Diabetes in Deutschland
#1
Im neuen Bericht "Diabetes in Deutschland" des Robert Koch Instituts kommen interessanter Weise weder der Begriff "Ernährung" noch "Diät" vor. Diabetes ist halt doch eine Medikamenten-Mangelerkrankung...
https://tinyurl.com/sp454rp
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#2
Danke für HInweis und Link!

Es gibt längst 100.000und mehr Fälle in D, in denen Menschen mit Typ 2 in den letzten 10 Jahren die vollständige Remission gelungen ist und gelingt, obwohl nur wenige Ärzte dazu anleiten.
ABER keine einzige Studie hat bislang danach gefragt, wie ihnen das gelingt. Und in den Fällen, von denen ich persönlich weiß, hat bis heute nicht einmal der behandelnde Arzt ernsthaft danach gefragt.

ABER ALLE gelungenen und gelingenden Fälle, von denen ich weiß, bewegen sich täglich erheblich mehr und gezielter und essen deutlich anders und deutlich weniger, als nach solch tollen Publikationen zur Prävention von Typ 2 empfohlen.

Wäre nicht viel zielführender, wenn das RKI das Verhalten untersuchen würde, mit dem diese Remissionen gelingen?
Ok, zielführender natürlich nur, wenn das Ziel mehr gesunde Lebensjahre und nicht immer noch mehr noch intensiver behandelte kranke wäre. Schade Sad
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
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#3
Patienten bringen Geld, Gesunde nicht.
Liebe Grüße 

Carlosinchen Bye
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#4
sorry, aber das ist zu einfach
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#5
hjt_Jürgen,'https://forum.nicolai-worm.de/index.php/Thread/24873-Diabetes-in-Deutschland/?postID=1398120#post1398120 schrieb:sorry, aber das ist zu einfach
Warum?
Bei Blutdruck und Cholesterinwerten funktioniert es ja auch Rolleyes
"Wrinkles should merely indicate where smiles have been"

Mark Twain
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#6
aber da sind wir nach meinem Wissen schon so weit, dass die Fachmedizin eingesteht, dass gesündere Werte besser sind und höhere halt besser für's Geschäft, während unter den Diabetologen noch viele wirklich glauben, dass gesunder BZ mit Diabetes praktisch tötlich sei Sad
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#7
Ich kenne auch so Schwachsinnsaussagen wie jemand mit HbA1C unter 5,5 ist kein Diabetiker 8) ..pauschal <X
Lo más importante que aprendí a hacer después de los cuarenta años fue a decir no cuando es no
Gabriel Garcia Marquez
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#8
Lange Zeit war ich nur stiller Mitleser, jetzt muss ich mich einmal einmischen:
Der Diabetes Bericht ist die Erhebung eines Ist-Zustandes und keine Therapiestudie.
In diesem Ist-Zustand finden wir beschrieben, dass 2010 17,3 % der Diabetiker keine Therapie, 73,4 % eine medikamentöse Therapie und 9,3% eine Lebensstilintervention erhielten. Lebenstilintervention heißt Ermunterung zu körperlicher Bewegung und gesunder Ernährung.
Wir finden auch beschrieben, dass die Adipositasprävalenz zu hoch ist und wir uns zu wenig bewegen.
Meiner Erfahrung nach ist die Lebensstiländerung bei den betroffenen Menschen am unbeliebtesten, es ist eben einfacher eine Pille zu schlucken. Ja, Remissionen sind möglich und leider viel zu selten. Aber der Erfolg einer Remission liegt eben nicht nur an den hier vielfach geschmähten Ärzten, sondern immer am Betroffenen selbst. Er selbst ist für sein Essen und seine körperliche Bewegung verantwortlich.
Medikamentöse Therapie wird erst eingesetzt, wenn die Lebensstilintervention versagt.
Dem Arzt bringt eine medikamentöse Therapie gar nichts, er verdient an einem regelmäßig kontrollierten, 'life-style-intervenierten' remittierten Patienten genauso viel wie an einem medikamentös behandelten Patienten mit oder ohne Folgekomplikationen.

Kathrin
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#9
kabr,'https://forum.nicolai-worm.de/index.php/Thread/24873-Diabetes-in-Deutschland/?postID=1398150#post1398150 schrieb:Meiner Erfahrung nach ist die Lebensstiländerung bei den betroffenen Menschen am unbeliebtesten, es ist eben einfacher eine Pille zu schlucken. Ja, Remissionen sind möglich und leider viel zu selten. Aber der Erfolg einer Remission liegt eben nicht nur an den hier vielfach geschmähten Ärzten, sondern immer am Betroffenen selbst. Er selbst ist für sein Essen und seine körperliche Bewegung verantwortlich.
Im Grunde gebe ich Dir recht, natürlich ist der Betroffene mit der DM2-Diagnose für seine Blutzuckerwerte selbst verantwortlich.

Nur sieht die Ernährungsberatung in der Praxis meist so aus, dass der Arzt/die Ärztin sagt, "Sie müssen abnehmen und sich mehr bewegen." Mehr kommt da in der Regel nicht. Ärzte sind bis auf seltene Ausnahmen keine Ernährungsexperten. Was einem da häufig empfohlen wird ist oft kontraproduktiv. Die meisten Betroffenen haben aber keine Ahnung, dass mit einem KH-reduzierten Ernährungsstil sich der D2 meistens auch gut regulieren lässt. Viele Menschen brauchen konkretere Anleitungen, um das ganze zu verstehen und umzusetzen - und daran hapert es bisher. Und daher sehe ich das RKI-Papier auch als ärgerlich an.
Liebe Grüsse
ragi123
  Squint
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#10
"Ihr Blutzucker ist erhöht. Aber nein, das ist noch lange kein Diabetes, aber wir müssen das natürlich beobachten," und damit folgt die Einladung zum nächsten Beobachtungs-Termin. Das erleben Prädiabetiker viele Jahre, bis sie schließlich mit an die 500.000 weiteren Prädiabetikern aktuell pro Jahr in D zum Diabetiker Typ 2 befördert und ernannt werden.

Heute würde ich schon zu Anfang soner Entwicklung vom Dok erwarten, dass er vor die Wahl stellt: JETZT mit minimalem Aufwand und ohne Medikation zurück zum völlig gesunden Blutzucker und den dann mit minimalem Aufwand wenigstens 10 Jahre halten (vielleicht auch länger, aber so viele so viel längere Erfahrung gibt es noch nicht)* ODER aber das weitere Ansteigen des BZ wie bisher abwarten und ab Überschreiten eines der Diagnose-Grenzwerte die progrediente Krankheit mit progredienter Medikation im vom Typ 1 gewohnten optimalen Rahmen so wenig krankmachend wie möglich pflegen?

)*Und dazu jetzt nicht einfach nur pauschal abnehmen und mehr bewegen, sondern schon die individuell zielführende systematische Anleitung: Wenn Hans Lauber nicht meistens direkt nach dem Essen laufen würde, hätte er bei gleichem Bewegungspensum NICHT sein tolles Ergebnis erreichen und erhalten können!
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
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