Diabetes in Deutschland
#21
Big Ben,'https://forum.nicolai-worm.de/index.php/Thread/24177-Ein-Versuch-macht-klug/?postID=1309253#post1309253 schrieb:Die strikte Reduzierung auf 100 -140 g Kohlenhydrate und der tägliche Ausdauersport 5-10 Minuten Hateltraining und 30 Minuten Beinmuskelaufbau haben sich ausgezahlt.
Jürgen, so einfach ist die Anleitung zum Erfolg.
Regeln definieren, einhalten und reflektieren. Dann die Regeln, wenn notwendig, anpassen.
Dafür braucht man das richtige Wissen, eine Waage und ein Blutzuckermessgerät.
Ein absoluter Wille zum Erfolg ist auch hilfreich. Bei mir jedenfalls.

Bernd
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#22
Big Ben,'https://forum.nicolai-worm.de/index.php/Thread/24873-Diabetes-in-Deutschland/?postID=1398273#post1398273 schrieb:Jürgen, so einfach ist die Anleitung zum Erfolg.
Regeln definieren, einhalten und reflektieren. Dann die Regeln, wenn notwendig, anpassen.
Dafür braucht man das richtige Wissen, eine Waage und ein Blutzuckermessgerät.
Ein absoluter Wille zum Erfolg ist auch hilfreich.
Unterschreib ich voll und ganz Smile
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
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#23
Bei meiner Diabetes-Diagnose wurde in der internistischen Praxis beiläufig gefragt, ob ich ein Messgerät wollte oder ab und an in die Praxis kommen wolle um dort messen zu lassen. Ich wollte natürlich selbst messen.
Aber ich kann mir vorstellen, dass viele Betroffene den anderen Weg gewählt haben.
Ich finde, da ist z. B. dringend Bedarf, das den frisch diagnostizierten DM-2lern an Herz zu legen. Ein guter HBA1c-Wert o.k., aber wenn die Werte nach den Mahlzeiten viel zu hoch sind, bekommen diejenigen, die nicht messen, das ja gar nicht mit.
Liebe Grüsse
ragi123
  Squint
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#24
@ Jürgen
Fange bitte nicht wieder diese Diskussion über die schlimmen Ärzte und die fehlenden Anleitungen an.
Es hat sich so viel getan in dem Bereich LC. Es ist anerkannt, es wird empfohlen usw. HALLELUJA! Da können wir alle, die so aktiv für LOGI/LC gekämpft haben, stolz drauf sein!

Das Positive übersiehst du meistens. Ally hat ganz recht, du erwartest von einem Arzt, dass er jeden Einzelnen so behandelt wie du deine Hunde-Oma? Vergiss es. Auch Ärzte üben einen Beruf aus und wollen Profit machen - selbstverständlich! Was ist daran verwerflich? Die Zeit um jeden T2 der eventuell eine Remission haben könnte so anzulernen, sehe ich nicht als gegeben. Ein Kassenarzt (Diabetologe) bekommt immer die gleiche Pauschale und das ist ehrlich gesagt ein Witz! Egal, ob der Patient 1x oder 10x in der Praxis steht und natürlich die volle Aufmerksamkeit verlangt, egal, ob er auch nur eine Sache umsetzt, die ihm geschult wurde.. Natürlich weiss ich nicht wie Deutschlandweit geschult wird aber ich weiss, dass LC ein großes Thema mittlerweile ist. Und das wird den Menschen auch nahegebracht. Wahrscheinlich nicht in dem Maße, wie du es dir wünschst, aber Jürgen ganz ehrlich - du siehst für mich auch nur deinen Weg, deine Vorgehensweise, als richtig an.

Es will oder hat eben nicht jeder nach dem Essen Zeit Joggen zu gehen! Ist so, das Leben besteht nicht nur aus Rentnern! Und glaube mir selbst wenn man sich die Zeit nimmt und jedem T2 von seinen Möglichkeiten erzählt (das mache ich seit zig Jahren) wird das nicht angenommen. Die Verantwortung auf die Diabetologischen Schwerpunktpraxen zu schieben sehe ich nicht als fair. Heutzutage hat jeder via Internet unglaubliche Möglichkeiten Infos zu sammeln und sich seinen Weg zu basteln. Wer nicht versteht, dass Hausärzte nicht unbedingt der beste Ansprechpartner für ein spezielles Problem wie Diabetes sind, der muss halt so weitermachen, aber das ist ja nicht das Problem der Diabetesbetreuung in Deutschland ;-)

Sieh doch mal das Gute ;-)
So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
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#25
Danke Katti!

Ja, es hat sich viel getan.
Bin ich auf euer Anraten hin 2013 noch zu einem anderen Diabetologen gewechselt, der mich partnerschaftlich beraten hat und in dessen Diabetesschulung mein Weg zwar als eigen und schwer durchzuhalten eingestuft, keinesfalls jedoch verteufelt wurde, musste ich vor 2 Jahren wieder zu meinem ehemaligen Diabetologen in meiner Stadt zurück. (Mir fehlt die Mobilität.) Und auch hier hat sich viel getan. Hier wird Logi jetzt empfohlen und generell auf weniger Kohlenhydrate verwiesen. Der Punkt Bewegung wurde meines Wissens schon vor 20 Jahren deutlich angesprochen.
Verbessert hat sich auch die interdisziplinäre Arbeitsweise. Die Abstimmung zwischen Diabetologie und Endokrinologie ist Grundlage geworden und insbesondere in meinem Fall sind Hausarzt und Onkologe immer als Ratgeber untereinander und mit den Fachärzten vernetzt.

Jeder Patient ist anders und ohne intrinsische Motovation läuft in keinem Bereich etwas gut.

Partnerschaft zwischen Arzt und Patient hat eben immer zwei Seiten.

nette
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#26
Danke Nette! Ja so sehe ich das auch und wie schön, dass du profitiert hast ;-)
So lange man Wünsche hat, kann man sich immer ein neues Ziel setzen!
Quelle: Irgendwo gelesen und für gut befunden!
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#27
@Katti
Hey, den Startschuss hab nicht ich hier gegeben, sondern Zeffe mit seiner sehr treffenden Feststellung, dass der Herr Minister zusammen mit seinem RKI zum 1000-und-Xten mal Aufgegossenes in wieder noch ne aktuellst anmutende Form zum T2 als progredienter Krankheit mit progredienter Medikation ausgegeben hat, und wieder nix zu den immer mehr tausend Fällen von alltäglich gelingender Remission für Jahre mit völlig gesundem Blutzucker und völlig ohne Medis!
Da drin ist einfach wieder der T2 festgeschrieben, für den ich Dich damals für Deinen Buchtitel angegriffen hab, weil für mich damals ne T2 Remission völlig unvorstellbar war, also kein Stoppen möglich eben wegen der fachoffiziell progredienten Definition. Hab übrigens Hans Lauber damals genauso angemacht, und würd ich heute gern bei Euch beiden wieder rückgängig machen.

Klar braucht die Ärzte- und Diabetologenschaft Zeit für die zielgerichtete persönliche Anleitung zum voll gesunden Leben, also zur T2 Remission. Also z.B. dafür, dass Hausnummer 50.000 von den 500.000 jedes Jahr nicht neu auf Diagnose Diabetes vorrücken müssen, sondern ihren BZ zurück auf gesund drehen können. Aber dafür muss sie die Möglichkeit auch bitte mit einem entsprechend planvollen Konzept belegen und offensiv gegenüber den Leistungsträgern und der Politik vertreten. Dabei wollen viele engagierte Betroffene sie ganz bestimmt gern unterstützen. Nur, was wollen wir unterstützen, so lange von den Fachgesellschaften dazu so viel NULLKOMMANIX kommt, dass davon nicht eine einzige Silbe im RKI-Bericht vorkommt?
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
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#28
@Jürgen Wann haben wir jemals was von Ministern erwarten können? ;-) Ernsthaft. lass die da oben labern und Politik machen. Das habe ich noch nie verstanden...
Danke für deine Worte. Finde schön, dass du zugibst nicht immer recht gehabt zu haben ;-) RKI, ist für mich für Impfungen der Ansprechpartner, nicht für Diabetes. Vertraue doch mal der Zeit und gehe ein Stück weit zurück von deinem Denken. Es ist so vieles in Bewegung. Schau auf der Seite der DDG, da steht LC als Empfehlung! Was wollen wir mehr?
Die individuelle Beratung kommt! Allerdings nicht in dem Maße wie du meinst, dass sie richtig wäre. Das kann heute niemand leisten außer Privat und dann wollen die Patienten nicht zahlen...

Du gehst immer davon aus, dass alle motiviert sind und Anleitung gerne annehmen. Das ist nicht so. Viele Teams wollen helfen aber es kommt kein Return. Das ist leider die andere Seite.

Dazu kommt, dass es unglaublich schwer ist einen Konsens "für alle" zu finden sobald mehr als 2 Leute am Tisch sitzen! Ich sitze da zur Zeit mittendrin und finde es einerseits sehr spannend andererseits nur anstrengend. Wissen ist nicht genug um etwas umzusetzen! Das habe ich gelernt, aber es wird! Vertrau der Zeit ;-)

LG
K.
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#29
hjt_Jürgen,'https://forum.nicolai-worm.de/index.php/Thread/24873-Diabetes-in-Deutschland/?postID=1398274#post1398274 schrieb:Unterschreib ich voll und ganz
Was ich vergessen habe. Ich habe mein Gewicht in den zwei Jahren von 104 Kg auf 88,3 reduziert. 130 Tage nach der Diagnose war ich schon bei 91 Kg.

Bernd
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#30
@Katti
Hab schon in Newsgroups mitgeschrieben, als dafür noch extra Newsreader gebraucht wurden, und hab bestimmt schon sehr viel Mist geschrieben. Aber hab’s da halt auch nicht besser gewusst. Hilft nix, dazu muss ich stehen oder das Schreiben lassen. Denn auch heute kann ich nur so schreiben, wie ich’s aktuell weiß, und auch davon kann sich das eine oder andere in 5 oder 10 Jahren oder auch noch eher als völlig daneben erweisen.

Dein Hinweis auf die Politik trifft nie die Falschen. Aber auch die besten Politiker sind in den meisten gesellschaftlichen Bereichen, die sie ja regeln sollen, auf die darin aktiven Fachleute angewiesen. Auch der beste Gesundheitsminister kann für die Diabetologie nur von dem umzusetzen versuchen, was die Diabetologie einfordert. Und wenn die mit keiner Silbe gezielte Möglichkeiten zum Umdrehen von diagnosereifen T2 (und nach Möglichkeit noch vorher!) in die Remission einfordert, können die auch beim besten Willen nicht berücksichtigt werden. - Meine lästerhafte Interpretation: Die Diabetologie ist sich voll uneins, wie sie erst einmal selbst diese Möglichkeiten sehen und dann ggf. nutzen bzw. genutzt sehen will.

Du verweist mit Recht auf die Zeit, mit der schon einiges an Abhilfe von den ärgsten Missständen gekommen ist und so bestimmt auch noch einiges kommen wird.
Aber ich denke, dass die Zeit weitgehend vorbei ist, wo diagnostizierte T2 wenigstens 1mal im Quartal ne Bestandsaufnahme und dementsprechend neue Ausrichtung/Anpassung/… erfahren haben. Die Entwicklung der Betroffenen- und Arztzahlen und Kosten können das schon in den nächsten 5 Jahren für die meisten aller T2 auf 1mal jährlich in Arzt-/Behandlungszentren reduzieren. Und wahrscheinlichst ist dann, dass T2 und Arzt/Betreuung sich nur dieses eine Mal in ihren Leben sehen. Zu diesen Jahrestreffen wird es dann keinerlei gemeinsam gewachsene persönliche Erfahrung geben, sondern nur noch die unpersönliche direkte Bewertung der aktuellen Untersuchungs-Lage und auf der Grundlage den Fahrplan für’s nächste Jahr. Diabetologie nach Aktenlage.

Mit etwas Geld und Weiterentwicklung vielleicht statt nach zurückliegender Akten- auch nach fortlaufend aktueller Datenlage wie z.B. predictbgl. Noch erfordert die App zu ihrer ordentlichen Bedienung und Funktion zu viel Diabetes-spezifisches Wissen. Und Du weißt aus eigener Erfahrung, dass das trotz intensiverer Schulungen beständig schrumpft. In dem Maße, in dem das von der App wie auch immer ersetzt wird, wird die App dann praktisch sowas wie’n BZ-Navi. Und damit braucht dann im Prinzip auch keiner der 500.000 pro Jahr mehr auf die Beförderung zur Diagnose T2 zu warten, der das nicht will, sondern kann beliebig lange vorher in die Remission umkehren. Und das mit einer so breiten Palette an zielführenden Verhaltensmöglichkeiten, wie wir beide sie uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorstellen können. - Nicht auszudenken, wie viel Zeit die Diabetologie plötzlich hätte, wenn von den jährlich 500.000 nur noch 450.000 die progrediente Krankheit mit der progredienten Behandlung wählen wollten Wink
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