it in perspective, it turns out from our study that people with triglyceride levels above 100 mg/dl had about the same risk for heart disease as those with low levels of HDL
Da lese ich erst nur "blabla risk for heart disease blabla low levels of HDL". Nun denn, ich denke mal, dass es ausgleichende Gerechtigkeit ist und ich mit einem dicken Plus das Minus angemessen ausgleiche. Smile

Ansonsten bin ich auch vielleicht so pingelig und nervig, weil ich einfach einen Ansatzpunkt suche. Gerade schon wieder habe ich etwas gelesen, was gar nicht passt.
Nicolai Worm,'index.php?page=Thread&postID=870224#post870224' schrieb:Vor allem die Gamma-GT (GGT) ist ein guter Prädiktor.
Hatte bei Diagnosestellung einen GGT-Wert von 9,2 U/L.
So toll das ist, es bringt mich zum Verzweifeln! ;(
Und das ist jetzt ausdrücklich keine Kritik an Dr. Worm oder dem Leberfasten.

Genug geschwätzt, ich versuchs jetzt einfach mal bis zur Besprechung beim Dia-Doc alles auszuhalten.
Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.
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#7
ochnö,'index.php?page=Thread&postID=870288#post870288' schrieb:Hatte bei Diagnosestellung einen GGT-Wert von 9,2 U/L. So toll das ist, es bringt mich zum Verzweifeln! ;(
Hallo Ochnö,

was bringt dich denn an deinem tollen Gamma-GT-Wert, der an der unteren Grenze liegt, zum Verzweifeln?

Das HDL-Cholesterin muss relativ betrachtet werden und die TG absolut. Wenn Dr. Worm mit der überängstlichen Ochnö gerechnet hätte, dann hätte er wahrscheinlich ausführlich so formuliert:
Zitat:Typisch für sie ist die hohe absolute Triglycerid-Konzentration und das relativ im Vergleich zum LDL-Cholesterin oder im Vergleich zum Gesamtcholesterin niedrige HDL-Cholesterin.
Du hast mit deinen niedrigen TG und dem fantastischen LDL-/HDL-Verhältnis von 1,5 (gut ist bis 3) sowohl eine gute Menge an HDL-Teilchen als auch (siehe oben) ein unschädliche Qualität der LDL-Teilchen. Auf der Strecke liegen deine Probleme bestimmt nicht.

Ich denke auch nicht, dass deine Probleme bei deinen Leberwerten und bei der geringen IR mit einer NAFLD zusammenhängen. Du könntest eine Ultraschalluntersuchung von Leber und BSD machen lassen um herauszubekommen, ob du Ansätze von Fettleber und Fett-BSD hast. Wenn ja, dann lohnt sich für dich das Leberfasten, anderenfalls lohnt sich das aus meiner Sicht eher nicht.

Eine Frage: Bist du eigentlich übergewichtig oder nicht? Ich könnte deine anderen Beiträge durchlesen und würde die Antwort dabei vielleicht finden. Das ist mir aber zu mühsam.

LG Rainer
Typ2-Diabetiker seit 2002
HbA1c ~6,0 mit 6IE Lantus
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#8
Huhu Rainer, ich bewundere dich, mit welcher Ruhe und Gelassenheit, du mir immer wieder antwortest. Smile

Ich weiß, dass ich da sehr "ehrgeizig" bin, was die Werte angeht. Das mag daran liegen, dass ich insbesondere väterlicherseits mit Leuten zu tun hatte, die sich durch unterschiedlichste Dinge selbst ganz erbärmlich runtergewirtschaftet haben und allesamt nicht alt wurden. ;( Das sollte mir eben nicht passieren. Deshalb vielleicht auch dieses Schuldding, fiel mir grad beim Schreiben auf.

Ansonsten habe ich halt mütterlicherseits auch einiges an DMlern mit mittelprächtigen Verläufen und Folgen. Meine Oma z.B. wurde vor 5 Jahren mit einem Nüchternzucker von über 300 entdeckt und hatte natürlich schon einiges an Folgeschäden, bekommt z.B. Spritzen in die Augen und davor habe ich schlicht Angst. :S

Ich weiß auch, dass mein DM noch nicht schlimm ist, aber ich will trotzdem so viel wie möglich machen, denn ich will ja noch gut 50 Jahre fit sein. :108:

Egal, sachlich weiter im Text. Der GGT-Wert ist top, gar keine Frage. Ich bin nur am Verzweifeln, weil ich mit Beginn der Leberfasten-Diskussion ganz euphorisch war, endlich was tun zu können. Ich verfolge die ganze Diskussion hoch interessiert und bin auch auf den Infoabend, zu dem ich mich angemeldet habe, gespannt. Aber irgendwie merke ich selbst, wie du schreibst, dass da vieles einfach nicht passt und die Chancen, dass es dadurch besser wird, schwinden. Deshalb bin ich genervt. Ich will halt nach wie vor dem DM in den Allerwertesten treten. :104:

Die Leber wurde schon mit Ultraschall untersucht und der Arzt konnte nichts erkennen. Beim FLI-Rechner hatte ich einen Wert von aktuell 6 und auch mit Höchstgewicht und allen schlechtesten Werten großzügig aufgerundet jemals waren es 15. BSD wurde noch nicht geschaut und ich trau mich auch nicht den Dr. zu fragen, weil der mich sonst echt für verrückt erklärt. Aber trotz allem scheinen mir Dr. Worms Ansätze so plausibel, dass ich es nicht ganz ausschließen möchte.

Zu deiner Frage: Ne, Übergewicht habe ich nicht. Wiege aktuell mittlerweile 59kg bei 1,70m und halte die mit wirklich lecker und üppig essen. 100g Nüsse putze ich so ganz nebenbei weg. Hatte im Sommer 2012 aber 70kg :S . Dachte halt lange Zeit, dass es vom Nuvaring wäre, da ich früher auch schon von Pillen zugenommen hatte und nach Absetzen ohne Zutun 10kg verlor. In diesem Fall war es jedoch nicht so. Hatte mich halt, da ich gar nicht eitel bin, nicht gestört, da ich dachte, dass es nach dem Ring weg geht. Als dem auch nach einigen Wochen nicht so war, hatte ich dann Sorgen um meine Gesundheit und habe die Notbremse gezogen und aktiv begonnen, abzunehmen (bei Diagnose im November waren es glaube ich 64kg). Offensichtlich zu spät. Sad

Nun, Übergewicht hin oder her, dies spielt ja laut Dr. Worm für die Verfettung der Zellen keine Rolle.

Nochmal danke und Entschuldigung für mein langes und wirres Schreiben. Ich kriegs nicht kürzer hin.
Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.
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#9
Moin Ochnö,

Deine Schreibe find ich gar nicht wirr. So wie Du fühlen und denken nach meiner Erfahrung viele Betroffene. Da ist zunächst die bohrende Frage nach dem Typ und schlimm, wenn die Anti- und Körper und sonstige Zeichen nicht in ein eindeutiges Schema und zum BZ-Verhalten passen wollen. Und wenn nicht eindeutig T1DM, dann kommt sofort die Frage nach dem Loswerden. Denn dann isses ja T2DM, und der kommt ja bekanntlich mit dem Lebensstil, also mit zu viel Essen und zu wenig Bewegung, wie ja nicht zuletzt auch das Leberfasten im naheliegend kurzen Umkehrschluss kommuniziert. Nicht so ganz schlüssig für schlanke Vielbeweger, und wenn deren Leber- und weitere Werte dann noch von Nixfett künden, sollte man vielleicht sogar an einen anderen als T2DM denken. Im Ernst. Wenn frau unbedingt auf eine möglichst genaue Zuordnung besteht.

Bleibt trotzdem noch der Leberfast-Versuch, für den ich Dir hier schon mal ein extra Daumendrück sende. Was Dir als schlimmstes passieren könnte, wäre dass Du trotz voller Compliance nicht mehr damit erreichtest, als den Nicht-BZ-Anstieg infolge Mikro-KH-Inputs. Und wenn sich Dein BZ anschließend wieder so wenig remissioniert wie vorher verhielte, würde das jeder mit den untypischen Voraussetzungen erklären, mit denen Du in den Versuch gegangen bist.
Wäre total unbefriedigend, ich weiß. Aber nun stell dir bitte mal für einen Moment Deine ansonsten völlig gleiche Situation mit diesem schmalen Ergebnis ohne Remission vor, nur mit von vornherein 20 Kilos mehr. Wer (außer mir!) würde Dir abnehmen, dass Du wirklich alles richtig und nicht viel weniger Fridolin-kms gemacht und nicht viel mehr Kalorien einverleibt hättest?

Bin nachdenklich, Jürgen
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
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#10
Hallo Jürgen, schön, von dir zu lesen.

hjt_Jürgen,'index.php?page=Thread&postID=870803#post870803' schrieb:sollte man vielleicht sogar an einen anderen als T2DM denken
Brauch ich nicht wirklich. Ist alles ausgeschlossen. Antikörper hatte Doc, ohne dass es mir bewusst war, getestet, is alles ok. Und der Verlauf passt auch nicht so recht. Und autoimmun-technisch bin ich zum Glück ansonsten auch in Ordnung. Tun mir immer schrecklich leid, diejenigen die das ganze Schilddrüsen-Nebennieren-Lada-Paket abbekommen haben.
Mody hatte ich mal daran gedacht, weil es vom Verlauf und so bißchen besser passen würde. Wenn man bedenkt, dass Oma und deren Geschwister sowie wiederum deren Mutter und einige Geschwister in der Lotterie drin waren, kann ja da schon einiges liegen. Dafür bin ich aber dann wohl mit dem Alter (trotz für T2 jung) doch etwas zu spät. Und vor allem: Autosomal-dominant ist dann wieder nicht drin, weil trotz aller Betroffenen bei meiner Mutter eine Lücke ist.
Insofern bin ich ein definitiver T2.

hjt_Jürgen,'index.php?page=Thread&postID=870803#post870803' schrieb:Aber nun stell dir bitte mal für einen Moment Deine ansonsten völlig gleiche Situation....

Du glaubst nicht, wie oft ich mir genau das schon vorgestellt habe in Bezug auf Diagnose etc. und wie viel elender ich mich dann gefühlt habe, wenn ich mir vorgestellt habe, wie es denjenigen geht. Denn:

hjt_Jürgen,'index.php?page=Thread&postID=870803#post870803' schrieb:Wer (außer mir!) würde Dir abnehmen...
Ich (aber zugegeben nur durch meine eigene Erfahrung). Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass ich, wenn ich nicht jetzt instinktiv das "Richtige" getan hätte und Glück gehabt hätte, zwei Jahre später mit einigen Kilos mehr genau zu diesen armen Seelen gehört hätte. Ich hoffe, das wird jetzt so gelesen, wie ich es meine.

Und trotzdem ist jeder Versuch, den vielleicht doch verfetteten Zellen feste in den Po zu treten, zumindest etwas, was ich tun kann. Wenn es dann nicht klappt, könnte das furchtbar enttäuschend und frustrierend sein. Aber es ist vielleicht nicht so schlimm, wie mich zu ärgern, dass ich es nicht probiert habe.

Eine ebenso nachdenkliche und euch allen dankbare Tanja
Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei Sturm das Schiff zu verlassen.
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